Nachwuchsförderung

Das Öko-Institut engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 1977 für die Qualifizierung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Um seine gesellschaftliche Verantwortung auch hier wahrzunehmen, arbeitet es dafür eng mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen.

Dabei steht der Gedanke, Wissen weiterzugeben gleichrangig zur Idee, voneinander zu lernen. Entsprechend unserem Leitbild integrieren wir Studierende interdisziplinär – das heißt aus verschiedenen naturwissenschaftlichen, technischen, ökonomischen sowie sozial- und rechtswissenschaftlichen Studiengängen – in unsere Forschungsarbeit.

Begleitung von Studienarbeiten und Praktika

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Öko-Instituts begleiten regelmäßig Promotions- und Abschlussarbeiten. Dabei liegt das Augenmerk insbesondere auf Studienarbeiten, die die wissenschaftlichen Arbeiten des Öko-Instituts zur Energiewende, zur nachhaltigen Ressourcenpolitik, zur Konsumforschung und in weiteren Themenfeldern ergänzen. Die Forschungsteams vermitteln sowohl methodische Kenntnisse als auch transdisziplinäre Arbeitsweisen an die Studierenden.

Zuletzt wurden unter anderem folgende Arbeiten am Öko-Institut betreut (Auswahl):

  • „Analyse der Erfolgsfaktoren der Einführung und Steigerung des Anteils von Bio-Lebensmitteln in der kommunalen Gemeinschaftsverpflegung“;
  • „SVHC from mixtures: Time trends for problematic substances and their substitutes contaminat-ing surface water“;
  • „Unternehmerische Sorgfaltspflichten in hochkomplexen Wertschöpfungsketten – Human Rights Risk Assessment am Beispiel eines Tablets“;
  • „The Transformation of the German Electricity System. An in-depth analysis of transformation governance in the field of German transmission grid expansion”;
  • „FahrRad: Suffizienz im Mobilitätssektor“

Auch im Rahmen von Pflichtpraktika oder juristischen Referendariaten können Studierende und Absolventen die wissenschaftliche Arbeit am Öko-Institut kennenlernen. Praktikanten und Referendarinnen sammeln im Verlauf der mehrmonatigen Ausbildung Praxiserfahrung in verschiedenen Arbeitsgebieten. Sie werden dabei aktiv in Projekte eingebunden und übernehmen häufig eigene Verantwortung für definierte Forschungsfelder.

Internationale Kopperationen stärken

Dafür arbeitet das Öko-Institut auch international mit Studierenden-Programmen zusammen. Die Betreuung von studentischen Forschungsprojekten und Praktika umfasst dabei die regelmäßige Supervision durch einen oder mehrere Expertinnen und Experten zu einem Schwerpunktthema, den ständigen Austausch in transdisziplinären Teams sowie die Einbindung in die laufende wissenschaftliche Arbeit. So können Studierende ihre Forschungserfahrung in Deutschland vertiefen und ihr Netzwerk vor Ort ausbauen.

So begleiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Öko-Instituts internationale Klimaschutzstipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung, die aus außereuropäischen Entwicklungs- oder Transformationsländern kommen, für ein einjähriges forschungsbasiertes Projekt zur Bekämpfung des Klimawandels. Aktuell betreuen sie eine mexikanische Stipendiatin zum Forschungsthema "Closing the gap to subnational efforts: Wie können Minderungsmaßnahmen auf verschiedenen Regierungsebenen bewertet werden? Deutsche Erfahrungen und Vorschläge für Mexiko". Diese und weitere Kooperationen sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Lehraufträge und Kooperationen mit Universitäten

Die Zusammenarbeit mit universitären Forschungseinrichtungen und -instituten bildet einen weiteren Pfeiler unserer Nachwuchsförderung. Über Lehraufträge und projektbezogene Kooperationen stehen wir in engem wissenschaftlichen Austausch mit den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Zwei Mitarbeiter des Öko-Instituts sind außerplanmäßige Professoren an der Universität Freiburg bzw. der Pädagogischen Hochschule Freiburg und halten dort unentgeltlich Vorlesungen. Auch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öko-Institut lehren regelmäßig an Hochschulen, um die in der Forschungsarbeit gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse dem wissenschaftlichen Nachwuchs auf direktem Wege zu vermitteln.

Auch in seiner regulären wissenschaftlichen Arbeit kooperiert das Öko-Institut mit deutschen und internationalen Universitäten. So veröffentlichen die Expertinnen und Experten des Instituts regelmäßig die Ergebnisse ihrer Projekte in wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern, in Fachserien von Ministerien oder als Einzelberichte.