Teilen und mobil sein
Christiane Weihe
Eine Straßenumgestaltung und ein Mobilitätsnetzwerk in Stuttgart-Rot, ein Einkaufsshuttle und ein Parklet in Geislingen, ein Lastenrad-Sharing und ein sozialer Fahrdienst in Waldburg. Im Reallabor-Projekt MobiQ hat das Öko-Institut gemeinsam mit diesen Kommunen sowie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen-Nürtingen und der Hochschule für Technik Stuttgart diese und weitere Mobilitätsangebote unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft geschaffen und verstetigt. Gefördert wurde dies vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. „Im Mittelpunkt von MobiQ stand die Frage, wie Mobilität gemeinschaftlich nachhaltiger gestaltet und damit die Lebensqualität in der Nachbarschaft erhöht werden kann“, sagt Dr. Manuela Weber, Senior Researcher aus dem Bereich Ressourcen & Mobilität. „Ziel war es dabei, Lösungen zu entwickeln, die der Lebenswelt sowie den Bedürfnissen und alltäglichen Herausforderungen der Menschen entsprechen. Denn dann haben sie eine Chance, auf Dauer angelegt zu sein“, so Projektleiter Lukas Minnich. Die Evaluation der Angebote zeigt aber auch, dass es das Zusammenwirken von Ehrenamt mit der kommunalen Verwaltung braucht.
In der zweiten Förderphase hat das Projektteam zudem einen Seminarbaukasten für die Mobilitätswende vor Ort entwickelt. „Dieser versteht sich als Planungsformat für passgenaue Fortbildungen oder Workshops. Themen- und Inhaltskarten weisen notwendige Umsetzungsschritte zur Mobilitätswende vor Ort auf, Methodenkarten geben Anregung zu kreativen Formaten der Seminargestaltung", so die Wissenschaftlerin. Dies kann und soll auch in Zukunft Initiativen und Engagierten dabei helfen, vielfältige Mobilitätsangebote umzusetzen – für die Menschen und fürs Klima.