Berlin: Ökologische Beschaffung schont Umwelt und Haushalt

05.10.2015

Das Land Berlin kann mit umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen den Haushalt jährlich um 38 Millionen Euro entlasten. Gleichzeitig können die Treibhausgasemissionen durch die ökologische Beschaffung um rund 47 Prozent – von rund 757.000 Tonnen auf 355.000 Tonnen CO2-Äquivalenten – gegenüber der konventionellen Beschaffung sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Öko-Instituts im Rahmen einer Analyse zu Kosten- und Umwelteffekten einer nachhaltigen Beschaffung. Auftraggeber der Studie ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin.

10 von 15 Produktgruppen mit Umwelt- und Kostenvorteil

Die Studie untersuchte die Potenziale von insgesamt 15 Produktgruppen und Dienstleistungen, die von der öffentlichen Hand häufig und in größeren Mengen beschafft werden. Dazu gehören Bürogeräte wie Computer oder Drucker ebenso wie Verbrauchsmaterialien wie Papier oder Reinigungsmittel, aber auch die Sanierung von Gebäuden, die Entsorgung von Gewerbeabfall sowie der Einsatz von Baumaschinen.

Der Vergleich von Kosten und Umweltwirkungen der konventionellen sowie umweltverträglichen Produkte zeigt: Bezogen auf den gesamten Lebenszyklus sind die umweltverträglichen Beschaffungsvarianten in 10 von 15 Fällen günstiger als die konventionelle Anschaffung. Dies gilt für PKWs, Büro- und Straßenbeleuchtung, Bodenbeläge, Gebäude, Multifunktionsgeräte, Computer, Kühl- und Gefriergeräte, Kopierpapier und Reinigungsmittel. Trotz des teilweise höheren Anschaffungspreises werden bei diesen Produktgruppen über die geringeren verbrauchsbedingten Ausgaben insgesamt Kosten eingespart.

Bei den übrigen fünf Produktgruppen wie der Entsorgung von Gewerbeabfall, der Beschaffung von elektrischer Energie, Baumaschinen, Geschirrspülmaschinen und Textilien sind die Anschaffungskosten zwar höher. Dennoch empfiehlt das Öko-Institut auch hier die umweltverträglichen Varianten, weil entweder das Umweltentlastungspotenzial besonders hoch oder der finanzielle Mehraufwand nur gering ist.

 

Die Ergebnisse der Analyse in der Übersicht: