Kostenlose CO2-Zertifikate und CDM/JI im EU-Emissionshandel

Analyse von ausgewählten Branchen und Unternehmen in Deutschland

Die ersten beiden Perioden des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS) waren durch kostenlose Zuteilungen von Emissionsberechtigungen in erheblichem Umfang geprägt.

Da der CO2-Preis im Bereich der Stromerzeugung – betriebswirtschaftlich rational – auf den Strompreis überwälzt wird, konnten die Stromerzeuger umfangreiche Zusatzerträge realisieren, die maßgeblich auch als Ergebnis der kostenlosen Zuteilung von Emissionsberechtigungen entstehen. Unter Berücksichtigung der auch zur Abschöpfung der Zusatzerträge aus dem EU ETS konzipierten Kernbrennstoffsteuer (die ab 2011 eingeführt werden soll) belaufen sich die Zusatzerträge für alle näher analysierten Stromerzeuger in der ersten und zweiten Handelsperiode des EU ETS voraussichtlich auf 39 Mrd. € (ohne Kernbrennstoffsteuer) bzw. rund 34,8 Mrd. € (mit Kernbrennstoffsteuer).