Produkte & Stoffströme

Die Forschungsschwerpunkte des Bereichs Produkte & Stoffströme sind Nachhaltiger Konsum und Produktion, Nachhaltige Chemie und Technologiebewertung. In umsetzungsorientierten Forschungs- und Beratungsprojekten konkretisieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung für Produkte und Unternehmen, Branchen und Bedürfnisfelder sowie für Politikinstrumente und -konzepte. Sie begleiten die Entwicklung und Einführung neuer Technologien, unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte, bewerten Produkte und Dienstleistungen und liefern konkrete Entscheidungshilfen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Beschaffung. Bei der Analyse von Optimierungspotenzialen wird der gesamte Produktlebenszyklus in Betracht gezogen – von der Rohstoffentnahme, Produktion über Nutzung bis hin zur Entsorgung. Neben ökologischen Aspekten befassen sich die Expertinnen und Experten zunehmend mit sozialen Fragestellungen innerhalb der Wertschöpfungskette.

Auf politischer Ebene arbeitet der Bereich gemeinsam mit verschiedenen Akteuren an einer praxisgerechten Ausgestaltung von europäischen Rahmenrichtlinien (z.B. REACH, RoHS, WEEE und ErP) und an der nationalen und internationalen Weiterentwicklung und Harmonisierung von (Nachhaltigkeits-) Labeln. Ein breites Methodenset bildet die Basis für die Untersuchungen – dazu gehören Öko- und Klimabilanzen für Produkte und Unternehmen (Product Carbon Footprint, PCF), Ökoeffizienz- und Stoffstromanalysen, Kosten-Nutzen-Analysen, Impact Assessments, Schadstoffbilanzierungen und Expositionsszenarien. Die vom Öko-Institut entwickelte Produktnachhaltigkeitsanalyse PROSA dient in vielen Projekten als strategisches Entscheidungstool.

Das Team des Bereichs besteht aus mehr als zwanzig engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Fachrichtungen. Zu den Auftraggebern zählen verschiedene Generaldirektionen der EU-Kommission, nationale Ministerien mit Schwerpunkt Umwelt (BMUB) und Forschung (BMBF), das Umweltbundesamt, Unternehmen und Unternehmensverbände, Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Stiftungen. International arbeitet der Bereich unter anderem im Auftrag von UNEP, der United Nations University (UNU), der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Bundesumweltministerium.