Ausgabe: März 2020, Unser Essen – eine Gefahr? – Nachhaltigkeit bei Ernährung und Landwirtschaft


Arbeit / Rückblick

Zukunft europäischer Umweltpolitik

Mit einem „European Green Deal“ und dem 8. Umweltaktionsprogramm will die neue EU-Kommission den Klima- und Umweltschutz stärken. Das Öko-Institut unterstützt die Generaldirektion Umwelt dabei im Rahmen des Projekts „Future of EU environmental policy“ mit zwei spezifischen Analysen: zu Digitalisierung und zu sozialverträglicher Umweltpolitik.

So hat das Projektteam umfassend Literatur ausgewertet, um die positiven und negativen Effekte der Digitalisierung auf den Verbrauch von materiellen und ökologischen Ressourcen abzuschätzen. „Die Digitalisierung bewirkt einen enormen Ressourcenbedarf, auch wenn sich dieser noch nicht exakt beziffern lässt. Weitere Forschung ist dringend notwendig“, erklärt Franziska Wolff, Leiterin des Bereichs Umweltrecht & Governance. „Die Politik kann aber Rahmenbedingungen für eine ressourcenschonende Digitalisierung und ökologische Innovationen setzen. Dazu bedarf es beispielsweise Vorschriften zu reparaturfreundlichen und langlebigen Elektronikprodukten und Regelungen, die nachhaltigen Anwendungen und Geschäftsmodellen zur Durchsetzung verhelfen.“

Darüber hinaus betrachtete das Öko-Institut systematisch soziale Effekte ambitionierter Umweltpolitik und Optionen, mögliche negative Effekte zu mildern. „Während Wirtschaft und Gesellschaft von einer intakten Umwelt insgesamt profitieren, stehen manche Produktions- und Konsummuster vor einem tiefgreifenden Wandel. Von ihnen abhängige Bevölkerungsgruppen sollten bei diesem Wandel unterstützt werden“, so die Bereichsleiterin. „Auf EU-Ebene bietet sich insbesondere an, die Finanzmittel der Strukturfonds konsequent auf nachhaltige Transformationsprozesse auszurichten.“

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartnerin am Öko-Institut
Franziska Wolff
Umweltrecht & Governance
Büro Berlin
Tel.: +49 30 405085-371
Fax: +49 30 405085-388
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