Das Kuratorium

Der Vorstand des Öko-Instituts wählt das Kuratorium, das sich einmal jährlich trifft und eng mit Vorstand und Geschäftsführung an den langfristigen Aufgaben des Instituts zusammenarbeitet. Die Mitglieder kommen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und den Medien. Sie sorgen dafür, dass das Institut in wissenschaftlich und gesellschaftlich wichtigen Fragen auf der Höhe der Zeit bleibt.

Die Mitglieder des aktuellen Kuratoriums sind:

Prof. Dr. Nina Buchmann
ist seit April 2003 ordentliche Professorin für Graslandwissenschaften am Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Ökophysiologie von Pflanzen und Ökosystemen, die Biogeochemie terrestrischer Ökosysteme, und die Wechselbeziehungen zwischen Biodiversität, Ökosystemfunktionen und nachhaltiger Ressourcennutzung. Sie war Gründungsmitglied der "Jungen Akademie" in Deutschland (2000-2005) und wurde 2007 zum Mitglied in der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina gewählt. Zwischen 2004 und 2008 war sie Beirätin im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Seit 2008 ist Nina Buchmann Mitglied des Landwirtschaftlichen Forschungsrats der Schweiz und Forschungsrätin des Schweizer Nationalfonds (SNF). Homepage

Dr. Susanne Dröge
ist seit 2006 Wissenschaftlerin in der Stiftung Wissenschaft und Politik und leitet dort seit 2009 die Forschungsgruppe Globale Fragen. Susanne Dröge hat Volkswirtschaftslehre in Berlin und Warwick studiert. In den Jahren 1999 bis 2006 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung beschäftigt. Sie koordiniert verschiedene Projekte zur europäischen und internationalen Klimapolitik und arbeitet zu klimapolitischen Instrumenten, Fragen der Umweltgovernance und Nachhaltigkeit.

Dr. Erhard Eppler
ist ehemaliger Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und war Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages sowie Vorsitzender der Grundwerte-Kommission der SPD.

Prof. Dr. Klaus Fricke
wurde 1999 an der TU Braunschweig zum Professor in der Abteilung Abfall- und Ressourcenwirtschaft des Leichtweiß-Institutes berufen. Zudem ist er seit 1997 Lehrbeauftragter für das weiterbildende Studium Bauingenieurwesen – Themenbereich: Biotechnologien in der Abfallwirtschaft – an der Bauhaus Universität Weimar. Auch außeruniversitär engagiert er sich für die Abfallwirtschaft: 2002 wurde er Leiter des Fachausschusses „Internationale Abfallwirtschaft“ beim ANS - Arbeitskreis zur Nutzung von Sekundärrohstoffen und für Klimaschutz e.V. und hat seit 2004 einen Sitz im Beirat der ASA e.V., Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung, inne.

Prof. Dr. Martin Führ
lehrt Verfassungs-, Umwelt- und Technikrecht an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich GS, Studienbereich Sozial- und Kulturwissenschaften. Gemeinsam mit WirtschaftswissenschaftlerInnen, Sozial - und NaturwissenschaftlerInnen und IngenieurInnen hat er die "Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse - sofia" aufgebaut. Er war von 1990 bis 1993 Mitarbeiter und Koordinator des Bereichs Umweltrecht & Governance am Öko-Institut und gehörte von 1993 bis 1997 dem Vorstand, zuletzt als Vorstandssprecher, an. Im Jahr 2008 ernannte ihn die Europäische Kommission zum Mitglied im Verwaltungsrat der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki.

Prof. Dr. Regine Kollek
gehörte von 1985 bis 1987 dem wissenschaftlichen Stab der Enquetekommission „Chancen und Risiken der Gentechnologie“ des Deutschen Bundestages in Bonn an. Sie war von 1987 bis 1988 freiberufliche Mitarbeiterin des Öko-Instituts in Freiburg und dort von 1987 bis 1991 Mitglied des Vorstands. In den Jahren 1988 bis 1995 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung beschäftigt. Seit 1995 ist sie Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin an der Universität Hamburg. Sie gehört seit 2001 dem Nationalen Ethikrat an.

Prof. Dr. Ellen Matthies
ist Professorin für Umweltpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In den Jahren 2001 bis 2011 lehrte sie Angewandte Psychologie und Umweltpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Psychologie. In den Jahren 2003 bis 2009 gehörte Sie der Sprechergruppe der Fachgruppe Umweltpsychologie in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie an, zuletzt als Sprecherin. Von 2009 bis 2011 war sie als Professorin für Umweltpsychologie Teil der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Risk Psychology, Environment and Safety" an der NTNU Trondheim, Norwegen. Homepage

Prof. Dr. Peter C. Mayer-Tasch
ist seit 1971 Professor für Politikwissenschaft und Rechtstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. 1971-2003 war er Mitglied des Direktoriums des Geschwister-Scholl-Instituts, meist geschäftsführend. 1984 gründete er die Forschungsstelle für Politische Ökologie, die er bis heute (jetzt mit Prof. Dr. Franz Kohout und Prof. Dr. Franz Theo Gottwald) leitet. 2002-2010 war er Rektor der Hochschule für Politik München, deren Lehrbereich „Politische Theorie“ er (mit Prof. Dr. Ulrich Weiss) nach wie vor leitet.

Prof. Dr. Eckard Rehbinder
Emeritierter Professor für Umweltrecht und Wirtschaftsrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Mitglied der dortigen Forschungsstelle für Umweltrecht. Er war von 1987 bis 2000 Mitglied des Sachverständigenrates für Umweltfragen in Wiesbaden. In den Jahren 1996 bis 2000 hatte er dort den Vorsitz inne. Mitglied der Akademie zur Erforschung von Folgen technisch-wissenschaftlicher Entwicklungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Mitglied des Arbeitskreises Umweltrecht.

Prof. Dr. Lucia Reisch
forscht und lehrt am Centre for Corporate Social Responsibility an der Copenhagen Business School sowie an der Zeppelin University in Friedrichshafen im Bereich Konsumverhalten und Verbraucherpolitik. Sie ist Herausgeberin des internationalen „Journal of Consumer Policy“, Mitglied im Rat für Nachhaltigkeit und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Verbraucherpolitik beim BMELV. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Corporate Social Responsibility, empirische Konsumverhaltensforschung, Nachhaltiges Konsumieren und Produzieren, Kommunikation der Nachhaltigkeit; Nachhaltigkeits-, Konsum- und Ernährungspolitik.

Dr. Hartmut Richter
Dr. Hartmut Richter hat seine ersten beruflichen Erfahrungen während der Gebietsreformen Ende der 1960er Jahre als Kommunalbeamter erlebt/erlitten um sich danach in Konstanz in die Verwaltungswissenschaften zu stürzen. Nach der Zeit im universitären Mittelbau Wechsel in die Verbandspolitik. Davon 25 Jahre als Hauptgeschäftsführer des Baden-Württ. Handwerkstag, der der Branchen-, Arbeitgeber- und Kammerverband in einem ist, Auf- und Ausbau dieser Organisation und von Tochtereinrichtungen, wie eine Zertifizierungsgesellschaft, eine Energieeinkaufs-gemeinschaft, eine Beratungsgesellschaft. Aufsichtstätigkeiten u.a. in Finanz-Instituten, Bildungsorganisationen, Transfereinrichtungen. Mitglied in allen wesentlichen Beratungsgremien der Stuttgarter Landesregierung. Dieses Netzwerk wurde genutzt um insbesondere die explorative Verbandsarbeit zu stärken. Heute ist er noch als Lehrbeauftragter für VWL an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und in einigen Unternehmensbeiräten tätig.

Prof. Dr. Dr. h.c. Udo E. Simonis
Ist emeritierter Professor für Umweltpolitik am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB). Er war Direktor des Internationalen Instituts für Umwelt und Gesellschaft (IIUG), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU), Präsident der World Society for Ekistics (WSE), Mitglied des Committee for Development Policy der Vereinten Nationen (CDP) und Co-Chairman der Task Force on Environmental Governance for China. Seit 1991 ist er Redakteur und Mitherausgeber des „Jahrbuch Ökologie“. Homepage