Die Basisversion 1.0 des Computerprogramms GEMIS wurde als Instrument zur vergleichenden Analyse von Umwelteffekten der Energiebereitstellung und -nutzung vom Öko-Institut und Gesamthochschule Kassel (GhK) in den Jahren 1987-1989 entwickelt und seitdem kontinuierlich fortentwickelt und aktualisiert.
Diese Arbeiten werden durch mehrere Geber, vor allem die Hessische Landesregierung, gefördert und in Kooperation mit Partnern durchgeführt. Seit der Version 3.0 (1996) ist GEMIS als public domain Software kostenlos erhältlich und darf auch unbeschränkt kopiert und weitergegeben werden.
Die GEMIS-Datenbasis enthält Informationen zu:
GEMIS berechnet für alle Prozesse und Szenarien sog. Lebenszyklen, d.h. es berücksichtigt von der Primärenergie- bzw. Rohstoffgewinnung bis zur Nutzenergie bzw. Stoffbereitstellung alle wesentlichen Schritte und bezieht auch den Hilfsenergie- und Materialaufwand zur Herstellung von Energieanlagen und Transportsystemen mit ein. Die Datenbasis enthält für alle diese Prozesse
GEMIS kann zudem Kosten analysieren - die entsprechenden Kenndaten der Brenn- und
Treibstoffe sowie der Energie- und Transportprozesse (Investitions- und Betriebskosten)
sind in der Datenbasis ebenfalls enthalten.
Mit GEMIS können die Ergebnisse von Umwelt- und Kostenanalysen auch bewertet werden:
durch die Aggregation von Ressourcen zum KEA und KSA,
von klimarelevanten Schadstoffen zu sog. CO2-Äquivalenten,
von Luftschadstoffen zu SO2-Äquivalenten (Saurer Regen) und
Ozon-Vorläufer-Äquivalenten (Sommersmog) sowie die
Ermittlung externer Umweltkosten, die zusammen mit den betriebswirtschaftlichen
("internen") Kosten zur Bestimmung der volkswirtschaftlichen Gesamtkosten dienen
können.
Zu wichtigen Begriffen siehe Glossar.