Ausgabe: Dezember 2017, Endlagerung – Die ersten Schritte


Arbeit / Rückblick

Reichen die Rohstoffe?

Bedarf der Elektromobilität

In der Diskussion über Elektromobilität spielt auch ihr Rohstoffbedarf eine zentrale Rolle – und die Frage, wie er gedeckt werden kann.

„Selbst wenn die Zahl von Elektrofahrzeugen bis 2050 hierzulande und global deutlich steigt, kann die damit zusammenhängende Rohstoffnachfrage gedeckt werden“, sagt dazu Rohstoffexpertin Stefanie Degreif. In der Analyse „Strategien für die nachhaltige Rohstoffversorgung der Elektromobilität. Synthesepapier zum Rohstoffbedarf für Batterien und Brennstoffzellen“ für Agora Verkehrswende verdeutlicht das Öko-Institut, dass die weltweiten Rohstoffvorkommen etwa an Lithium, Kobalt und Platin den erwarteten Bedarf deutlich übersteigen. „Trotzdem sind temporäre Verknappungen oder Preissteigerungen bei einzelnen Rohstoffen nicht auszuschließen“, erklärt die Wissenschaftlerin vom Öko-Institut. Nach den Berechnungen des Öko-Instituts wird sich der globale Bedarf an Schlüsselrohstoffen für die Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität um ein Vielfaches erhöhen: So wird etwa die Nachfrage nach Lithium, das für die Lithium-Ionen-Batterien genutzt wird, von unter 10.000 Tonnen im Jahr 2015 auf knapp 500.000 Tonnen bis 2050 steigen. Wichtig sind daher nicht nur politische Maßnahmen zur Rohstoffsicherung und die Gewährleistung von größtmöglichen Umwelt- und Sozialstandards bei der Rohstoffförderung, sondern auch die Nutzung von Recyclingmaterial. „Lithium etwa wird in Europa bislang kaum recycelt, das muss sich dringend ändern“, so Degreif.

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Ansprechpartner am Öko-Institut

Dr. Matthias Buchert
Bereichsleiter
Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt

Tel.: +49 6151 8191-147

m.buchert--at--oeko.de

Stefanie Degreif
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt

Tel.: +49 6151 8191-125

s.degreif--at--oeko.de

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