Harmonisierungsbedarf im Rahmen der Administration des EU-Emissionshandels als System der Mehrebenenverwaltung

Das Vorhaben befasste sich mit der Administration des europäischen Emissionshandels. Die Aufgabe war, Vollzugsprobleme zu identifizieren und zu analysieren, die sich im Rahmen der dritten Handelsperiode ergeben haben und einem effektiven, effizienten und EU-weit einheitlichem Vollzug entgegenstehen.

Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Probleme, die sich aus der neuen Aufgabenteilung zwischen EU-Kommission und nationalen Vollzugsbehörden ergeben. Darüber hinaus sollten Handlungsoptionen aufgezeigt werden, die zu einer Verbesserung der Effektivität, Effizienz und Einheitlichkeit des Vollzugs führen können. Hierbei wurde unter anderem geprüft, ob die Einrichtung einer EUEmissionshandelsbehörde sinnvoll ist und welche Vollzugsaufgaben diese übernehmen könnte. Es wurden dabei verwaltungs- und rechtswissenschaftliche Theorieansätze und Methoden eingesetzt.

Im Mittelpunkt der empirischen Untersuchung von Vollzugsproblemen standen Experteninterviews mit Vertretern nationaler und europäischer Akteure des Emissionshandelssystems. Diese Akteure wurden auch nach ihrer Einschätzung hinsichtlich der Vor- und Nachteile einer EU-Emissionshandelsbehörde befragt. Identifizierte Vollzugsprobleme und mögliche Handlungsoptionen wurden einer rechtlichen Bewertung unterzogen.