Rolle der Bioenergie im Strom- und Wärmemarkt bis 2050 unter Einbeziehung des zukünftigen Gebäudebestandes

Wissenschaftlicher Endbericht

Aus energetischer Sicht ist Biomasse als erneuerbarer Rohstoff ein Alleskönner. Sie kann direkt als Brennstoff (z.B. Holz) oder als Rohstoff für Bioenergieträger (z.B. Biogas, Biodiesel, synthetische Kraftstoffe) in zahlreichen Anwendungen in den Sektoren Verkehr, Strom und Wärme genutzt werden. Zudem sind Biomasse und Biobrennstoffe einfach lagerbar und haben das Potenzial, Schwankungen der fluktuierenden Stromeinspeisung aus Wind- und Photovoltaikanlagen oder der schwankenden Wärmeerzeugung aus Solarthermie auszugleichen.

Allerdings zeigt die in dieser Studie durchgeführte Auswertung von Potenzialstudien, dass heimische Biomasse als Rohstoff für Bioenergie mit maximal 1.550 PJ im Jahr 2050 nur einen geringen Anteil an dem zukünftigen Gesamtenergiebedarf in Deutschland leisten kann. Bioenergie ist damit eine knappe erneuerbare Ressource, die möglichst kostengünstige und energieeffiziente den Energiesektoren eingesetzt werden sollte. Dabei kann Bioenergie insbesondere eine Rolle spielen als flexibel einsetzbarer Energieträger, aber auch als Lückenbüßer in Bereichen, in denen andere erneuerbare Energiequellen schwer einsetzbar sind. Um dies zu erreichen, ist eine Kopplung der Energiesektoren sinnvoll.

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (FKZ 03KB114).