Gemeinsame Umsetzung der 2030-Agenda / SDGs und des Pariser Abkommens

Im Jahr 2015 wurden mehrere richtungsweisende internationale Politikdokumente verabschiedet. Die 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung definiert 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) von der Hunger- und Armutsbekämpfung über den Klima- und Naturschutz bis hin zu Frieden und Gerechtigkeit. Das Pariser Abkommen verpflichtet erstmals sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer auf Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. Das Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge definiert sieben Zielsetzungen und vier Handlungsprioritäten, um bestehende Vulnerabilitäten gegenüber Katastrophenrisiken zu reduzieren, neue zu verhindern und die Resilienz der Bevölkerung gegenüber natürlichen oder menschengemachten Gefahren zu stärken. Fünf Jahre nach ihrer Verabschiedung stellt sich die Frage, wie eine ambitionierte Umsetzung dieser Prozesse gestärkt werden kann. Ein Ansatz ist, die Synergien und gegenseitigen „Nebennutzen“ (Co-Benefits) zwischen den Politiken besser zu nutzen und die Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Prozessen zu intensivieren.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Vorhaben folgende Ziele:

  • Ermittlung von Synergien zwischen SDG Prozess, Pariser Übereinkommen und Sendai-Rahmenwerk, um die Ziele der Prozesse besser zu erreichen. Hierfür werden erfolgversprechende Co-Benefit-Ansätze, aber auch Herausforderungen ermittelt;
  • Identifizierung von Elementen für „sustainable adaptation pathways“ und die Gestaltung einer transformativen Klimaanpassung, die für die gemeinsame Umsetzung von SDGs und Pariser Abkommen nützlich sein können;
  • Unterstützung der fachlichen Debatte im Vorfeld des High Level Political Forum 2021;
  • Stärkung erfolgversprechender Ansätze für die gemeinsame Umsetzung von SDGs und Pariser Abkommen.

Das Projekt wird vom Umweltbundesamt finanziert und vom Öko-Institut (Projektleitung) gemeinsam mit der Freien Universität Berlin (Forschungszentrum Umweltpolitik, Akademie für Katastrophenforschung) und dem Ecologic Institut bearbeitet.