Michael Sailer in Endlagerkommission berufen

11.04.2014

Der Sprecher der Geschäftsführung des Öko-Instituts ist eins der 32 Mitglieder der Kommission zur Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe. Dies hat heute der Bundesrat beschlossen, nachdem schon gestern der Bundestag grünes Licht für die Zusammensetzung hatte.

„Wir begrüßen es sehr, dass mit der Kommission nun endlich die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Stoffe beginnen kann. Denn ihre dauerhafte Entfernung aus der Biosphäre ist eines der dringendsten Probleme im Umgang mit den Hinterlassenschaften der Kernenergienutzung“, betont Michael Sailer. „Nach dem Beschluss des Standortauswahlgesetzes im vergangenen Jahr sind damit die Grundlagen gelegt, die Suche nach einem, wissenschaftlichen Kriterien entsprechenden, Standort zu starten. Wir sind es den jüngeren und zukünftigen Generationen schuldig, dieses Problem, auf das das Öko-Institut seit vielen Jahren hinweist, endlich zu lösen.“

Michael Sailer ist Wissenschaftler, Gutachter und Sachverständiger im kerntechnischen Bereich insbesondere für die Themen nukleare Sicherheit und Entsorgung von radioaktiven Abfällen. Er ist zudem Mitglied in mehreren Beratungsgremien zu Sicherheitsfragen der Kernenergie und der Endlagerung. So arbeitete er unter anderem in der Reaktor-Sicherheitskommission des Bundesumweltministeriums (BMUB), deren Vorsitzender er von 2002 bis 2006 war. Seit Juni 2008 leitet er die Entsorgungskommission, die das BMUB in den Angelegenheiten der nuklearen Entsorgung berät.

Weitere Informationen des Öko-Instituts zum Thema Endlagerung:

Themenüberblick „Entsorgung radioaktiver Abfälle“ des Öko-Instituts

Themenüberblick „Kernfrage Endlagerung“ des Öko-Instituts

„Eine historische Chance“ – Michael Sailer im Interview mit eco@work zum Standortauswahlgesetz in Deutschland

Ansprechpartner

Michael Sailer
Sprecher der Geschäftsführung
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Tel.: +49 30 405085-361
E-Mail