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Ausgabe März 2014

Was sollen wir essen?

Gesunde und umweltschonende Ernährung

Editorial


Mahlzeit

Das Vorwort von Michael Sailer, Sprecher der Geschäftsführung des Öko-Instituts

Nachhaltige Ernährung ist das Thema unserer ersten eco@work im Jahr 2014. Was gibt es Neues zu sagen neben dem bekannten Mantra der Ökobewegung „bio – regional – saisonal“? Dass es in jedem Fall ökologische und auch gesundheitliche Vorteile hat, biologisch erzeugte Nahrungsmittel einzukaufen, die regionale Landwirtschaft zu unterstützen und Produkte der Saison zu essen, zweifeln wir in diesem Heft nicht an. Zumal sie meist auch besser schmecken als die Erzeugnisse aus dem Gewächshaus und es für mich einfach toll ist, Erdbeeren dann zu essen, wenn sie richtig reif sind. Doch stimmen all die „Glaubenssätze“ der „Ökos“ wirklich? Und sollten wir uns auf den oben genannten Dreisatz beschränken, wenn wir von nachhaltiger Ernährung sprechen? Oder braucht es nicht vielmehr einen umfassenderen Blick, den wir als wissenschaftliches Institut leisten können und auch wollen?

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Mahlzeit

Im Fokus


Vielfalt

Prof. Dr. Carola Strassner sucht Alternativen

52 Wochen lang hat sie jeden Tag etwas anderes gekocht. Vorwiegend mit den Zutaten, die sie von einem Demeterhof erhält, in... mehr

Vielfalt

Verfahren

Dr. Jan Berger sieht Herausforderungen und Chancen

Das Rühren sei gar nicht so wichtig, sagt er. Nach dem Ablöschen macht Dr. Jan Berger daher einfach den Deckel auf das Risotto... mehr

Verfahren

Variablen

Dr. Jenny Teufel befasst sich mit Folgekosten

Nachhaltigkeit in der Ernährung beginnt für Dr. Jenny Teufel mit dem bewussten Einkauf. „Gutes und umweltbewusstes Essen ist... mehr

Variablen

„Es bleibt natürlich immer etwas zu tun“

Im Interview mit eco@work: Gabriele Pflug (Studentenwerk Berlin)

Essen in der Mensa? Dabei denken viele immer noch eher an geschmacklose Massenabfertigung unter Zeitdruck als an gesunde und leckere Kost. In Berlin jedoch bedeutet Mittagessen in der Mensa: vegetarische und vegane Gerichte, MSC-zertifizierter Fisch, Fleisch und auch ein Bioessen. In den Mensen der Hauptstadt, die jeden Tag durchschnittlich insgesamt 37.000 Gäste zählen, wurden bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Gästen mit oft geringem Essensbudget abwechslungsreiche... mehr

„Es bleibt natürlich immer etwas zu tun“

Mein Joghurt – Engel oder Sünder?

Der schwierige Weg zum Umweltfußabdruck

 Der Joghurt ist nicht weißer. Er lässt sich nicht einfacher umrühren. Und er schmeckt wahrscheinlich auch nicht anders. Lebensmitteln merkt man – wie auch anderen Produkten – in der Regel nicht an, ob sie umweltgerecht oder -schädlich produziert wurden. Eine wichtige Orientierungshilfe ist daher der Product Carbon Footprint (PCF). Er beziffert die Treibhausgase, die im Lebenszyklus eines Produktes oder einer Dienstleistung entstehen. Die zahlreichen weiteren Umweltauswirkungen... mehr

Mein Joghurt – Engel oder Sünder?

Nicht zum Ladenpreis

Was kostet unser Essen?

Wir tun es jeden Tag. Mehrfach. Manchmal gleichgültig, manchmal bewusst. Manchmal achtlos, manchmal mit allen Sinnen. Essen gehört zu unserem Leben wie Atmen oder Schlafen. Wo, wie und was wir essen, hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Doch unsere Ernährung berührt nicht nur uns selbst – sondern ebenso Umwelt, Klima und Gesellschaft. Denn mit der Produktion von Lebensmitteln sind vielfältige Umwelt- als auch gesellschaftliche Auswirkungen... mehr

Nicht zum Ladenpreis

Mehr Nachhaltigkeit in der Küche

Mentoren für Kollegen

Am Anfang stand die Frage: Wie kann man mehr Bioprodukte in professionelle Küchen bringen? Die Idee: Erfolgreiche, biozertifizierte Gastronomen und Küchenchefs, Einkäufer und Betriebsleiter unterstützen ihre Kollegen. Jene, die schon bio können, helfen jenen, die bio wollen. In der Jugendherberge oder dem Studentenwerk, der klassischen Gastronomie oder der Betriebskantine. Und so wurde im Jahr 2004 im Rahmen der nordrhein-westfälischen Kampagne „Natur auf dem Teller“ das so... mehr

Mehr Nachhaltigkeit in der Küche

Arbeit / Aktuell


Endlagerung für den Schulunterricht

Schulmaterialien und ein Unterrichtskonzept

Es sind Fragen, mit denen zukünftig Schüler der Oberstufe konfrontiert werden können: Wie suchen wir ein Endlager für hochradioaktive Abfälle? Was sind eigentlich hochradioaktive Abfälle? Wie muss ein Endlager beschaffen sein? Was sind die rechtlichen Voraussetzungen? Das Öko-Institut und das Unabhängige Institut für Umweltforschung (UfU) erstellen derzeit professionelle Schulmaterialien sowie ein Unterrichtskonzept zum Thema „Endlagerung für hochradioaktive Abfälle“. Bis Ende... mehr

Endlagerung für den Schulunterricht

Soziale Aspekte der Energiewende

Auswirkungen für private Haushalte

Die Energiewende zielt darauf ab, Energie einzusparen, die Effizienz zu steigern und dabei kostenverträglich in Bezug auf die Ausgaben privater Haushalte für Energie zu sein. Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiepreise wird der letzte Punkt relevanter. Je nach Einkommen und Familienstand, Erwerbstätigkeitsstatus oder anderen Faktoren sind private Haushalte unterschiedlich stark betroffen. Wie einerseits diese Einsparpotenziale und andererseits die Kosten... mehr

Soziale Aspekte der Energiewende

Mehr Niedrigstenergiegebäude

Politische Instrumente

In der energetischen Modernisierung von Gebäuden steckt ein hohes Potenzial, die Treibhausgasemissionen zu senken. Im Rahmen des Projektes Entranze (Policies to Enforce the Transition to Nearly Zero Energy Buildings in the EU-27) zeigt das Öko-Institut politische Instrumente auf, die dazu beitragen können, dass möglichst viele Gebäude saniert werden. Ziel des von der EU finanzierten Projektes, an dem neun weitere Partner beteiligt sind, ist es, politische Entscheidungsträger der... mehr

Mehr Niedrigstenergiegebäude

Der Blick aufs Ganze

Energieeinsparungen in privaten Haushalten

Das Energiekonzept der Bundesregierung setzt ehrgeizige Ziele für die Einsparung von Energie. Wie diese in privaten Haushalten in verschiedenen Bereichen – Bauen und Wohnen, Haushalts- und Elektronikgeräte, Mobilität und Ernährung – erreicht werden können, analysiert ein aktuelles Projekt des Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Das Ziel ist es, insbesondere die Einsparmöglichkeiten zu bestimmen, die bislang nicht oder nur unzureichend im Fokus der Politik... mehr

Der Blick aufs Ganze

Für einen wirksamen Klimaschutzbeitrag des Verkehrs

Drei Projekte zum Potenzial der Elektromobilität

Welchen Beitrag kann Elektromobilität für mehr Klimaschutz leisten? Mit dieser Frage befassen sich aus unterschiedlichen Blickpunkten drei neue Projekte des Öko-Instituts. Dialogvorhaben zum Klimaschutz Einen wirklichen Klimaschutzbeitrag kann Elektromobilität nur leisten, wenn sie auf erneuerbare Energien zurückgreift. „Vielfach gab es die Hypothese, dass Elektromobilität vorwiegend überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien nutzen könne“, sagt dazu Christof Timpe vom... mehr

Für einen wirksamen Klimaschutzbeitrag des Verkehrs

Arbeit / Rückblick


Organisation und Kontrolle

Stilllegung von Kernkraftwerken

Bulgarien, Litauen und die Slowakei legen derzeit insgesamt acht ältere Kernkraftwerke russischer Bauart still. Hierzu hatten sie sich im Rahmen ihres EU-Beitritts verpflichtet. Wie eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Europäischen Parlaments nun feststellte, laufen die Stilllegungsprojekte in den drei Ländern sehr unterschiedlich – insbesondere, was die Organisation und Kontrolle der Rückbauprozesse betrifft. Die Wissenschaftler analysierten Best-Practice-Beispiele zur... mehr

Organisation und Kontrolle

Radioaktive Elemente umwandeln – löst das die Endlagerfrage?

Was bringen Partitionierung und Transmutation (P&T)?

Bis Ende 2022 werden in Deutschland etwa 10.000 Tonnen abgebrannte Brennelemente zur Endlagerung vorhanden sein, zusätzlich fallen Abfälle aus der Wiederaufarbeitung an. Doch was passiert mit den radioaktiven Abfällen? Kontrovers diskutiert wird nicht nur die Frage nach dem Ort für ein Endlager, sondern auch jene nach einer Behandlung der radioaktiven Abfälle vor der Endlagerung. „Dabei wird auch immer wieder von unterschiedlichen Akteuren das Thema Partitionierung und... mehr

Radioaktive Elemente umwandeln – löst das die Endlagerfrage?

Die Energiekosten sichtbar machen

Mehr Transparenz für Verbraucher

Das EU-Energielabel bietet viele Informationen – über die Energieeffizienzklasse eines Elektrogeräts oder auch seinen Stromverbrauch. Es berücksichtigt jedoch nicht die jährlichen Energiekosten des Produktes, obwohl diese einen wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben können. Denn ein effizientes, vielleicht teureres Gerät kann sich im Vergleich zur Billigkonkurrenz mit Blick auf niedrigere Betriebskosten über einen längeren Zeitraum durchaus lohnen. Aufgrund von... mehr

Die Energiekosten sichtbar machen

Negative Auswirkungen für die Umwelt verhindern

Erfolgreiche Verbandsklagen gegen kritische Vorhaben

Deutsche Umweltverbände können seit Ende des Jahres 2006 gegen Vorhaben, bei denen negative Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind, auf Grundlage des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG) Klage einreichen. Wie eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes nun zeigt, ist etwa die Hälfte dieser so genannten Umweltklagen erfolgreich. Gemeinsam mit der Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia, Hochschule Darmstadt) haben die Wissenschaftler erstmals die... mehr

Negative Auswirkungen für die Umwelt verhindern

Perspektive


Das gedruckte Herz

Additive Manufacturing als Produktion der Zukunft?

In einer fernen Zukunft sollen Organe aus dem Drucker kommen. Elektronische Geräte übrigens auch. Und jeder produziert sich zu Hause selbst alles, das er so braucht. Doch damit nicht genug: Unser gesamtes Wirtschaftsgefüge soll sich ändern. Und Entwicklungsländer sollen unabhängig von Importen werden. Das alles – durch 3D-Drucker? Der Hype um sie bzw. das Additive Manufacturing (AM), also das computergestützte und schichtweise Zusammenfügen von Materialien zu dreidimensionalen...

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Das gedruckte Herz

Einblick


Der Arbeitsplatz von Romy Klupsch

Ein Blick auf den Schreibtisch der Assistentin im Referat Öffentlichkeitsarbeit

Ich liebe meine Arbeit! Mit dieser Motivation geht Romy Klupsch an die kommunikativen Herausforderungen am Öko-Institut heran. Die Assistentin im Referat Öffentlichkeitsarbeit beantwortet Anfragen von Journalisten (häufig auf zwei Leitungen parallel) und vermittelt Gesprächspartner aus der Wissenschaft. Wie die Ergebnisse in den Medien abgebildet werden, analysiert sie einmal monatlich – mit einem immensen Papieraufkommen auf ihrem Schreibtisch. mehr

Der Arbeitsplatz von Romy Klupsch

Global denken und forschen

Jahresbericht 2013 des Öko-Instituts

Die Wissenschaftler am Öko-Institut arbeiten unabhängig, visionär und international. Dass dies keine großen Worte sind, sondern unser täglicher Auftrag ist, zeigen wir Ihnen immer wieder in der eco@work. Unser aktueller Jahresbericht, der in diesen Tagen erscheint, widmet sich insbesondere den internationalen Aspekten unserer Arbeit. In welchen Projekten forschen wir mit Kollegen aus dem Ausland? Wie teilen wir unser Wissen mit Experten auf der internationalen Bühne? Und wo gibt... mehr

Global denken und forschen

Kurz notiert

Meldungen aus dem Öko-Institut

Ankündigung Mitgliederversammlung Das Öko-Institut lädt Sie herzlich zur Mitgliederversammlung ein. Sie findet im Juli in Berlin statt. Weitere Informationen zum genauen Termin, zur Anmeldung sowie zum Programm der Mitgliederversammlung finden Sie in Kürze auf unserer Website unter www.oeko.de/mv2014. Für Rückfragen steht Ihnen zudem das Institutssekretariat zur Verfügung: Tel.: 0761/452 95-0, E-Mail: mehr

Kurz notiert

Vorschau


Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung

Wissenschaftliche Expertise mit alltagspraktischer Erkenntnis verbinden

Unsere Gesellschaft steht vor elementaren Aufgaben, die sie nur gemeinsam lösen kann – die Auswirkungen des Klimawandels sind dafür ebenso ein Beispiel wie der steigende Verbrauch von Ressourcen und damit verbundene Umweltbelastungen. Um diesen Problemen zu begegnen und nachhaltige Veränderungen zu bewirken, braucht es Expertise, die wissenschaftliche und alltagspraktische Fragen verbindet und handlungsleitende Lösungen für Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft entwickelt. Die...

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Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung

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