Ausgabe: März 2020, Unser Essen – eine Gefahr? – Nachhaltigkeit bei Ernährung und Landwirtschaft


Einblick

Geht das eigentlich …das Klima beim Abendbrot schützen?

Man muss nicht darben. Denn ohne großen Aufwand lassen sich ein paar Kilo CO2 einsparen. Das Problem: Im Jahr 2050 wird mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft stammen. Knapp die Hälfte der Emissionen gehen unmittelbar auf Tierhaltung zurück. Allein die Verdauung der Wiederkäuer, bei uns vor allem Kühe und Rinder, machte im Jahr 2016 mehr als ein Drittel aller landwirtschaftlichen Emissionen aus. Die Produktion von Fleisch und Milch benötigt drei bis sieben Mal so viel Fläche wie eine pflanzliche Ernährung.

Wir schützen daher das Klima, wenn wir mehr pflanzliche statt tierischer Lebensmittel essen. Und wenn wir bei Obst und Gemüse auf „bio“ setzen, dann können wir im Schnitt bei gleicher Menge zusätzlich ein Drittel Treibhausgase sparen. Auf Flugobst und Gemüse aus dem Treibhaus sollte man ebenfalls verzichten. Neben Fleisch sind auch Milchprodukte sehr CO2-intensiv in der Herstellung: Je fetter der Käse, desto klimaschädlicher. Die Herstellung von Butter ist besonders aufwendig und energieintensiv. Hinzu kommen Verpackung, Transport und energieintensive Kühlketten. Wie wäre es also heute mal mit Karottensalat, Brot und Gemüseaufstrich zum Abendbrot?

Mehr dazu im Schwerpunkt dieses Heftes und im Blog unter: https://blog.oeko.de/ernaehrung-und-landwirtschaft/

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartnerin am Öko-Institut
Kirsten Wiegmann
Energie & Klimaschutz
Büro Darmstadt
Tel.: +49 6151 8191-137
Fax: +49 6151 8191-133
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