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15.07.2008

Unternehmen verpflichtet sich, Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2015 um 15 Prozent zu senken

Weltweite Klimaveränderungen lassen keinen Zweifel daran, dass der Ausstoß an Treibhausgasen erheblich gesenkt werden muss. Dieser Verantwortung wollen sich zunehmend auch Unternehmen stellen. Das Öko-Institut bietet dabei fachliche Unterstützung für die Praxis. Aktuell haben die WissenschaftlerInnen für das Handelsunternehmen Metro Group eine Klimabilanz erstellt und geprüft, wie der Konzern seine Treibhausgasemissionen wirkungsvoll verringern kann. Das Ergebnis: Im Untersuchungsjahr 2006 hat das Unternehmen 4,15 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Jetzt hat sich die Metro Group verpflichtet, ihre Emissionen bis zum Jahr 2015 um 15 Prozent zu senken. Das soll vor allem mit Energieeinsparungen erreicht werden.

Denn „rund Zweidrittel der gesamten Treibhausgasemissionen werden durch den Energieverbrauch verursacht“, erläutert Projektleiterin Dr. Ulrike Eberle vom Öko-Institut. Weitere 21 Prozent gehen zulasten der Logistik. Neun Prozent werden durch Kältemittel verursacht, die aufgrund von Undichtigkeiten aus Klima- und Kälteanlagen austreten. Der Papierverbrauch für Werbemittel macht rund 8,5 Prozent aus und Dienstreisen schlagen mit 1,5 Prozent zu Buche. Die Metro Group ist in 31 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt 280.000 MitarbeiterInnen.

Um das gesteckte Ziel zu erreichen, setzen die Verantwortlichen jetzt vor allem darauf, Energie einzusparen. Darüber hinaus soll der Verlust von Kältemitteln verringert, die Warenströme besser gebündelt und der Papierverbrauch für Werbemittel gesenkt werden. „Wir haben diverse Vorschläge gemacht, wie Reduktionen konkret erreicht werden können“, sagt Dr. Ulrike Eberle.

Die Treibhausgasbilanz – der so genannte CO2-Fußabdruck – von Produkten und ganzen Unternehmen wird in der Klimadebatte immer wichtiger. In zahlreichen Projekten und in enger Kooperation mit Unternehmen setzt sich das Öko-Institut mit diesem Thema auseinander. Unter anderem arbeiten die WissenschaftlerInnen daran, eine international einheitliche Methode zu entwickeln, mit der der Klimafußabdruck erfasst werden kann. Ein Beispiel dafür ist das Product Carbon Footprint Pilotprojekt Deutschland mit weiteren Projektpartnern und den Unternehmen dm Drogeriemarkt, Frosta, Henkel, Tchibo, T-Home und Tetra Pak. Ein weiteres Forschungsvorhaben zum Carbon Footprint von Produkten realisiert das Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Ansprechpartner:

Dr. Rainer Grießhammer, Stellvertretender Geschäftsführer E-Mail-Kontakt

Weitere Informationen:

Hier finden Sie weitere Informationen zum Product Carbon Footprint Pilotprojekt Deutschland: http://www.oeko.de/aktuelles/dok/769.php

Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt Carbon Footprint – CO2-Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen. Grießhammer, R.; Eberle, U.; Hartan, R.; Hochfeld, C.; Schmitt; K.; Kooperationspartner: Systain/Otto-Versand. (Auftraggeber: Umweltbundesamt). In Bearbeitung.: http://www.oeko.de/aktuelles/dok/780.php

Informationen zur Klimabilanz und zu den Klimaschutzaktivitäten der Metro-Group dokumentiert die Broschüre „Klima aktiv“ http://www.metrogroup.de/servlet/PB/show/1172900/Verantw-Nachh-Umwelt-Klimaschutzbroschuere-de.pdf

Ausgewählte Projekte:

Klimaneutrale Weleda AG – Analyse, Reduktion und Kompensation von Treibhausgasen Gensch, C.-O.; Zangl, S.; Freiburg. (Auftraggeber: Weleda AG). In Bearbeitung.

PROSA ProKlima – Produktbezogene Klima-Strategien von Unternehmen. Grießhammer, R.. (Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung) In Bearbeitung.

BASF-CO2-Bilanz – Stellungnahme zur "Bilanzierung der BASF-Treibhausgasemissionen und –einsparungen“. Grießhammer, R.. (Auftraggeber: BASF). 2008

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