Ausgabe: März 2021, 50 Millionen bis 2030 – Wie gelingt die Wärmewende?


Arbeit / Rückblick

Digital, regional, nachhaltig

Menschen vernetzen, Lebensmittel bestellen oder individuelle Mobilitätslösungen – all dies ist heute über digitale Plattformen möglich. Hiermit sind mit Blick auf inklusives Wachstum und nachhaltige Entwicklung eine Reihe von Chancen, aber auch Risiken verbunden. Im Bereich Ernährung gibt es etwa inzwischen eine Fülle an Plattformen, die sich der Lebensmittelverschwendung annehmen – so durch den Verkauf von nicht-normgerechtem Obst oder übrig gebliebenen Speisen. „Aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht bieten sich ebenso Chancen, wenn Plattformen den Absatz von regionalen Produkten zu fairen Preisen für die Erzeugerinnen und Erzeuger fördern“, sagt Cara-Sophie-Scherf, Senior Researcher im Bereich Umweltrecht & Governance. Im Bereich Mobilität hat sich wiederum gezeigt, dass die Nachhaltigkeit stark von der angebotenen Mobilitätsdienstleistung selbst abhängt. So macht es etwa einen Unterschied, inwiefern die Plattformen auf den ÖPNV oder Elektromobilität setzen.

Im Rahmen des Projektes „regGEM:digital“ hat das Öko-Institut gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart (IAT) analysiert, inwiefern regionale digitale Plattformen einen Beitrag zur Mobilitäts- und Ernährungswende leisten können. „Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll unter anderem die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltiger regionaler Plattformen gestärkt werden.“

Weitere Informationen zum Artikel
Ansprechpartnerin am Öko-Institut
Cara-Sophie Scherf
Umweltrecht & Governance
Büro Darmstadt
Tel.: +49 6151 8191-105
Fax: +49 6151 8191-133
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