Ausgabe: September 2014, Verkehr und Klimaschutz – Wie gelingt nachhaltige Mobilität?


Arbeit / Rückblick

Die Effizienz von Nanotechnologien

Rohstoff- und Energiebedarf

Viele Anwendungen greifen heute auf Nanotechnik zurück: Sie kommt bei der Wärmedämmung ebenso zum Einsatz wie bei der Stromerzeugung durch Solartechnik. Doch wie viel Energie und Ressourcen lassen sich durch Nanotechnologien einsparen? Dieser Frage ist das Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes nachgegangen. Die Experten haben zehn Beispiele aus vielversprechenden Anwendungsfeldern analysiert, so elektrisch dimmbare Fenster, organische Solarzellen und Neodym-Magneten, die etwa für Elektrofahrzeuge oder Windkraftanlagen genutzt werden.

Nanotechnologien können, so das Ergebnis der Studie, grundsätzlich signifikant zur Reduzierung des Rohstoff- und Energiebedarfs beitragen. Damit sie ihr Effizienzpotenzial entfalten können, braucht es jedoch die richtigen Rahmenbedingungen. Beispiel dimmbare Fenster: Nur wenn sie in großer Serie hergestellt werden, kann über den gesamten Lebenszyklus betrachtet die Energieeffizienz im Vergleich zu konventionellen Fenstern mit Jalousie um rund ein Drittel gesteigert werden. Die Wissenschaftler betonen, dass bei einer Bewertung des Potenzials von Nanotechnologien stets der gesamte Lebenszyklus der Produkte betrachtet werden muss. Erst dann können ihr Beitrag zur Rohstoff- und Energieeinsparung sowie Rebound-Effekte adäquat ermittelt werden. cw

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Ansprechpartner am Öko-Institut

Martin Möller
Stellvertretender Leiter des Institutsbereichs Produkte & Stoffströme
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg

Tel.: +49 761 45295-256
m.moeller--at--oeko.de 

Weitere Informationen des Öko-Instituts

Meldung „Ressourcenschonung und Energieeinsparung mit Nanotechnologien“

Kurzbroschüre „Nanotechnik: Ressourcenschonung oder Rebound-Effekt?“

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