Herausforderung und Chance für das baden-württembergische Wissenschaftssystem
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, eine Wissenschaft für Nachhaltigkeit zu fördern: „Nachhaltigkeit soll in Lehre und Forschung eine größere Rolle spielen. Wir wollen eine Wissenschaftskultur fördern, die über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg die großen Zukunftsprobleme der Gesellschaft bearbeitet.“ Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat zu diesem Zweck im April 2012 eine Expertengruppe „Wissenschaft für Nachhaltigkeit“ einberufen, um Anregungen für die Stärkung des Beitrags der Wissen schaft zu einer Nachhaltigen Entwicklung erarbeiten zu lassen. Die Expertengruppe legt nach knapp einjähriger Arbeit und einem partizipativen Konsultationsprozess hiermit ihren Bericht vor. Die Empfehlungen wenden sich in erster Linie an die Politik, geben aber auch Orientierung für Verantwortliche in Wissenschaft und Verwaltung. Schneidewind, U.; Brohmann, B.; Grunwald, A.; Hagemann, N.; Müller, M.; Ruppert-Winkel, C.; Wörz, M. (2013) nähere InformationenPDF-Dateidownload (924 kByte)
Ist gutes Essen wirklich teuer? Die wahren Kosten unserer Lebensmittel
Spendenprojekt 2012
Unterstützen Sie uns und unser Projekt „Ist gutes Essen wirklich teuer?“ und geben Sie der nachhaltigen Ernährung eine neue, fundierte wissenschaftliche Grundlage! v. A. (2012) nähere InformationenPDF-Dateidownload (1219 kByte)
Renewbility II - Szenario für einen anspruchsvollen Klimaschutzbeitrag des Verkehrs (Ergebnisbroschüre)
Im Projekt Renewbility wurde ein Modellverbund entwickelt, der es ermöglicht, im Rahmen von Szenariobetrachtungen die Wirkung von Maßnahmen und veränderten Rahmenbedingungen auf den Verkehr, dessen Treibhausgasemissionen und mögliche volkswirtschaftliche Effekte bis 2030 zu quantifizieren. Mit Blick auf einen langfristig umwelt- und klimaschonenden Verkehr sollen die Projektergebnisse einen Beitrag zur Diskussion über die notwendigen Schritte für eine nachhaltige Energie- und Verkehrspolitik liefern. Zimmer, W.; Hacker, F. (2012) nähere InformationenPDF-Dateidownload (1099 kByte)
Umweltfreundliches Verhalten – leicht gemacht durch intelligente Produkte
Evaluation von Gebrauch und Wirkung der Verbandsklagemöglichkeiten nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG)
Erstmalig wird in einem rechtswissenschaftlich-empirischen Forschungsprojekt untersucht, ob und wie von dem vor sechs Jahren verabschiedeten sogenannten Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) bisher Gebrauch gemacht wurde. Sein Ziel ist es, Umweltvereinigungen eine weitere Klagemöglichkeit gegen Vorhaben, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordern, zuzusprechen und damit den Rechtsschutz von Umweltangelegenheiten zu erhöhen. Die Klagemöglichkeit, auch schlicht „Umweltklage“ genannt, ist erstmalig ein rechtswirksames Mittel, solche Vorhaben gerichtlich überprüfen zu lassen, die erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben können. v. A. (2012) nähere InformationenPDF-Dateidownload (678 kByte)
Dezentral, ressourcenschonend, effizient: Bausteine einer zukunftsfähigen Energieversorgung
Im Rahmen der „Energiewende“ hat sich Deutschland im Sommer 2011 dafür entschieden, aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen und die Energieversorgung schrittweise auf Erneuerbare Energien umzustellen. In diesem Zusammenhang sollen die Energieeffizienz von Gebäuden, Geräten und Anlagen massiv erhöht und die Kraft-Wärme-Kopplung ausgebaut werden. Die hier vorgelegte Studie im Auftrag der Robert Bosch GmbH analysiert vier ausgewählte, für die Umsetzung dieser Zielstellungen strategisch besonders relevante Technologiefelder und identifiziert den politischen Handlungsbedarf für deren weitere Entwicklung im Rahmen der Energiewende. Kenkmann, T.; Timpe, C. (2012) nähere InformationenPDF-Dateidownload (2368 kByte)
Autos unter Strom
Ergebnisbroschüre erstellt im Rahmen des Projektes optum »Umweltentlastungspotenziale von Elektrofahrzeugen – Integrierte Betrachtung von Fahrzeugnutzung und Energiewirtschaft« v. A. (2011) nähere InformationenPDF-Dateidownload (2188 kByte)
eupopp
Policies to Promote Sustainable Consumption Patterns in Europe
Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Konsummuster in Europa
Das EU-Forschungsprojekt „Policies to Promote Sustainable Consumption Patterns” (EUPOPP) untersuchte aktuelle Konsumtrends, analysierte vergleichend zehn Fallstudien, die alle Regionen der EU abdecken, entwickelte Szenarien für zukünftige Auswirkungen integrierter Maßnahmenpakete im Bereich des nachhaltigen Konsums. Barth, R.; Brohmann, B. (2011) nähere InformationenPDF-Dateidownload (2999 kByte)
Integrierte Nachhaltigkeitsbewertung und strategische Optimierung von Nanoprodukten
Das Öko-Institut stellte mit dem Nano-NachhaltigkeitsCheck gemeinsam mit den Projektpartnern BASF und Nanogate ein Instrument vor, mit dem ein wichtiger Beitrag für die Richtungssicherheit im Innovationsprozess von Nanoprodukten geschaffen wird. Möller, M. (2011) nähere InformationenPDF-Dateidownload (604 kByte)
Ein Unfall mit Folgen – 25 Jahre Tschernobyl
28. April 1986 – es ist 19.32 Uhr und die Deutsche Presseagentur schickt eine Eil-Meldung an die Redaktionen heraus. Darin verbreitet sie die Nachricht, dass im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine „ein Schaden am Reaktor“ aufgetreten sei. Das Ereignis liegt da bereits fast drei Tage zurück. In der Folge kommt es in Deutschland zu einem beispiellosen Chaos in der Berichterstattung über den Unfall und dessen Auswirkungen. v. A. (2011) nähere InformationenPDF-Dateidownload (909 kByte)
Streitpunkt Kernenergie
Eine neue Debatte über alte Probleme
Mit der Neuauflage dieser Broschüre erhält diese vor dem Hintergrund der Reaktorkatastrophe von Fukushima eine neue Relevanz. Mit den Ereignissen in Japan wird deutlich, dass es auch in Standardreaktoren in einem Industrieland mit hohen Sicherheitsstandards zu schweren Unfällen kommen kann. So zeigt sich heute mehr denn je, wie aktuell die Forderungen des Öko-Instituts nach einer Energiewende sind. Alt, S.; Kallenbach-Herbert, B.; Kurth, S.; Loreck, C.; Neles, J.; Pistner, C.; Schmidt, G. (2011) nähere InformationenPDF-Dateidownload (2408 kByte)
Unabhängig, visionär, international - Forschung und Beratung am Öko-Institut
Profil-Flyer
Wir am Öko-Institut sind überzeugt, dass wir eine Welt gestalten können, in der sich die Menschen nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit frei entfalten können. Wir entwickeln Lösungsvorschläge, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Mit unseren Ideen, unserem Verständnis und unserem Wissen wollen wir die relevanten Akteure von notwendigen Veränderungen überzeugen und sie auf dem Weg dahin unterstützen. v. A. (2011) nähere InformationenPDF-Dateidownload (395 kByte)
Product Carbon Footprinting – Ein geeigneter Weg zu klimaverträglichen Produkten und deren Konsum?
This report discusses the environmental measures taken by the organizers and assesses their effectiveness and lessons learnt, all of which will be useful for those planning future Olympic and other sporting events. v. A. (2008) nähere InformationenPDF-Dateidownload (7036 kByte)
Die Zukunft liegt im Bestand
komreg - Die Zukunft liegt im Bestand
Das Forschungsprojekt „Kommunales Flächenmanagement in der Region (komreg)“ ist ein Verbundprojekt im Rahmen des Förderschwerpunkts REFINA (Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel des Verbundprojektes ist die Förderung der Innenentwicklung und die langfristige Umsetzung eines flächensparenden Siedlungsflächenmanagements in der Region Freiburg. (2008) nähere InformationenPDF-Dateidownload (4544 kByte)
Nano Maßstäbe - Innovation mit Verantwortung
Wege für den nachhaltigen Umgang mit einer Zukunftstechnologie
Wir sehen eine unserer zentralen Aufgaben darin, im offenen Dialog mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft Entwicklungsprozesse nanotechnologischer Produkte mit unserer Expertise und Erfahrung zu begleiten. Unser Ziel ist es, in einem frühen Stadium Risiken entlang des gesamten Lebensweges eines Produkts zu identifizieren und zu minimieren und gleichzeitig die Potenziale zur Ressourcenschonung und Umweltentlastung zu ermitteln. Möller, M.; Hermann, A.; Pistner, C. (2008) nähere InformationenPDF-Dateidownload (731 kByte)
Green Champions für Sport und Umwelt
Öko-Institut und Deutsche Sporthochschule Köln haben umfassenden Praxis-Leitfaden für die Gestaltung umweltfreundlicher Sportgroßveranstaltungen erarbeitet Stahl, H.; Hochfeld, C.; Schmied, M.; et al. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (5866 kByte)
Green Champions für Sport und Umwelt (English Version)
Öko-Institut und Deutsche Sporthochschule Köln haben umfassenden Praxis-Leitfaden für die Gestaltung umweltfreundlicher Sportgroßveranstaltungen erarbeitet Stahl, H.; Hochfeld, C.; Schmied, M.; et al. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (5863 kByte)
Rhetoric and Reality: Corporate Social Responsibility in Europe
Research on the Impact of CSR on Sustainability
This brochure presents core findings and highlights of the research project "Rhetoric and Reality: Corporate Social Responsibility in Europe" (RARE). The project was funded by the EU`s 6 th Framework Programme. Its overarching goal was to evaluate and explain impacts of Corporate Social Responsibility (CSR) on sustainability. Barth, R.; Wolff, F. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (828 kByte)
Ernährungswende
Eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft
Das Forschungsvorhaben »Ernährungswende. Strategien für sozial-ökologische Transformationen im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt-Ernährung-Gesundheit« war ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsverbunds Ökoforum unter der Leitung des Öko-Instituts e.V.. Eberle, U.; Hayn, D. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (893 kByte)
BUGA 2007 in Thüringen - Vom Uranbergbau zum unbeschwerten Erlebnisraum
Im vorliegenden Leitfaden wird der Stand der Methode PROSA vom März 2007 beschrieben (PROSA 2.0). Grießhammer, R.; Buchert, M.; Gensch, C.; Hochfeld, C.; Manhart, A.; Rüdenauer, I. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (848 kByte)
Ressourcenfieber
Mit kühlem Kopf zu nachhaltigen Lösungen
Die globale Nachfrage nach natürlichen Ressourcen steigt. Zusätzlich zu den etablierten Industrienationen verstärken Schwellenländer wie Indien, Südafrika, Brasilien, China und Mexiko den Druck auf Energieträger, Metallerze, Wasser und Nahrungsmittel. Rekordkurse an den Rohstoffbörsen und ein verschärfter Wettlauf um den Zugang zu Rohstoffvorkommen sind die Folge, die Angst vor Abhängigkeiten und Verknappung nimmt zu: Die Welt ist im Ressourcenfieber. Buchert, M.; Brohmann, B.; Brühl, W.; Hermann, A.; Manhart, A.; Schmidt, G.; Untersteller, F. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (1137 kByte)
Ressourcenfieber (English Version)
Mit kühlem Kopf zu nachhaltigen Lösungen
Die globale Nachfrage nach natürlichen Ressourcen steigt. Zusätzlich zu den etablierten Industrienationen verstärken Schwellenländer wie Indien, Südafrika, Brasilien, China und Mexiko den Druck auf Energieträger, Metallerze, Wasser und Nahrungsmittel. Rekordkurse an den Rohstoffbörsen und ein verschärfter Wettlauf um den Zugang zu Rohstoffvorkommen sind die Folge, die Angst vor Abhängigkeiten und Verknappung nimmt zu: Die Welt ist im Ressourcenfieber. Buchert, M.; Brohmann, B.; Brühl, W.; Hermann, A.; Manhart, A.; Schmidt, G.; Untersteller, F. (2007) nähere InformationenPDF-Dateidownload (2005 kByte)
Green Goal™ - Das Umweltprogramm zur FIFA WM 2006™
Mit Green Goal™ wird erstmals in der Geschichte des Fußballs der Umweltschutz eine zentrale Rolle bei einer Weltmeisterschaft spielen. v. A. (2006) nähere InformationenPDF-Dateidownload (952 kByte)
Unternehmen!
Neue gesellschaftliche Ansprüche stellen Sie als modernen Unternehmer vor viele Herausforderungen: Nicht nur Ihr ökonomischer Erfolg zählt. Ihre Kunden, Ihre Kapitalgeber oder sich wandelnde gesetzliche Vorgaben verlangen von Ihnen auch bessere ökologische und soziale Leistungen. In zunehmendem Maß werden Sie daran gemessen, wie Sie die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung verfolgen. Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist ein Wettbewerbsfaktor, der immer wichtiger wird. Wie Sie dieser neuen Verantwortung gerecht werden – mehr noch, wie Sie diese Herausforderungen als Chance für die Unternehmens- und Marktentwicklung zu Ihrem Vorteil nutzen können, dabei unterstützt Sie das Öko-Institut e.V.. v. A. (2005) nähere InformationenPDF-Dateidownload (464 kByte)
Ernährungswende – Strategien für sozial-ökologische Transformationen im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt – Ernährung - Gesundheit
Projektflyer
Das Forschungsvorhaben „Ernährungswende – Strategien für sozial-ökologische Transformationen im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt – Ernährung- Gesundheit“ (Juli 2002 bis Juni 2005) ist ein Verbundvorhaben des Forschungsverbundes Ökoforum Eberle, U. (2005) nähere InformationenPDF-Dateidownload (149 kByte)
Risiko Kernenergie
Es gibt Alternativen!
Wie ist die Kernenergie heute zu beurteilen? Sind die Risiken angesichts neu diskutierter Reaktorkonzepte, ehrgeiziger Klimaziele und steigender Erdölpreise neu zu bewerten? Und welche Risiken verbinden sich mit der Kernenergie in Zeiten zunehmender regionaler Konflikte? Diesen Fragen wollen wir uns in der Broschüre widmen. v. A. (2005) nähere InformationenPDF-Dateidownload (699 kByte)
Unser Leitbild
Freiburg, Darmstadt, Berlin im Juni 2005
Leitmotiv unserer Arbeit ist die Vision einer Welt, in der sich die Menschen nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit frei entfalten können. Der schnelle gesellschaftliche und technologische Wandel und die Globalisierung bergen Risiken für eine nachhaltige Entwicklung. Aber wir sehen gerade in dieser Dynamik auch Chancen, Umwelt und natürliche Lebensgrundlagen unter Berücksichtigung der ökonomischen und sozialen Dimensionen besser zu schützen und die Voraussetzungen für mehr Gerechtigkeit zu schaffen. v. A. (2005) nähere InformationenPDF-Dateidownload (678 kByte)
EcoTopTen
Die Initiative
EcoTopTen fördert nachhaltige Produkte und nachhaltigen Konsum. Durch Marktanalysen, Produktinnovationen und Konsumforschung identifiziert das Öko-Institut, zusammen mit dem Institut für sozial- ökologische Forschung (ISOE), innovative Produkte. EcoTopTen- Produkte haben eine hohe Qualität, einen angemessenen und bezahlbaren Preis und sie sind selbstverständlich ökologisch. Mit einer großen Verbraucher-Informationskampagne macht das Öko-Institut ab März 2005 VerbraucherInnen auf die EcoTopTen-Produkte und nachhaltige Nutzungsoptionen aufmerksam. Die Kampagne läuft bis Ende 2006. v. A. (2002) nähere InformationenPDF-Dateidownload (151 kByte)
EcoTopTen (English Version)
Die Initiative
Ziel des Projekts EcoTopTen ist die Produkt-Entwicklung und -Vermarktung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen für den Massenmarkt – unterstützt durch Konsumforschung und eine Kampagne mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Events. EcoTopTen-Produkte haben eine hohe Qualität, einen angemessenen und bezahlbaren Preis und sie sind selbstverständlich ökologisch. Dabei erfolgt eine Schwerpunktsetzung auf 10 besonders umweltrelevante Produktfelder und die dabei wichtigsten Produkte. Diese Produkte verursachen bisher bei Herstellung, Gebrauch und Entsorgung etwa zwei Drittel der bundesdeutschen Umweltbelastung. v. A. (2002) nähere InformationenPDF-Dateidownload (273 kByte)
Forschungsvielfalt für die Agrarwende
20% der Forschungsmittel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
Mit der Verteilung von Forschungsgeldern wird Industrie- und Strukturpolitik gemacht - und das in einem von der Öffentlichkeit nur wenig beachteten Maß. Öffentlich diskutiert und in einem demokratischen Sinne legitimiert ist die Schwerpunktsetzung in de Forschung nur selten. Doch mit der Möglichkeit, auf der einen Seite den Geldhahn sprudeln und bei alternativen Verfahren diesen nur tröpfeln zu lassen oder gar ganz geschlossen zu halten, werden in der Regel sehr frühzeitig Weichen gestellt - hin zur Entwicklung bestimmter Technologien, zur Unterstützung ausgewählter Akteure und Strukturen. Forschungspolitik ist zunehmend Industriepolitik geworden, indem industrielle Akteure direkt in die Forschungsvorhaben eingebunden sind und ein (industrieller) Anwendungsbezug bereits in der Antragsphase skizziert werden soll. Die Patentierung und damit Privatisierung der Forschungsergebnisse ist Bestandteil dieses forschungspolitischen Konzeptes. Gegen public/private partnership, wie solche Konzepte auch genannt erden, ist nichts einzuwenden, wenn dies nur ein Segment der Forschungspolitik ist und ein gemeinwohlorientiertes Segment gleichberechtigt daneben tritt. Im Bereich der Agrarforschung ist dies besonders wichtig. Denn die Interessen der industriellen Akteure, der Landwirte, des Naturschutzes oder der VerbraucherInnen sind häufig nicht identisch.
Moch, K.; Tappeser, B. (2002) nähere InformationenPDF-Dateidownload (1700 kByte)