Ausgabe: Dezember 2017, Endlagerung – Die ersten Schritte


Einblick

Geht das eigentlich …

dass die Energiewende für Privathaushalte ein Gewinn wird?

Ja, das geht tatsächlich und kann durch die Politik, durch die Energieversorger, aber auch durch die Verbraucherinnen und Verbraucher selbst erreicht werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, regelt, wie viel Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz gelangt und wie dieser gefördert wird. Die EEG-Umlage deckt dabei die Differenz aus dem aktuellen Börsenstrompreis und den festgelegten, höheren Vergütungssätzen für Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Sie wird auf den Endverbraucher umgelegt. Doch sind viele Großverbraucher in der Industrie durch Ausnahmen von der EEG-Umlage befreit – deshalb tragen die privaten Haushalte einen Großteil der Kosten. Würde der Gesetzgeber die Ausnahmen für industrielle Abnehmer einschränken, könnte dies die Privathaushalte deutlich entlasten. Zudem: Je größer der Anteil regenerativer Quellen in der Stromproduktion ist, desto stärker sinkt der Großhandelspreis. Die niedrigeren Preise sollten die Energieversorger an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben.

Im Rahmen der Energiewende fördert der Gesetzgeber auch eine Vielzahl an Energieeinspar- und Energieeffizienzmaßnahmen etwa an Gebäuden und Geräten. Dazu gehören Förderprogramme für die energetische Sanierung von Wohnraum ebenso wie für Optimierung und Austausch alter Heizkessel. Verbraucherinformationen zu effizienten Geräten wie auf der Internetplattform EcoTopTen oder aber Energiesparberatungen zeigen konkret, wo die größten Einsparmöglichkeiten in den eigenen vier Wänden liegen. Setzen private Haushalte solche und andere Maßnahmen konsequent um, können sie viel Geld sparen und gleichzeitig zur Energiewende beitragen.

 

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartnerin am Öko-Institut

Dr. Johanna Cludius
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Energie & Klimaschutz

Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel. +49 30 405085-375
E-Mail: j.cludius--at--oeko.de

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