Wissensmanagement in der Endlagerforschung

29.08.2012

Bei der Forschung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle liegen Wissen und Erfahrung aus mehr als 30 Jahren vor. Wie dieses Wissen über einen langen Zeitraum bewahrt und für andere nutzbar gemacht werden kann, hat das Öko-Institut in einem aktuellen Forschungsprojekt untersucht. In Zusammenarbeit mit der intelligent views GmbH bewerteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Wissensmanagementsysteme für die Endlagerforschung und berücksichtigten insbesondere deren Anwendung durch die Nutzer.

Fazit: Die Vielfalt macht‘s

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vorgelegte Untersuchung zeigt, dass Wissensmanagement eine Reihe von Chancen bietet: den langfristigen Kompetenzerhalt bei der Endlagerung innerhalb einer Organisationen ebenso wie die Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen beteiligten Organisationen. Dabei ist es nicht ein einzelnes Instrument, das alle Bedürfnisse abdeckt. Vielmehr können die verschiedenen Tools und Instrumente im Zusammenspiel ihre Ziele des Wissenserhalts und der Kompetenzvermittlung erreichen. Die abgeleiteten Empfehlungen können als "Leitfaden" für die Weiterentwicklung des Wissensmanagements in der Endlagerforschung dienen.

Fallbeispiele – Was hilft beim nachhaltigen Wissensmanagement?

In der Studie arbeiteten die Expertinnen und Experten die hilfreichsten Instrumente für die Weiterentwicklung des Wissensmanagement in der Endlagerforschung heraus. An drei ausgewählten Fallbeispielen, wie dem Aufbau einer Wissenslandkarte, dem System zur Identifizierung neuer Technologiefelder, sowie dem Wissensmanagement in einem Unternehmen der Softwarebranche zeigten sie Möglichkeiten aber auch die Begrenzungen für den nachhaltigen Umgang mit Wissen auf. Dabei spielten sowohl der Umgang mit Dokumenten, Digitalisierung, Recherchen, aber auch die interne Wissenskommunikation, der -transfer und die entsprechende Personalplanung für den künftigen Umgang mit Wissen eine Rolle.

Studie „Wissensmanagement in der Endlagerforschung – Instrumente, Potentiale und Bedarf“ des Öko-Instituts und der intelligent views GmbH

Ansprechpartner und -partnerin am Öko-Institut

Angelika Spieth-Achtnich
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institutsbereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Tel.: +49 6151 8181-155
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Gerhard Schmidt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institutsbereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Tel.: +49 6151 8181-107
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