Ausgabe: Juni 2017, 40 Jahre Öko-Institut – Die Sonderausgabe zum 40. Jubiläum


Ausblick

Wichtige Entwicklungen für unsere Zukunft

Digitalisierung, Autonomes Fahren, Erneuerbare Energien

Die Welt wird sich verändern in den nächsten Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten. Manche Entwicklungen können wir schon heute absehen, manche werden uns überraschen, manch erwartetes Ereignis wird aber vielleicht auch nicht oder anders eintreten als wir das heute denken. Drei Beispiele zeigen, wie sich unser Alltag in Zukunft weiter verändern kann.

Digitalisierung

Sie hat schon heute unsere Welt auf den Kopf gestellt: die Digitalisierung. Vor nicht allzu langer Zeit in kaum einem Haushalt vorhanden, können wir uns heute ein Leben ohne Computer und Smartphone kaum noch vorstellen. Egal, ob es um die Archivierung der Urlaubsbilder, die Kommunikation mit unseren Freunden oder das Bezahlen eines U-Bahn-Tickets geht. Diese Entwicklung ist unter anderem eng mit negativen Konsequenzen für Mensch und Umwelt verbunden – so mit Blick auf den Abbau der erforderlichen Rohstoffe und mangelhaftes Recycling. Informations- und Kommunikationstechnolo-

gien (IKT) müssen länger genutzt werden, um diese Auswirkungen zu begrenzen. Aber auch Fragen der Datensicherheit und soziale Aspekte spielen beim Thema Digitalisierung eine zentrale Rolle: Werden sich die Menschen zunehmend voneinander entfremden oder werden wir uns mit Hilfe der digitalen Medien stärker miteinander vernetzen, lokal und international? Und wie kann die Digitalisierung zur Einsparung von Energie, Rohstoffen und zu mehr Umweltschutz führen?

Digitalisierung und Umwelt – ein wichtiges Thema für das Öko-Institut, bei dem Strategien für eine nachhaltige IKT-Politik entwickelt werden.

Autonomes Fahren

Gerade noch von vielen als versponnene Zukunftsphantasie verlacht, macht sich das autonome Fahren auf den Weg, eine greifbare Mobilitätsvision zu werden. Das autonome Fahren bietet eine große Zahl von Optionen für ein nachhaltiges und komfortables Leben – sei es mit Blick auf eine Zunahme von Carsharing und den Rückbau von Parkplätzen in der Stadt oder auch in Hinsicht auf eine bessere Anbindung des ländlichen Raums sowie eine höhere Effizienz des Verkehrs. Allerdings könnte autonomes Fahren auch zu einer Zunahme des Verkehrs und der Emissionen führen.Werden wir in wenigen Jahren oder Jahrzehnten tatsächlich nicht mehr selbst lenken? Welcher regulatorische Rahmen ist notwendig, damit mögliche Potenziale des autonomen Fahrens für mehr Nachhaltigkeit genutzt werden?

Mit den Auswirkungen des autonomen Fahrens auf die Zukunft der Mobilität beschäftigt sich der Bereich Ressourcen & Mobilität des Öko-Instituts.

Erneuerbare Energien

Wir können nicht genug von ihnen bekommen: Sonne und Wind. Kurz gesagt: erneuerbaren Energien. Wir wünschen uns eine Energieversorgung, die vollständig auf ihnen basiert. Wie wird das gelingen? Welche Anforderungen stellt der Ausbau von Sonne, Wind & Co. an die Gestaltung des Energiemarktes und das Agieren seiner Teilnehmer? Wie werden Energienutzung und -speicherung koordiniert? Diese und weitere Fragen müssen beantwortet werden. Nicht nur mit Blick auf Deutschland, sondern auch in Hinsicht auf einen europäischen Strommarkt.

Das Öko-Institut beschäftigt sich in unterschiedlichen Projekten mit erneuerbaren Energien. Ihre Potenziale bestmöglich zu unterstützen ist ein zentrales Anliegen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Institutsbereichen.

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