Mitarbeiter zum Energiesparen motivieren

19.12.2008

Dr. Joachim Lohse begrüßt unternehmensinterne Anreizsysteme

„Ich finde es grundsätzlich lobenswert, wenn Unternehmen sich eigene CO2-Minderungsziele auferlegen. Die Idee, dies mit einem attraktiven Anreizsystem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen zu wollen, ist gut“, sagt Dr. Joachim Lohse, Geschäftsführer des Öko-Instituts. „Die Erfahrungen zeigen, dass das Konzept eines unternehmensinternen Wettbewerbs sehr erfolgreich umgesetzt werden kann.“ Ein aktuelles Beispiel dafür sind die Energy Excellence Awards der Novartis AG, für deren Vergabe Dr. Joachim Lohse zum dritten Mal in die Jury berufen wurde.

Mit den Preisen zeichnet das Pharmaunternehmen weltweit MitarbeiterInnen aus, die mit ihren kreativen Projektideen dazu beitragen, Energie, Treibhausgasemissionen und Kosten im Unternehmen messbar zu reduzieren. Die besten Erfolgsaussichten hatten wieder Projekte, die maximale Einsparungen und eine rasche Amortisierung versprechen. Eine international besetzte Jury aus internen und externen Energie- und Klimaexperten, darunter auch Vertreter von Economic Energy, Singapur, The Climate Group, London und des Federal Institute of Technology, Zürich, hat die 47 Projekte bewertet und kommentiert. In diesem Jahr wurden vier Projekte an Standorten in Indonesien, Österreich, Deutschland und der Schweiz mit den Awards bedacht.

Alle eingereichten Projekte zusammen führten bereits zu Kosteneinsparungen von 16,8 Millionen US-Dollar. Das entspricht rund fünf Prozent der gesamten Energiekosten des Unternehmens. Die jährlichen Energieeinsparungen belaufen sich auf rund 350 Terajoule oder 2,1 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. „Auch nach fünf Jahren zeigt sich also, wie groß die Potenziale zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz sind, die bisher ungenutzt blieben. Es ist erfreulich, dass diese jetzt nicht durch Zwang, sondern durch die Anreiz- und Motivationswirkung des Wettbewerbs verfügbar werden“, wertet Dr. Joachim Lohse.