Umweltpolitik im 21. Jahrhundert: Ansätze zur Bewältigung neuartiger Herausforderungen

Die materiellen Herausforderungen für Umweltpolitik haben sich in den letzten Jahren geändert: Während einige Umweltprobleme erfolgreich bekämpft werden konnten, haben sich andere geographisch verlagert und wieder andere verschärft. Neben materiellen Herausforderungen entstehen immer wieder auch gesellschaftliche Herausforderungen für Umweltpolitik, wenn beispielsweise die politische Aufmerksamkeit für Umweltthemen trotz ungelöster Probleme sinkt.

In diesem Zusammenhang betrachtete das vom Umweltbundesamt beauftragte Forschungsprojekt ausgewählte Herausforderungen und Ansatzpunkte von Umweltpolitik. Konkret wurden folgende Fragen untersucht:

  • Dynamiken der Umweltpolitik: Was können wir aus vergangenen Erfolgsbedingungen und Hemmnissen von Umweltpolitik für deren künftige Stärkung lernen?
  • Narrative und Diskurse in der Umweltpolitik: (Wie) Können Narrative und Diskurse strategisch für die Umweltpolitik genutzt werden? Wo liegen die Grenzen hierfür?
  • Ökonomisierung von Umwelt: Welche Chancen und Risiken bergen Praktiken wie die Monetarisierung von Ökosystemleistungen oder die Schaffung von Zertifikatsmärkten? Lassen sich die Risiken durch kluges Instrumentendesign mindern?
  • Konsum und Verantwortung: Wie kann Umweltpolitik mit dem (scheinbaren) Widerspruch zwischen Nachhaltiger Entwicklung und individueller (Konsum-)Freiheit umgehen?
  • Umweltpolitik im entwicklungspolitischen Kontext: Wie kann Umweltpolitik ausgestaltet werden, um einen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung (im Sinne der Agenda 2030) auch in Ländern des Globalen Südens zu leisten?

Ziel des Projektes war es, sich mit diesen Herausforderungen vertieft auseinander zu setzen und strategische Handlungsmöglichkeiten abzuwägen.

Das Öko-Institut hat das Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Umweltpolitik der FU Berlin, der Professur für Sustainability Governance der Universität Freiburg, dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen, dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und der IFOK GmbH durchgeführt.