Brandenburger Klimaschutzziele sind nur ohne neues Braunkohlekraftwerk erreichbar

12.12.2011

Dies ist das Ergebnis einer Kurzstudie, die das Öko-Institut im Auftrag der klima-allianz-deutschland erstellt hat. Bisher war das Land auf einem guten Weg, seine im Rahmen der Energiestrategie 2020 definierten Emissionsminderungsziele zu erreichen. Die für das Jahr 2020 beschlossene Reduktion in Höhe von 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 hat Brandenburg bereits zehn Jahre früher so gut wie erreicht. Die Chancen stehen gut, die bis zum Jahr 2030 geplante Reduktion von 75 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu erreichen.

Nun ist jedoch der Neubau eines Kohlekraftwerks in Jänschwalde geplant, obwohl Kohlekraftwerke zu den Großemittenten unter den Energieerzeugern gehören. Das Vorhaben widerspricht zudem der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung, die eine massive Reduktion der Treibhausgasemissionen vorsieht und dem Ausbau der Erneuerbaren Energie den Vorrang einräumt.

„Brandenburg braucht statt einem Grundlastkraftwerk eher ein schnell zuschaltbares Kraftwerk, wenn bei Flaute Windkraft ersetzt werden muss“, meint Hauke Hermann, Energieexperte des Öko-Instituts, „und Gaskraftwerke sind da klimaschonender und kostengünstiger.“

Die Studie weist nach, dass zukünftig definitiv keine neuen Braunkohlekraftwerke für eine ausreichende Stromversorgung benötigt werden. Das Öko-Institut empfiehlt, dass das Land Brandenburg in der vorgesehenen „Energiestrategie 2030“ seine bisherigen Emissionsminderungsziele weiter fortschreibt.

Weitere Informationen

Kurzbewertung des Öko-Instituts zur Rolle der Braunkohle in der „Energiestrategie 2030“ des Landes Brandenburg

Ansprechpartner

Hauke Hermann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institutsbereich Energie & Klimaschutz
Öko-Institut e.V. - Büro Berlin
Tel. +49-30/405085-380
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