Erarbeitung zentraler Bausteine eines Konzepts transformativer Umweltpolitik

Die Umweltpolitik hat in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen beträchtliche Erfolge und Fortschritte erzielt. Dennoch reichen diese Bemühungen nicht aus, um das Wirtschaften und Konsumieren dauerhaft innerhalb sicherer ökologischer Grenzen zu gestalten. Globale und systemische Problemlagen wie Klimawandel, Biodiversität, Böden und Landnutzung bleiben ungelöst. Eine Reihe von Analysen und zunehmend auch politischen Akteuren kommen zum Schluss, dass eine weitreichende Transformation von Gesellschaft erforderlich ist.

Was heißt das für Umweltpolitik? Wie kann sie „transformativ“ wirken und stärker als bisher dazu beitragen, über Produkte und Technologien hinaus auch Verhaltensweisen und kulturelle Muster zu ökologisieren? Was genau sind Gestaltungsprinzipien, Aufgabenfelder und Instrumente transformativer Umweltpolitik(en)? Welche Rolle spielen Beteiligungsprozesse und politisches Lernen durch Experimente? Viele dieser Fragen, auch die nach den Legitimationsgrundlagen transformativer Umweltpolitik, sind bislang noch offen.

Im Rahmen des UFOPLAN-Vorhabens wird nun eine Konzeption transformativer Umweltpolitik(en) entwickelt. Dies geschieht auf Grundlage einer Workshop-Reihe in enger Rückkopplung mit Akteuren aus der Umweltverwaltung und der Gesellschaft. Ein praxisorientierter Leitfadens konkretisiert und veranschaulicht die Konzeption. Die fortlaufende Veröffentlichung von Diskussionspapieren und ein dialogorientierter Ansatz sind wesentliche Elemente der Projektbearbeitung.

Das Vorhaben wird von einem Verbund aus Öko-Institut (Projektleitung), Freier Universität Berlin (Forschungszentrum für Umweltpolitik), DRIFT und IFOK durchgeführt.