Ausgabe: Dezember 2018, Die soziale Seite der Energiewende


Arbeit / Rückblick

Nachhaltige Aquakultur

Ökologisch vertretbares Wachstumspotenzial

Etwa 80 Prozent des hierzulande verzehrten Fisches wird aus aller Welt importiert; 18 Prozent stammen von der deutschen Hochseefischereifangflotte, nur etwa 2 Prozent aus heimischer Aquakultur. „Die Deutschen essen vor allem Seefisch – Lachs, Alaska-Seelachs und Hering“, sagt Florian Antony vom Öko-Institut, „wünschenswert wäre es, mehr Fisch aus heimischer Aquakultur zu verzehren.“

In der eigenfinanzierten Studie „Politik für eine Nachhaltige Aquakultur 2050“ hat das Öko-Institut gezeigt: Mit Blick auf die Fischzucht in Aquakultur besteht ein ökologisch vertretbares Wachstumspotenzial. „Von 2012 bis 2016 wurden hierzulande jährlich etwa 20.000 Tonnen Fisch in Aquakultur aufgezogen“, so der Wissenschaftler aus dem Bereich Produkte & Stoffströme, „diese Eigenversorgung könnte gesteigert werden.“ Wichtig sei dabei unter anderem, möglichst Binnen-Aquakulturen an Flüssen, Seen und Teichen zu betreiben sowie diese konsequent nachhaltig zu betreiben – insbesondere mit Blick auf die Verwendung von nachhaltig produziertem Fischfutter.

Darüber hinaus haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Zuge des Projektes das Modell AMOUNT (Aquakultur Monitoring Umwelt und Nachhaltigkeit) entwickelt, das aktuelle und zukünftige Entwicklungen des Aquakultursektors abbilden kann.

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartner am Öko-Institut
Florian Antony
Produkte & Stoffströme
Geschäftsstelle Freiburg
Tel.: +49 761 45295-260
Fax: +49 761 45295-288
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