Rückblick auf die Berliner Energietage

08.05.2017
Energiewende, Emissionshandel, Kohleausstieg

Emissionshandel, Energiewende, Kohleausstieg – das Öko-Institut war auch in diesem Jahr mit verschiedenen Beiträgen auf den Berliner Energietagen vertreten.

Zukunft des europäischen Emissionshandelssystems

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion lud das Öko-Institut Fachleute ein, um über Stand und Zukunft des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) zu diskutieren. Im Zentrum der Debatte standen die Fragen, wie der Überschuss der Emissionsberechtigungen abgebaut werden kann und welche Wirkung die Maßnahmen auf nationaler Ebene zusätzlich zum ETS entfalten können. Auch Erfahrungen mit Emissionshandel und CO2-Bepreisung in anderen Ländern der Welt wurden diskutiert.

Dabei kam die von Dr. Katja Schumacher moderierte Diskussionsrunde unter Beteiligung von Angelika Smuda vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Christoph Kühleis von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt), Dr. Constanze Haug vom International Carbon Action Partnership (ICAP) und Dr. Felix Chr. Matthes vom Öko-Institut zu dem Ergebnis, dass die Bedeutung von Emissionshandelssystemen weltweit deutlich zu nimmt.

Dafür spricht auch die Einführung des größten nationalen Emissionshandelssystems in China zum Ende des Jahres 2017. Für alle Beteiligten ist auch das europäische Emissionshandelssystem weiterhin eines der zentralen klimapolitischen Instrumente in Europa. Um seine zentralen Funktionen zu erfüllen – nämlich Anreize für effizientere Produktion und Investitionen in emissionsarme Technologien zu setzen – müssen Wege gefunden werden, trotz Überschüsse, ein klares Preissignal zu erzeugen. Dafür wurde der derzeitige Stand der Reformdiskussionen auf Ebene der EU-Institutionen (Europäisches Parlament, Umweltrat und EU-Kommission) aus den verschiedenen Perspektiven der Vortragenden kritisch beleuchtet und Vorschläge diskutiert, wie langfristig eine Integrität des Policy Mixes sichergestellt werden kann.    

Die Präsentationen zu den Vorträgen sind zum Download verfügbar:

Der EU ETS vor der strukturellen Reform.

Angelika Smuda, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Zur Mitte der dritten Phase des EU ETS. Aktuelles aus der DEHSt.
Christoph Kühleis, Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt

Aktuelle Entwicklungen bei Emissionshandel und Carbon Pricing weltweit.
Constanze Haug, International Carbon Action Partnership

Sind komplementäre Maßnahmen zum EU ETS wirklich nur Nullsummenspiele?
Dr. Felix Chr. Matthes, Öko-Institut e.V.

Energiewende sozial gestalten

Auf Einladung von co2online diskutierten die Energie- und Klimaschutzexpertinnen Dr. Katja Schumacher und Dr. Johanna Cludius die Frage, wie alle Bürgerinnen und Bürger in eine erfolgreiche Energiewende einbezogen werden können.

Verteilungswirkungen von Instrumenten der Energiewende in privaten Haushalten
Dr. Katja Schumacher und Dr. Johanna Cludius, Öko-Institut e.V.

Kohleausstieg: Konsequenzen und Klimaschutzziele

Auf der vom WWF organisierten Veranstaltung „Aspekte des Kohleausstiegs in Deutschland“ sprachen Charlotte Loreck und Hauke Hermann, Experten für Energie- und Klimaschutz am Öko-Institut, über die Bedeutung der Klimaschutzziele für die Stromerzeugung und die Konsequenzen für die Braunkohle in Deutschland.

Die Braunkohle-Perspektive: Was bedeutet der Kohleausstieg für die Braunkohle?
Hauke Hermann, Öko-Institut e.V.