Ausgabe: September 2014, Verkehr und Klimaschutz – Wie gelingt nachhaltige Mobilität?


Arbeit / Aktuell

Kosten sparen und Umwelt entlasten

Umweltfreundliche Beschaffung

Seit Januar 2013 gilt im Land Berlin die „Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt“: Die Landesverwaltungen in Berlin sind nun verpflichtet, bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen ab einem Wert von 10.000 Euro auch deren Umweltauswirkungen zu berücksichtigen. In einem aktuellen Projekt im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin berechnet das Öko-Institut, wie hoch die Lebenszykluskosten von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen im Vergleich zu konventionellen sind. Die Lebenszykluskosten decken neben den reinen Anschaffungskosten auch die Kosten der Nutzung oder der Entsorgung ab und spiegeln so die Kosten wider, die ein Gerät im Laufe seines Lebens nach sich zieht. Diese sind beispielsweise bei energieeffizienten, aber im Anschaffungspreis teureren Elektrogeräten meist geringer als bei billigeren Stromfressern. Neben den Kosten werden außerdem die Umweltwirkungen der Beschaffungsvarianten verglichen. So unterscheiden sich die Produkte beispielsweise durch Geräuschemissionen, Ressourcenverbrauch oder Treibhausgaspotenzial.

Um bei der praktischen Umsetzung der umweltfreundlichen Beschaffung zu unterstützen, führt das Öko-Institut in einem zweiten Projekt eine Befragung bei Berliner Einrichtungen zur Akzeptanz der neuen Verwaltungsvorschrift und zu auftretenden Problemen durch. Anhand der Evaluationsergebnisse werden Empfehlungen für die Landesregierung ausgearbeitet und konkrete, produktbezogene Schulungen durchgeführt, die dabei helfen sollen, die erkannten Probleme zu überwinden. kam

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Ansprechpartner am Öko-Institut

Jens Gröger
Senior Researcher im Bereich Produkte & Stoffströme
Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel.: +49 (0)30 405085-378
j.groeger--at--oeko.de

Weitere Informationen des Öko-Instituts

Pressemitteilung „Leitfaden für die nachhaltige Beschaffung“

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