Analyse und Weiterentwicklung von Klimaschutzmaßnahmen im Seeschiffverkehr unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen auf internationaler und europäischer Ebene

Das Öko-Institut beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, Klimaschutzmaßnahmen im Seeverkehr zu analysieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts haben deshalb zum Weltklimagipfel 2009 in Kopenhagen gefordert, den Seeverkehr in internationale Abkommen einzubeziehen. Sie haben dafür in einer Studie gezeigt, dass durch Effizienzsteigerungen beim Schiffsverkehr die Emissionen um 25 Prozent gesenkt und gleichzeitig Kosten gespart werden könnten.

Auch bei der Ausgestaltung der derzeit geplanten weiteren Schritte auf EU-Ebene hat das Öko-Institut mitgewirkt. Im Auftrag des Umweltbundesamtes und zusammen mit CE Delft und Tim Bäuerle hat es das Forschungsvorhaben „Analyse und Weiterentwicklung von Klimaschutzmaßnahmen im Seeschiffsverkehr unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen auf internationaler und europäischer Ebene“ (FKZ 3711 45 104) erarbeitet und darin verschiedene Fragestellungen analysiert.

Zu den Ergebnissen des Forschungsvorhabens zählt unter anderem ein Diskussionspapier, in dem verschiedene ökonomische Instrumente – zwei verschiedene Kompensations-Fonds, ein Emissionshandelssystem und unterschiedliche steuerliche Regulierungsmaßnahmen nach Effizienz und Effektivität bewertet werden. Nach Ansicht der Wissenschaftler ist ein sorgfältig entworfenes Handelssystem für Treibhausgasemissionsrechte die beste Option für mehr Klimaschutz in der Seeschifffahrt. Darin würden eine Obergrenze für CO2-Emissionen aus dem Schiffsverkehr festgelegt und eine entsprechende Anzahl an Emissionsberechtigungen verkauft. Die Erlöse aus dem Verkauf der CO2-Zertifikate könnten in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden.