Ausgabe: Februar 2017, Lärm – Auswirkungen und Schutz


Arbeit / Aktuell

Risiken und Nebenwirkungen

Bewusster Umgang mit Arzneimitteln

Wer eine Schmerztablette oder ein Schmerzgel kauft, denkt meist nicht daran, dass er damit der Umwelt schaden könnte. Doch Rückstände von Arzneimitteln finden sich hierzulande in fast allen Oberflächengewässern, mitunter sogar im Trinkwasser. „Sie gelangen über eine falsche Entsorgung, vor allem aber durch die Ausscheidung über den Urin dorthin“, so Susanne Moritz vom Öko-Institut, „eine direkte Gefährdung für den Menschen konnte bisher nicht nachgewiesen werden, aquatische Lebewesen wie Fische sind aber gefährdet.“ Wie können die Einträge reduziert werden? Gemeinsam mit dem ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung widmet sich das Öko-Institut für das Umweltbundesamt einer Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung von Apothekern. „Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Beratung von Kunden und können hier wiederum viel zur Bewusstseinsbildung beitragen“, so die Wissenschaftlerin. Im Projekt „Die Apotheke als zentraler Ort für den (umwelt-)bewussten Umgang mit Arzneimitteln“ analysieren die Wissenschaftler bis Frühjahr 2019, wie das Wissen über Arzneimitteleinträge und eine entsprechende Kommunikationsfähigkeit in die pharmazeutische Aus- und Fortbildung eingebunden werden können. Sie entwickeln, erproben und evaluieren dafür unter anderem Ausbildungsmaterialien und konzipieren eine multimediale Lernplattform.

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Ansprechpartner und -partnerin am Öko-Institut

Markus Blepp
Senior Researcher im Institutsbereich Produkte & Stoffströme

Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg

Tel.: +49 761 45295-223

m.blepp--at--oeko.de

Susanne Moritz
Wissenschaftliche Assistentin im Institutsbereich Produkte & Stoffströme

Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg

Tel.: +49 761 45295-223

s.moritz--at--oeko.de

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