Hier finden Sie Fragen und Antworten zu den Themen
F: Wann ist die neue Version von GEMIS verfügbar?
A: Die aktuelle Version ist GEMIS 4.42. Diese
Version ist im Internet verfügbar (download).
F: Wer vertreibt GEMIS
A: GEMIS ist in der jeweils
neuesten Version stets kostenlos im Internet verfügbar (download).
F: Welche Versionen von GEMIS gibt es?
A: GEMIS
wurde in verschiedenen Versionen veröffentlicht:
F: Woher stammen die Daten in GEMIS?
A: Aus einer
Vielzahl von Quellen, die im GEMIS-Endbericht zu Version
2.1 bzw. 1.0 diskutiert werden. Seit GEMIS 3.0 stehen die Quellen direkt in
den Datensätzen von GEMIS ("Metadaten").
Die Daten zur Bilanzierung landwirtschaftlicher Produkte wurden im Rahmen der Studie "Klimarelevanz der Sektoren Landwirtschaft und Ernährung" von Herrn Karl-Heinz Simon bereitgestellt, eine Dokumentation finden Sie unter Materialien.
F: Für welche anderen europäischen Länder sind Datenanpassungen
vorgenommen worden?
A: siehe GEMIS-Datensätze!
F: In Gemis gibt es für einige Prozesse den Ortsbezug “generisch“. In der Hilfe von Gemis habe ich gefunden, dass das Namenselement „generisch“ die Bedingungen in Entwicklungsländern widerspiegelt. Dies wundert mich für Prozesse wie "Öl schwer GuD“. Wird das Namenselement "generisch" für noch etwas anderes benutzt?
A: Der GEMIS-Ortsbezug "generisch" bedeutet, dass ein Prozeß nicht einem bestimmten Land zugeordnet ist. Wenn das GEMIS-Namenselement "generisch" in einem GEMIS-Prozessnamen vorhanden ist, spiegelt der Prozess die Bedingungen in Entwicklungsländern wider. Dies gilt auch für Prozeß "Öl schwer GuD generisch”.
F: Sind die in GEMIS eingetragenen Kosten bei Produkt "Elektrizität-D-HH/KV" von ca. 0,14 Euro/kWh Produktionskosten (production costs) oder Verkaufspreis (selling price)?
A: Die eingegebenen Kosten für ein Produkt sollen die Preise für den Nutzer darstellen. Das gilt auch für Strom.
F: Wie sind die Systemvorausetzungen?
A1: Für
GEMIS 4 benötigen Sie die 32-bit-Betriebssysteme Windows® 9x/ME/2000/XP oder Windows®
NT 4.0, die Version läuft nicht unter Windows® 3.11 ! Sie brauchen zudem
mindestens 20 MB freien Festplattenspeicher sowie mindestens 64 MB Arbeitsspeicher
(RAM) - unsere empfohlene Systemkonfiguration ist Windows 2000, Pentium-III mit
600 MHz und 256 MB RAM.
Außerdem müssen Sie mindestens den Internet-Explorer
4.0 installiert haben (nicht notwendig als Standard-browser) - andernfalls startet
GEMIS nicht richtig.
A2: Um GEMIS 3.0 (ein 16-bit-Programm) zu betreiben, benötigen Sie einen Rechner
mit 486 Prozessor und Coprozessor, als Betriebssystem Windows® 3.1, Windows® 95/98
oder (nun auch) Windows® NT 4.0.
Beachten Sie: GEMIS-Versionen unterhalb
von 4 werden nicht mehr unterstützt (nicht fortgeschrieben und keine Daten/Fehler
aktualisiert)
F: Mit welcher Software wurde GEMIS entwickelt?
A: Zur Erstellung von GEMIS wurde bis Version 2.1 TurboPASCAL und seit Version
3.0 die jeweils aktuellste Version von DELPHI® verwendet.
F: Auf welcher Datenbank setzt GEMIS auf?
A:
GEMIS benutzt eine interne (objektorientierte) Datenbank. Ein Export nach ACCESS®
und HTML ist implementiert.
F: Mit welchem Algorithmus werden die Emissionen berechnet?
A: Der Energie- und Stofffluss wird mittels eines iterativen Verfahrens bestimmt.
Die Emissionen werden auf Grundlage der Verbrennungsrechnung ermittelt. Die Kostenbilanzierung
erfolgt mittels Annuitätenrechnung. Näheres findet sich in der Modelldokumentation,
die im Programm enthalten ist (siehe Menüpunkt "Hilfe"), aber auch eigenständig
verfügbar ist (siehe: Materialien - Modelldokumentation).
F: Welche Lizenzbestimmungen müssen eingehalten werden?
A: Da GEMIS frei verfügbar ist, kann es jederzeit beliebig oft kopiert und
weiterverteilt werden. Für den privaten Anwender ist die Benutzung ohne Einschränkungen
möglich.
Werden Ergebnisse, die aus Rechenläufen mit GEMIS stammen, veröffentlicht,
so muss der Anwender auch die verwendeten Daten auf Anforderung veröffentlichen
und dem Copyright-Inhaber (HMULF) oder einem benannten Vertreter zur Verfügung stellen.
F: Ist das Programm Euro-fähig ?
A: Seit GEMIS
Version 4.0 ist eine vollständige Euro-Implementation enthalten.
F: Ist GEMIS Jahr-2000 kompatibel(Y2k) ?
A: Bis
GEMIS 3.1 waren keine Datumsfunktionen enthalten, daher sind diese Versionen ohne
Einschränkungen Jahr-2000-fähig. Seit GEMIS 4.0 sind Datensätze mit einem Aktualisierungsfeld
versehen, so dass die y2k-Fähigkeit vom Betriebssystem abhängt. Für Windows® 9x
sowie Windows®-NT sind entsprechende updates von Microsoft zu erhalten, Windows®
ME, 2000 und XP sind y2k-kompatibel.
F: Wie ist die weitere Verfügbarkeit gewährleistet?
A: Das Öko-Institut und das Hessische Umweltministerium verbreiten seit vielen
Jahren GEMIS. Die weitere Entwicklung von GEMIS wird am Öko-Institut einen hohen
Stellenwert einnehmen. Sollte wider Erwarten am Öko-Institut keine Kapazität mehr
verfügbar sein, wird der Programmquelltext einem Nachfolger oder der Allgemeinheit
zur Verfügung gestellt.
F: An wen muss ich mich wenden, wenn GEMIS nicht richtig
funktioniert?
A: Da GEMIS kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, kann
kein Anspruch auf Support gewährt werden.
Das Öko-Institut ist bemüht, auftretende Bugs regelmäßig zu beheben - bitte registrieren Sie bitte Ihre EMail-Adresse, so dass Sie über Updates informiert werden.
Die Beantwortung von Installations- und Bedienproblemen sowie Fragen zu Daten
sollten durch die eingebaute Hilfefunktion, die Touren und
die Datendokumentation (siehe "Metadaten" bei Produkten, Prozessen und Szenarien)
abgedeckt sein.
Darüber hinaus bietet das Öko-Institut
Schulungen an, auch eine (kostenpflichtige) Beratung von Anwendern ist nach
Absprache möglich.
F: Ich wollte mit GEMIS Gesamt-Treibhausgasemissionen von AKWs berechnen, bin aber schon bei dem Versuch gescheitert, AKWs in GEMIS zu finden. Können Sie mir weiterhelfen?
A: Wie auch andere Kraftwerke sind AKWs in GEMIS Prozesse. Nach dem Starten von GEMIS und Laden des Projektes „Standard“, d.h. der Daten, öffnen Sie also zunächst die Prozesse-Datenbank durch Klicken auf „Prozesse“. Die AKW-Prozesse finden Sie am schnellsten, wenn Sie auf Karte „Filter“ als „Technologie Gruppe“ „Nuklear-Prozesse“ wählen. Die Berechnung von Gesamt-Treibhausgasemissionen erfolgt dann einfach durch einmaliges Klicken auf den jeweiligen AKW-Prozessnamen (z.B. „U-KW-DWR-DE-2000“), Öffnen der Karte „Ergebnisse“ und schließlich Klicken auf „Berechnen“.
A: Nein. Sie müssen lediglich von der GEMIS-website (www.gemis.de) – link Material\Ergebnisse – die aktualisierten Ergebnisdaten runterladen, entpacken und dann in der Exceldatei Blatt „Strom-einzeln“ öffnen. Die gewünschten Emissionsfaktoren finden Sie dann bei Option „Stromnetz-lokal“.
F: Für die Ermittlung des Primärenergiefaktors für Rohbraunkohle (Leipzig und Lausitz) wollte ich das Programm "GEMIS" einsetzen. Ich finde unter "Prozesse" Xtra-Tagebau\Braunkohle-D-Leipzig (-Lausitz) das jeweilige Prozessschaubild und die KEA-Summe von 1.008 kWh (1.018,4 kWh). Im Prozess ist der Transport innerhalb Deutschland zum Kraftwerk nicht ausgewiesen. Wie kann ich diesen Aufwand für Transport per Eisenbahn (Elektro) nach Chemnitz addieren?
A: Erzeugen Sie in GEMIS einen neuen Prozess vom Typ "Materialtransport" und doppelklicken Sie auf ihn um ihn zu bearbeiten. Öffnen Sie seine Karte "Kenndaten" und wählen Sie dann den richtigen Inputprozess, indem Sie den "Wahl"-Button anklicken, dann im "Wähle Prozess"-Fenster als Selektionskriterium Outputkategorie "Brennstoffe-fossil-Kohle" wählen und dann Ihren Braunkohle-Förderprozess (Xtra-Tagebau\Braunkohle-D-Leipzig) auswählen.
Dann wählen Sie als "Antrieb" in der entsprechenden Listbox den Prozess "Zug-el-Güter-D", klicken auf den "Auslegung"-Button und geben die "Transportlänge", d.h. die Transportentfernung ein. Wählen Sie zunächst einmal 100 km.
Zum Schluss wählen Sie das Outputprodukt "Braunkohle-D-roh-Leipzig" (in der unteren Tabelle auf Karte "Kenndaten").
Wenn Sie nun die KEA-Summe für Ihren neuen Prozess berechnen, sollten Sie(, wenn Sie oben 100 km Transportlänge gewählt haben,) einen etwas höheren Wert von 1013,28 kWh erhalten.
Die Berechnung für die Lausitzer Braunkohle kann in gleicher Weise erfolgen.
F: zu Umweltindikatoren/zu KEA und KSA: Berechnen Sie bitte mit GEMIS den KSA für die Lieferung von 1000 MJ Erdgas-D durch Prozess "Tankstelle\Gas-D" mittels Direktrechnung. Ein Teil des Ergebnisses lautet dann: Erdgas 1121 MJ (nichterneuerbar) / Erdgas 900,97E-9 kg (nichterneuerbar). Stimmt der zweite Wert? (Das spezifische Gewicht von Erdgas-D ist laut GEMIS-Produktdatenbank 0,02 kg/MJ!)
A: Der zweite Wert für Erdgas (900,97E-9 kg) ergibt sich aus der stofflichen Nutzung von Erdgas (z.B. für die Kunststoffproduktion) und ist damit Teil des KSA. Der erste Wert stellt energetisch genutztes und daher energetisch gebuchtes (-> KEA/KEV) Erdgas dar.
F: Wodurch ist das Versauerungspotenzial gegeben?
A : Das Versauerungspotenzial (ap) ist durch die Molgewichte der Schadgase gegeben. Siehe auch Modelldokumentation.
F: In GEMIS gibt es Treibhauspotenziale; wie kann man sie ändern und GEMIS dazu bringen, die neuen Treibhauspotenzialwerte bei der Berechnung von Ergebnissen zu berücksichtigen?
A: Öffnen Sie Menü "Daten" und wählen Sie Option "Treibhausgaspotenziale". Dann positionieren Sie den Mauszeiger in der Liste der Treibhausgasfaktoren (links) und führen einen rechten Mausklick aus, um das lokale Menü zu öffnen. Wählen Sie "Neu...", um einen neuen Datensatz für Treibhausgasfaktoren zu erzeugen. Nach Eingabe des deutschen und englischen Namens, können Sie Ihren neuen Datensatz mit einem Doppelklick auf seinen Namen in der Liste bearbeiten, d. h. die neuen Werte eingeben.
Wenn Sie Ihren neuen Datensatz dann in der Liste markieren, zieht GEMIS ihn bei allen künftigen Berechnungen in Betracht.
F: zu TOPP und AP: Ich möchte die troposphärischen Ozon-Vorläufer- und die Versauerungs-Potenziale ändern. Wie kann ich es tun?
A: Diese Potenziale können in GEMIS nicht geändert werden.
F: zur Eingabe von „Transportentfernungen“ auf Karte „Reststoffe“ von Prozessen: Auf Karte „Reststoffe“ von Prozessen kann nach Wahl eines Transportmittels (z.B. LKW) eine „Transportentfernung“ eingegeben werden. Handelt es sich dabei um die einfache Entfernung oder um die „Hin- und Zurück-Entfernung“?
A: Es handelt sich um die einfache Entfernung.