Förderprogramm des BMU zu Forschung und Entwicklung im Bereich Fortentwicklung der Gesamtstrategie zum weiteren Ausbau der

Erneuerbaren Energien

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien Konflikte zwischen verschiedenen Umwelt- und Naturschutzzielen auftreten können. Für die Bioenergie werden negative Auswirkungen auf Naturschutzflächen und flächendeckend zunehmende Belastungen durch eine Intensivierung der Landwirtschaft befürchtet. Auf der anderen Seite können mit der energetischen Biomassenutzung aber auch Synergieeffekte verbunden sein, die die Ziele des Naturschutzes fördern: Wenn sich Landschaftspflegereste energetisch nutzen lassen, könnten diese eine Kofinanzierung der Pflegemaßnahmen erwirtschaften. In welchem Umfang dieses möglich ist, ist bisher noch offen. Diese Wissenslücke zu schließen wird zukünftig  zunehmend bedeutsam, denn angesichts der angespannten Lage der öffentlichen Haushalte wird es immer schwieriger die notwendigen Maßnahmen der Landschaftspflege zu finanzieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll daher untersucht werden, ob und unter welchen Voraussetzungen sich Synergieeffekte zwischen Naturschutz und Bioenergie durch die energetische Nutzung von Schnittgut aus der Landschaftspflege realisieren lassen. Hierzu werden Möglichkeiten einer ökonomisch tragfähigen energetischen Verwertung dieser Landschaftspflegereste aufgezeigt und die technischen, organisatorischen, rechtlichen, ökologischen und förderpolitischen Randbedingungen berücksichtigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus einer allgemeinen Analyse von Landschaftspflegemaßnahmen und Anforderungen der energetischen Nutzung von Schnittgut sowie der Untersuchung von Modellstandorten werden übertragbare Konzepte für andere Standorte entwickelt. Hierfür werden ausgehen von den naturschutzfachlichen Anforderungen an die Biotopspflege Kennzahlen abgeleitet, die eine Ersteinordnung eines Standortes hinsichtlich seiner Tauglichkeit für eine Energienutzung der Schnittreste ermöglichen. Damit bekommen die be­troffenen Einrichtungen eine Unterstützung bei der Realisierung einer Energienutzung von Grünabfällen aus der Biotoppflege, so dass die umweltpolitischen Vorgaben besser erfüllt und eine Kostenentlastung durch die Energiebereitstellung erreicht werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Balkenmäher: Quelle: AST - Arbeitsgemeinschaft Streuobst   Königslutter