Ausgabe: Dezember 2018, Die soziale Seite der Energiewende


Arbeit / Aktuell

Ohne Plastik leben - Spendenprojekt 2018

Unterstützen Sie uns!

Es hält unsere Lebensmittel frisch und unsere Kleidung knitterfrei, macht unseren Alltag bequem und Produkte erschwinglich: Plastik scheint ein Alleskönner zu sein. Doch: Plastik ist für unsere Umwelt auch ein schwerwiegendes und inzwischen unübersehbares Problem. „Die negativen Auswirkungen seiner Nutzung zeigen sich an Plastikmüll in den Ozeanen und verendeten Tieren ebenso wie an Mikroplastik in Nahrungsmitteln“, sagt Andreas Köhler, Senior Researcher am Öko-Institut. Viele Menschen wünschen sich Veränderungen, doch selbst für ökologisch verantwortungsbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher ist Plastik kaum zu vermeiden. „Gleichzeitig konnte das Kunststoffrecycling das Plastikmüllproblem nicht lösen, sondern hat es nur verlagert – das hat der Importstopp gezeigt, den China Anfang des Jahres auf vorsortierte Kunststoffabfälle aus Europa verhängt hat“, betont der Wissenschaftler.

Das aktuelle Spendenprojekt „Ohne Plastik leben – aber wie!?“ des Öko-Instituts stellt daher die Frage: Können wir radikal auf Kunststoffe verzichten? „Wir betrachten in unterschiedlichen Szenarien, was eine konsequente Einschränkung der Kunststoffnutzung mit sich bringt. So analysieren wir, was ein radikaler Verzicht auf Plastik für unsere Lebensweise bedeuten würde, aber auch, wie sich ein schrittweiser Ersatz auswirkt“, so Köhler. „Dabei betrachten wir ökologische ebenso wie soziale und ökonomische Vor- und Nachteile.“ Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen neben den Konsequenzen eines Verzichts auch die Gründe für die Kunststoffnutzung und beleuchten mögliche alternative Materialien. Aussichtsreiche Lösungsstrategien diskutieren sie zudem mit gesellschaftlichen Gruppen.

Ziel des Projektes ist es nicht nur, ein differenziertes Bild möglicher Veränderungen und Handlungsspielräume zu entwerfen. Sondern auch, Sinnhaftigkeit und Praktikabilität fundiert gegeneinander abzuwägen. „Darüber hinaus bewerten wir so genannte grün-grüne Zielkonflikte zwischen unterschiedlichen Umweltaspekten – etwa mit Blick auf das Transportgewicht von Plastik vs. Glas“, sagt der Senior Researcher.

Sie wünschen sich auch eine Antwort auf die Frage, ob und wie wir ohne Plastik leben können? Dann unterstützen Sie unser Spendenprojekt 2018!

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartner am Öko-Institut
Dr. Andreas Köhler
Produkte & Stoffströme
Geschäftsstelle Freiburg
Tel.: +49 761 45295-283
Fax: +49 761 45295-288
E-Mail schreiben
Weitere Informationen des Öko-Instituts

Weitere Artikel aus der Rubrik


Auf Spurensuche

Arzneimittelwirkstoffe in Gewässern

Die Plastikverschmutzung in Gewässern ist in aller Munde. Aber was ist mit anderen Stoffen, die Spuren hinterlassen, wie etwa... mehr

Auf Spurensuche

Reicht’s fürs Klima?

Energie- und Klimapläne in der EU

Alle EU-Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2018 Entwürfe für nationale Energie- und Klimapläne bei der EU-Kommission vorlegen.... mehr

Reicht’s fürs Klima?

Lehrstoff Europäischer Emissionshandel

Voneinander lernen für den Klimaschutz

Mit einem marktwirtschaftlichen Instrument das Klima schützen. Das steckt hinter dem Gedanken des Europäischen... mehr

Lehrstoff Europäischer Emissionshandel

Ein Modell für die Zukunft?

Stromsparen attraktiv machen

Für eine erfolgreiche Energiewende braucht es den Ausbau erneuerbarer Energien ebenso wie eine erhöhte Energieeffizienz.... mehr

Ein Modell für die Zukunft?

Ältere Ausgaben