Braunkohleabbau in Garzweiler für den Klimaschutz begrenzen

24.03.2015

Zwischen 1,4 und 2,5 Milliarden Tonnen Braunkohle dürfen im Rheinischen Revier nicht gefördert und verstromt werden, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen will. Das ist das Ergebnis eines vom NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beim Öko-Institut e.V. in Auftrag gegebenen Gutachtens, das heute vor der Landespressekonferenz in Düsseldorf vorgestellt wurde.typo3/

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am 28. März 2014 angekündigt, bis 2015 eine neue Leitentscheidung zur Braunkohlenpolitik vorzulegen und dabei die zukünftige Tagebaufläche zu verkleinern. Vor diesem Hintergrund wurde das Öko-Institut vom BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen beauftragt, zu analysieren, inwiefern bestehende Tagebaue verkleinert werden müssen.

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen in Deutschland sektorübergreifend bis 2020 um 40 Prozent zu senken und eine Reduktion von 80-95 Prozent bis 2050 gegenüber 1990 zu erreichen. Der nordrhein-westfälische Landtag hat im Januar 2013 das erste deutsche Klimaschutzgesetz mit gesetzlich festgeschriebenen Klimaschutzzielen verabschiedet. Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen soll danach bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden.

Die Studie zeigt, welche konkreten Abbaugrenzen für den Tagebau Garzweiler sich aus diesen klimapolitischen Zielen ergeben. Sie zeigt, dass der Tagebau deutlich verkleinert werden muss, um die Ziele erreichen zu können.

Studie "Braunkohleausstieg NRW: Welche Abbaumengen sind energiewirtschaftlich notwendig und klimapolitisch möglich?"

Ansprechpartner:

 

Dr. Dierk Bauknecht
Senior Researcher im Institutsbereich
Energie & Klima
Öko-Institut, Geschäftsstelle Freiburg
Telefon: +49 761 45295-230
Email: d.bauknecht--at--oeko.de