Gegen den Wegwerfwahn – Nationales Abfallvermeidungsprogramm in Vorbereitung

25.02.2011

Vom Einkaufsführer für abfallarmes Einkaufen über Mehrweggeschirr bei Veranstaltungen bis zur Verpackungssteuer - rund 300 Maßnahmen der öffentlichen Hand aus 20 Ländern haben Öko-Institut e.V. und Wuppertal Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erfasst und dargestellt.

Diese wissenschaftliche Grundlage ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem bundesweiten Abfallvermeidungsprogramm. Anlass dafür gab die neue EU-Abfallrahmenrichtlinie, welche von den Mitgliedsstaaten bis 2013 verlangt, entsprechende Pläne auszuarbeiten.

Die Studie „Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für die Erstellung eines bundesweiten Abfallvermeidungsprogramms“ stellt das Umweltbundesamt hier zum Download bereit

In einem zweiten Schritt erarbeitet nun das Öko-Institut e.V. zusammen mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU), Ökopol, Ressource Abfall und dem Büro für Umweltwissenschaften Berlin für das UBA vertiefende Grundlagen, insbesondere hinsichtlich der Bewertung von Umweltauswirkungen, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit der Abfallvermeidungsmaßnahmen.

Darauf basierend werden konzeptionelle Vorschläge für die inhaltliche Ausgestaltung eines künftigen Abfallvermeidungsprogramms unterbreitet. Dabei ist zu beachten, dass der Erfolg u.a. wesentlich an der Einbindung von Produzenten und Verbrauchern zu messen sein wird. Eine Ressourcen schonende und auf Langlebigkeit sowie Reparaturfähigkeit ausgerichtete Produktion sowie für die Aspekte der Abfallvermeidung und Ressourcenschonung sensibilisierte Konsumenten sind die beste Voraussetzung für weniger Abfall.

Ansprechpartner:

Günter Dehoust
Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutsbereichs Infrastruktur & Unternehmen
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Telefon: +49 (0)40 18039-404
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