Ausgabe: September 2017, Alles geregelt? – Regulierung von Nanomaterialien und anderen Chemikalien


Arbeit / Rückblick

Lohnt sich ein Elektroauto für Umwelt und Nutzer?

Zwei neue Tools des Öko-Instituts

Welche Vorteile hat ein Elektroauto für die Umwelt und was bedeutet das für das eigene Bankkonto – für private ebenso wie für gewerbliche Nutzer? Diese Fragen können Interessierte nun selbst beantworten – durch zwei neue Tools, die von Wissenschaftlern des Öko-Instituts entwickelt wurden. So wurde im Rahmen des vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts „ePowered Fleets Hamburg“ ein Flotten-Tool erarbeitet, mit dem Unternehmen ermitteln können, welche Vorteile die Optimierung ihres Fuhrparks haben kann. „In diesem Forschungsprojekt begleiten wir über mehrere Jahre wissenschaftlich den Praxiseinsatz von knapp 500 Elektrofahrzeugen in mehr als 230 Hamburger Unternehmen“, sagt Lukas Minnich aus dem Bereich Ressourcen & Mobilität, „mit dem Online-Tool können Betriebe selbst ermitteln, welche Auswirkungen der Einstieg in Elektromobilität auf CO2-Bilanz und Gesamtkosten hat.“ Wichtig sei, dass die Unternehmen ihren Fuhrpark effizient und bedarfsgerecht planen und bei einer Umstellung auch alternative Mobilitätsangebote wie Carsharing oder den öffentlichen Verkehr berücksichtigen.

Wie sich die Umstellung auf ein Elektrofahrzeug auf private Haushalte auswirkt, können Nutzer zudem mit einem weiteren Onlinerechner ermitteln, der im Auftrag des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) entwickelt wurde. „Mit dem Tool können sie die Gesamtkosten von Kauf über Nutzung bis Verkauf berechnen und diese sowie die CO2-Bilanz mit konventionellen Fahrzeugen vergleichen“, erklärt der Wissenschaftler vom Öko-Institut, „dabei sind individuelle Anpassungen, etwa der Art des Strombezugs oder der jährlich gefahrenen Kilometer, möglich.“ Eine ebenfalls online verfügbare Beispielrechnung zeigt zudem die Potenziale der Elektromobilität: So kann ein elektrischer Kleinwagen, der acht Jahre lang für Fahrten in der Stadt genutzt wird, in diesem Zeitraum rund 2.500 Euro und etwa sieben Tonnen CO2 im Vergleich zu einem konventionellen Kleinwagen einsparen. „Beim derzeitigen Strommix verursacht das Elektrofahrzeug aus diesem Beispiel zwar in der Produktion circa drei Tonnen CO2 mehr als der Benziner. Aber während der achtjährigen Nutzung spart es etwa zehn Tonnen CO2 ein.“

Die Tools stehen unter emob-flottenrechner.oeko.de bzw. emob-kostenrechner.oeko.de kostenfrei zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartner am Öko-Institut

Zum Thema Elektromobilität in Unternehmen

Florian Hacker
Stellvertretender Bereichsleiter
Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel.: +49 30 405085-373

f.hacker--at--oeko.de

Lukas Minnich
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel.: +49 30 405085-312

l.minnich--at--oeko.de

Zum Thema Online-Kostenrechner Elektromobilität

Sven Kühnel
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel.: +49 30 405085-309

s.kuehnel--at--oeko.de

Lukas Minnich
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ressourcen & Mobilität

Öko-Institut e.V., Büro Berlin

Tel.: +49 30 405085-312

l.minnich--at--oeko.de

Weitere Informationen (auf externen Websites)

Zum Thema Elektromobilität in Unternehmen

Projektwebsite „ePowered Fleets Hamburg“

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