Methodenentwicklung für die ökologische Bewertung der Entsorgung gefährlicher Abfälle unter und über Tage und Anwendung auf ausgewählte Abfälle

Für zahlreiche schadstoffhaltige Sonderabfälle gibt es neben der Verwertung Unter Tage auch Alternativen Ober Tage. In der Praxis werden mehr ökonomische als ökologische Aspekte als Entscheidungsgrundlage für die Wahl des Entsorgungsweges herangezogen. Die traditionelle Ökobilanzmethode zur Bewertung der Umweltauswirkungen verschiedener Abfallverwertungskonzepte kann die wichtigsten Umweltauswirkungen bzw. abfallwirtschaftliche Leistungen in diesem Zusammenhang, die langzeitsichere Ausschleusung von Schadstoffen aus der belebten Umwelt, nicht adäquat abbilden. In dem Forschungsprojekt werden zunächst die Abfälle ausgewählt, die für diese Fragestellung besonders relevant sind: Filterstäube und Aschen aus der Müllverbrennung, Stahlwerksstäube, feste Abfälle und Schlämme aus der Abfallbehandlung. Am Beispiel dieser Abfälle wird zunächst eine klassische Ökobilanz durchgeführt. Diese wird dann durch die neu entwickelte Wirkungskategorie „Langfristige Sicherheit“ in Verbindung mit einer Stoffstromananalyse geprüft, welche Abfallbehandlungs-Methoden diese wichtige Aufgabe der Abfallwirtschaft am besten erfüllt. Anschließend werden die Ergebnisse aus beiden Methoden zusammenfassend bewertet.

Aus den Erkenntnissen der Bewertung der ausgewählten Abfälle wird ein Umsetzungskonzept vorgeschlagen, um die Ergebnisse auch auf andere Abfälle übertragen zu können und die Bewertungsmethode bzw. deren Ergebnisse für Entscheider in Behörden und in der Abfallwirtschaft zugänglich zu machen.