Ausgabe: Mai 2020, Ohne Plastik leben – aber wie? – Weniger Kunststoffe konsumieren, mehr recyceln


Einblick

Geht das eigentlich …mit Atomstrom das Klima retten?

Theoretisch ja, praktisch: nein. Atomkraft ist zwar CO2-arm, deckt aber weltweit nur rund zehn Prozent der Brutto-Stromerzeugung ab und damit rund fünf Prozent des Primärenergieverbrauchs. Wollte man nun „aus Klimaschutzgründen“ den Anteil des Atomstroms deutlich erhöhen, dann könnte man zum einen die heutigen Reaktoren weiterlaufen lassen, was aber aus Altersgründen gefährlich wäre. Auf jeden Fall bräuchte man einen massiven weltweiten Ausbau von Atomkraftwerken. Allerdings würden sich damit die mit der Kernenergie verbundenen Probleme vervielfachen: die Gefahr schwerer Unfälle, der weitere Anfall hochradioaktiver Abfälle und die Gefahr einer Nutzung ziviler Anlagen oder Materialien für Kernwaffenprogramme. Schließlich ist der Bau neuer Atomkraftwerke heute sehr teuer. Auch aus ökonomischer Sicht ist Atomkraft daher keine gute Lösung zum Klimaschutz.

Zum 34. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 2020 hat das Öko-Institut die Blog-Reihe #FaktencheckAtomkraft gestartet. In den vergangenen Monaten sind in der öffentlichen Diskussion und in den Medien öfter Argumente zu lesen und zu hören, die für die totgeglaubte Atomkraft wieder eine Zukunft sehen. Wir überprüfen die Argumente und unterziehen sie einem wissenschaftlichen #FaktencheckAtomkraft: blog.oeko.de/kategorie/faktencheck-atomkraft/

 

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