Ausgabe: September 2014, Verkehr und Klimaschutz – Wie gelingt nachhaltige Mobilität?


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Porträt: Dr. Wiebke Zimmer prüft alternative Ideen

Den Führerschein hat sie gemacht, damals in den Sommerferien an der TU. Genutzt hat sie ihn aber nie. „Vielleicht war das familiär vorbedingt: Mein Vater hatte keinen Führerschein“, sagt Dr. Wiebke Zimmer, „zumindest ist meiner direkt in die Schublade gewandert.“ Vermisst hat sie das Autofahren nie. „In einer Großstadt wie Berlin kommt man auch mit Kind wunderbar ohne Auto zurecht – ich fahre viel Fahrrad und nutze den ÖPNV“, sagt Zimmer.

Wie es in Städten mehr nachhaltige Mobilität geben kann, dieser Frage geht die stellvertretende Leiterin des Bereichs Infrastruktur & Unternehmen derzeit im Spendenprojekt Stadt der Zukunft nach. „Wir untersuchen anhand von zwei Beispielstädten, wie der Weg zu einem emissionsfreien Innenstadtverkehr ausgestaltet werden kann“, erklärt Zimmer, „hierfür analysieren wir die konkreten Probleme der Kommunen bei der Umsetzung von nachhaltiger Mobilität, entwickeln konkrete Maßnahmenideen und diskutieren diese mit lokalen Experten – so etwa Verkehrsbetrieben und Unternehmen.“ Ihren Führerschein werden die Menschen, die in der Stadt der Zukunft wohnen, dann vielleicht eines Tages auch nicht mehr brauchen. Höchstens vielleicht fürs Carsharing mit Elektrofahrzeugen. cw

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartnerin am Öko-Institut

Dr. Wiebke Zimmer
Stellvertretende Bereichsleiterin des Institutsbereichs Infrastruktur & Unternehmen
Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel.: +49 30 405085-331
w.zimmer--at--oeko.de 

Expertise

Forschungsschwerpunkt: Nachhaltige Mobilit

  • Beratung von Politik und Unternehmen im Bereich Umwelt und Verkehr
  • Entwicklung von Strategien zur CO2-Minderung im Transportsektor
  • Szenarienentwicklung und Emissionsberechnungen
Wichtige Projekte
  • Renewbility (www.renewbility.de)
  • eMobil 2050 – Elektromobilität bis zum Jahr 2050 im Personenverkehr, Güter- und öffentlichen Verkehr
  • OPTUM – Optimierung der Umweltentlastungspotenziale von Elektrofahrzeugen
Ausbildung und Berufserfahrung

Seit 2013

Stellvertretende Leiterin des Bereichs Infrastruktur & Unternehmen

Seit 2005

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Öko-Institut, Bereich Infrastruktur & Unternehmen

09/2001 bis 12/2004

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Umweltbundesamt, Abteilung Umwelt und Verkehr

2001

Promotion am Fachbereich Physik der FU Berlin

Studium der Chemie an der FU Berlin, Abschluss Diplomchemikerin

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