Wärmepumpe? Kann ich!
Mandy Schoßig
Wärmepumpen erfahren derzeit einen beachtlichen Aufschwung. Doch da geht noch mehr! Das neue Projekt „Wärmepumpe? Kann ich!“ soll Hausbesitzer*innen dazu befähigen, selbst zu prüfen, ob sich ihr Gebäude für eine Wärmepumpe eignet. „Wir führen einen wissenschaftlich begleiteten Feldtest mit bis zu 200 Hausbesitzenden durch, um zu untersuchen, unter welchen Bedingungen diese zu dieser Prüfung selbst in der Lage sind, indem sie die Vorlauftemperatur ihres Heizkessels in der Heizperiode auf 55°C absenken beziehungsweise welche Unterstützung sie dafür benötigen“, erklärt Senior Researcher Tanja Kenkmann. „Sollte die Eignung noch nicht gegeben sein, sollen sie zudem mit Hilfe geeigneter Tools selbst ermitteln können, wo noch Handlungsbedarf besteht – ob es zum Beispiel ausreicht, Heizkörper auszutauschen, oder ob die Gebäudehülle gedämmt werden muss.“ Wesentliches Ziel ist eine Überprüfung der These, dass eine solche Befähigung der Besitzer*innen ebenso ihre Bereitschaft erhöht, eine Wärmepumpe anzuschaffen. „Auch der Vermutung, dass sich so Effizienz- und Wirtschaftlichkeitseinbußen vermeiden lassen, soll auf den Grund gegangen werden.“ Darüber hinaus will das Projektteam weitere Fragen rund um Wärmepumpen beantworten. So etwa, unter welchen Rahmenbedingungen es sinnvoll und sicher ist, die Heizkurve bei Norm-Außentemperatur auf maximal 55°C Vorlauftemperatur abzusenken.
Das Projekt wird gemeinsam mit co2online (Projektkoordination) und dem ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung durchgeführt sowie im 8. Energieforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Es läuft noch bis Februar 2028.