@TECHREPORT{oei_4203, ota_publtyp = {Bericht}, oei_publtyp = {Studie}, title = {Zukunft Stromsystem}, author = {Matthes, F. and Emele, L. and Hermann, H. and Loreck, C. and Peter, F. and Ziegenhagen, I. and Cook, V.}, year = {2017}, language = {de}, url = {fileadmin/oekodoc/Stromsystem-Kohleausstieg-2035.pdf}, abstract = {Der deutsche Stromsektor ist sowohl energie- als auch klimaschutzpolitisch von herausragender Bedeutung. Der Anteil der Stromsektoremissionen an den gesamten Treibhausgasemissionen (unter Berücksichtigung der Nicht-CO2-Treibhausgase sowie der Emissionen der in Deutschland für den internationalen Verkehr vertankten Treibstoffmengen) beträgt aktuell etwa 37 %, der Stromsektor repräsentiert damit den bei Weitem größten Einzelbeitrag zum Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre. Mit Blick auf die bisher für die Gesamtheit der Treibhausgase beobachtbaren Emissionsminderungen hat der Stromsektor seit 1990 nur einen unterproportionalen Minderungsbeitrag erbracht. Mit den weitgehend stagnierenden Emissionsminderungsbeiträgen des Stromsektors erhöht sich der Handlungsdruck in diesem Sektor. Angesichts der Situation, dass die deutschen Braun- und Steinkohlekraftwerke aktuell knapp 80 % der gesamten CO2-Emissionen des Stromsektors verursachen (48 % Braunkohle- sowie 32 % Steinkohleverstromung), werden Fortschritte bei der CO2-Emissionsminderung im Stromsektor nur erzielt werden können, wenn das Auslaufen der Kohleverstromung mit hoher Priorität adressiert wird. Von großer Relevanz ist dabei auch der Sachverhalt, dass die deutsche Kohlekraftwerksflotte durch sehr hohe Anteile vergleichsweise alter (und refinanzierter) Anlagen mit besonders hohen Emissionswerten geprägt ist, die bis 1990 in Betrieb genommen worden sind (48 % der in Braunkohlekraftwerken und 51 % der in Steinkohlekraftwerken installierten Erzeugungsleistung). Entscheidend ist damit einerseits, welche Pfade für den Abbau und das Auslaufen der Kohleverstromung sinnvoll und notwendig sind, und mit welchen politischen Strategien und Umsetzungsinstrumenten andererseits die entsprechenden Entwicklungen angestoßen werden können. Die Stromerzeugung aus Kohle ist heute neben ihrer Bedeutung für die CO2-Emissionen aber auch wegen ihrer Rolle als immer noch wichtige Säule der Stromversorgung (etwa 40 % der Nettostromerzeugung und ca. 45 % der einlastbaren Kraftwerksleistung) von hoher Relevanz. Im Falle der Braunkohle hat sie darüber hinaus teilweise auch noch eine hohe regionalwirtschaftliche Bedeutung. Dies erfordert ganzheitlich angelegte Strategien und Umsetzungsmaßnahmen. }, keywords = {Energie und Klimaschutz} }