Vom Telefonanschluss bis zum Kaffee: PCF Pilotprojekt berechnet CO2-Fußabdruck von 15 Produkten und Dienstleistungen

12.01.2009

Öffentliches Symposium in Berlin diskutiert erste Ergebnisse zu Methodik und Kommunikation

Wie lassen sich produktbezogene CO2-Bilanzen erfassen und kommunizieren? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich das Pilotprojekt „Product Carbon Footprint“, das seine ersten Ergebnisse am Montag, 26. Januar 2009, in Berlin öffentlich vorstellt. Von 11 bis 17 Uhr werden die Projektträger WWF, Öko-Institut, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und THEMA1 sowie zehn Unternehmenspartner Erkenntnisse und Empfehlungen präsentieren. Grundlage dafür sind 15 individuelle Fallstudien der beteiligten Unternehmen. Eine Anmeldung ist bis zum 23. Januar möglich unter www.pcf-projekt.de.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Perspektiven klimaverträglichen Konsums" rundet das Programm ab. Das Ergebnis-Symposium findet im Berliner Rathaus statt und wird von Susanne Bergius (Handelsblatt Klima Blog) moderiert. Konferenzsprache ist Deutsch.

Hier finden Sie das ausführliche Programm:

ERGEBNIS-SYMPOSIUM PCF PILOTPROJEKT DEUTSCHLAND
MONTAG, 26.01.2009, 11:00 - 17:00 UHR
Rotes Rathaus (Senatskanzlei), Jüdenstraße 1, 10178 Berlin / Mitte

11:00 - 11:20
Key-Note Prof. Dr. Lucia Reisch (Vorsitzende des Wiss. Beirats für Verbraucherpolitik beim BMELV)

11:20 - 11:45
Schaffung einheitlicher methodischer Grundlagen für PCF (Christian Hochfeld, Öko-Institut)

11:45 - 12:20
Erkenntnisse und Empfehlungen zur klimabezogenen Produktkommunikation (Rasmus Prieß, THEMA1)

12:20 - 13:00
Überblick Ergebnisse der Fallstudien (alle Unternehmen)

13:00 - 13:15
Fragen aus dem Publikum / Presse

13:15 - 14:00
Imbiss und Kaffeepause

13:30 - 14:45
Individuelle Fallstudien Präsentationen im Open Space

14:45 - 15:00
Status Quo Klima (Matthias Kopp, WWF)

15:00 - 16:30
Podiumsdiskussion "Perspektiven Klimaverträglichen Konsums"

  • Prof. Dr. Edda Müller (angefragt)
  • Eberhard Brandes ( Geschäftsführer / WWF)
  • Achim Lohrie (Head of Corporate Responsibility / Tchibo)
  • Guido Siebenmorgen (Leiter strategischer Einkauf Food / REWE)
  • C.-A. Weinberger (SVP, Chief Marketing Officer, Global Laundry and Home Care / Henkel)
  • Moderation: Susanne Bergius (Handelsblatt Klima Blog)

danach Get Together

Der Hintergrund
Jeder Bundesbürger verursacht durch seinen Lebensstil zwischen 9 bis 12 Tonnen CO2 pro Jahr. Etwa 40 Prozent der klimarelevanten Emissionen entstehen durch Ernährung und Konsum.

Bislang haben Konsumenten kaum die Möglichkeit, sich über die Klimarelevanz von Produkten und Dienstleistungen zu informieren und bei Ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Einheitliche und glaubwürdige Kommunikationsansätze zur produktbezogenen CO2-Bilanz von Konsumgütern fehlen.
Neben wenigen Grundaussagen zu bestimmten Produktgruppen gibt es praktisch keine nachvollziehbaren Informationen über die Klimarelevanz von Produkten. Der Einfluss auf die persönliche CO2-Bilanz ist unklar.

Unter der Trägerschaft von WWF, Öko-Institut, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und THEMA1 führen zehn Unternehmen ein gemeinsames Pilotprojekt durch, in dem sie für ausgewählte Produkte die Emissionen an CO2 und anderen Treibhausgasen über den gesamten Lebenszyklus ermitteln, so genannte Product Carbon Footprints (PCF).

Die Unternehmenspartner sind:
BASF, dm-drogerie markt, DSM, FRoSTA, Henkel, REWE Group, Tchibo, Tetra Pak, T-Home und Unternehmensgruppe Tengelmann.

Ansprechpartner

Jacob Bilabel
THEMA1 GmbH

Torstrasse 154
10115 Berlin

t +49 30 779 0 779 13
f +49 30 779 0 779 99

Christian Hochfeld
Mitglied der Geschäftsführung im Öko-Institut e.V.,
Büro Berlin
E-Mail-Kontakt