28. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar

mit Christian Küppers, Öko-Institut e.V.

Datum:
17.10.2018 09:00 Uhr  - 18.10.2018 16:00 Uhr

Details:

Schaffung von neuem Deponieraum, Genehmigungsprozesse, Nachnutzung von Deponien, frei gemessene nicht-radioaktive Abfälle, Entlassung aus der Nachsorge

Kreislaufwirtschaft ohne Deponien als Schadstoffsenken ist immer noch eine Illusion. Es gibt auch in Zukunft Bedarf an Deponieraum für mineralische Abfälle, vor allem für die Deponieklassen DK 0 und DK I zum Ausschleusen nicht mehr verwertbarer, schadstoffbelasteter Abfälle aus dem Stoffkreislauf. Im diesjährigen Seminar werden am Beispiel Thüringens die Entwicklung und der aktuelle Stand der Deponiekapazitäten aufgezeigt. Ein Vertreter vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Stuttgart beleuchtet die Situation für eine speziell für Baden-Württemberg geschaffene DK -0,5 Deponieklasse für unbelasteten Bodenaushub der Zuordnung Z0 gemäß der Verwaltungsvorschrift Bodenverwertung. Über Erfahrungen aus der erfolgreichen Durchführung von Deponieprojekten trotz Widerständen berichtet das Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt GAA Lüneburg anhand von Praxisbeispielen aus Niedersachsen.

Weitere Seminarschwerpunkte bilden zwei Beiträge zur Ablagerung freigemessener, und damit nicht-radioaktiver Abfälle. Dieses in der Öffentlichkeit z.T. stark ablehnend diskutierte Problem ist angesichts der anstehenden und bereits laufenden Rückbauprojekte abgeschalteter Kernkraftwerke ein wichtiges Thema. Wir hoffen mit dieser Auswahl zur Versachlichung und Aufklärung einer breiten Fachöffentlichkeit beizutra-gen. Auch die Nachnutzung von Deponien wird anhand zweier ungewöhnlicher Beispiele aufgegriffen, dem Innovationsstandort :metabolon und der geothermalen Nutzung von Deponien und Altablagerungen.
Immer wieder diskutiert wird die Entlassung von Deponien aus der Nachsorge, dieses Jahr vom Obmann des gleichnamigen Ad-hoc-Ausschusses der LAGA, Herr Falk Fabian. Herr Ole Syllwasschy, Huesker Syn-thetic stellt die kontrovers diskutierte Dauerhaftigkeit von Geokunststoffen vor und deren Auswirkung auf die Entlassung von Deponien aus der Nachsorge. Passend hierzu ist auch der Doppelvortrag des Süddeutschen Kunststoffzentrums zur Restnutzungsdauer von Sickerrohren und Schächten aus PE und diesbezügliche Anforderungen an neue PE-Rohre. Eine breite Palette aktueller Vorträge zu den Themen Untertagedeponie, Endabdichtung, Arbeitsschutz auf Deponien, Bodenmanagement, PFC-haltige Abfälle, Dränage- und Deponiesanierung runden das Gesamtprogramm ab.

Veranstaltungsort:

Gartenhalle
(Kongresszentrum)
Festplatz 9
D-76137 Karlsruhe

Veranstalter:

ICP Ingenieurgesellschaft
Prof. Czurda und Partner mbH

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