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CSR

„Corporate Social Responsibility: ein Beitrag der Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung“; so die Europäische Kommission 2002 in einer Mitteilung. Seither verpflichten sich stetig mehr Unternehmen zu einem freiwilligen Engagement, das dem Wohl der Umwelt und der Gesellschaft dienen soll.

Doch: Was bringt dieses Engagement wirklich? Welchen Mehrwert leistet Corporate Social Responsbility (CSR) für die  Gesellschaft und die Umwelt als Ganzes? Auf den Punkt gebracht: Was ist die Wirkung von CSR, wenn man nicht die Unternehmensperspektive sondern das Gemeinwohl als Maßstab nimmt?

Unternehmensverantwortung: Wie nachhaltig ist die EU-Wirtschaft?

Seit Jahren beschäftigt sich das Öko-Institut mit Unternehmen und ihrer Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung. Der potenzielle Beitrag von Unternehmen für eine nachhaltige Welt ist heute allgemein anerkannt.

Als gesellschaftlicher Herausforderer denkt das Öko-Institut vom Ziel her – dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. In dieser Rolle fordern wir Unternehmen auf ihrem Weg in Richtung Nachhaltigkeit.
Im Bereich CSR setzen wir uns dafür ein, die tatsächlichen, unternehmensexternen Effekte freiwilliger Unternehmensmaßnahmen genau unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten.

Bereits 2004 bis 2007 hat das Öko-Institut im EU-Projekt RARE untersucht, ob CSR zur Erreichung von ökologischen und sozialen EU-Politikzielen beiträgt. In einem neuen Projekt namens IMPACT geht das Öko-Institut im Auftrag der Europäischen Kommission ganz konkret der Frage der Wirkung von CSR-Maßnahmen auf Umwelt- und Klimaschutzziele sowie auf Wettbewerbsfähigkeit und die Qualität von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen nach.

Corporate Social Responsibility: Das Ergebnis zählt!

Die CSR-Forschung hat bislang vor allem die unternehmensseitigen Vorteile, die durch CSR entstehen, analysiert. Gemeinsam mit renommierten Partnern forscht das Öko-Institut jetzt im Auftrag der Europäischen Kommission nach dem Mehrwert von CSR-Maßnahmen jenseits der Unternehmensgrenzen.

Wie CSR wirkt, ist Gegenstand des Forschungsprojekts „Impact Measurement and Performance Analysis of CSR (IMPACT)“. Von März 2010 bis März 2013 entwickelt und testet das Projekt Methoden zur Messung und Überprüfung von Unternehmensverantwortung. Sechzehn Partner aus ganz Europa kooperieren bei diesem größten von der EU finanzierten CSR-Projekt unter der Leitung des Öko-Instituts.

Das Projekt untersucht verschiedene Dimensionen der Nachhaltigkeit von CSR-Aktivitäten (Wettbewerbsfähigkeit, Umweltschutz und Qualität der Arbeit) und beschreibt deren Wirkung auf verschiedenen Wirtschaftsebenen: für einzelne Unternehmen, innerhalb von Branchen, auf der Ebene von Nationalstaaten und auf europäischer Ebene.

Damit entwickelt das Projekt erstmals eine Methode zur Messung von CSR Wirkungen außerhalb der Unternehmen und wendet diese an. Es kommen verschiedene Forschungsansätze zum Tragen: von der ökonometrischen Analyse über Case-Studies bis hin zu Netzwerkstudien und Delphi-Befragungen.

Die WissenschaftlerInnen analysieren fünf Branchen im Detail: den Einzelhandel, die Informations- und Kommunikationsdienstleistungen, den Automobilsektor, die Bau- und Immobilienbranche sowie  die Textilhersteller.

So schafft IMPACT neues Wissen, das vor allem von der Politik und den Unternehmen, aber auch von der Zivilgesellschaft und für die weitere Forschung genutzt werden kann. Damit soll CSR langfristig zu mehr Nachhaltigkeit durch Unternehmensarbeit beitragen und helfen, die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Ziele der Europäischen Union besser zu unterstützen.

Wissen für eine nachhaltige Unternehmensführung

Mit der Forschung zum Thema Corporate Social Responsibility widmet sich das Öko-Institut einem umstrittenen, aber zunehmend wichtigen Bereich. Die Relevanz von Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung steht heute außer Frage.

Welche Maßnahmen einen ernsthaften Beitrag für Nachhaltigkeit bringen und wo Unternehmensrhetorik Versäumnisse nur kaschiert, rückt nunmehr verstärkt ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Öko-Institut setzt sich für eine sinnvolle und effektive Mischung von unterschiedlichen Politikinstrumenten für die Steuerung von Politikzielen ein, je nach dem ob staatliche Steuerung, Eigeninitiative von Unternehmen oder Mischformen am geeignetsten sind.

Für die Auswahl solcher Instrumente braucht es fundiertes Wissen um die Funktionsweisen von CSR. Diese Wissenslücke zu schließen, ist erklärtes Ziel des dreijährigen EU-Forschungsprojektes.

Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen wollen, erfahren durch IMPACT, wie sie ihre CSR-Aktivitäten bewerten und einordnen können. Dies kann ihnen als Entscheidungsgrundlage dienen, um passende und vor allem wirkungsvolle CSR-Maßnahmen zu implementieren.

Gleichzeitig erfahren die Zivilgesellschaft und politische Entscheider transparent, unter welchen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen CSR einen Mehrwert für Mensch und Umwelt schaffen kann und wo staatliche Politiksteuerung eine bessere Lösung darstellt.

Weitere Informationen

www.csr-impact.eu


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