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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

der Weltklimagipfel von Kopenhagen zeigt, dass es viel zu tun gibt, wenn wir den Klimawandel begrenzen wollen. Gerade auch im Verkehrssektor – denn der ist nach der Energiewirtschaft der größte Treibhausgas-Produzent und weltweit für ein Fünftel aller CO2-Emissionen verantwortlich.

Uns im Öko-Institut freut es deswegen besonders, dass aktuelle Umfragen auf ein neues, klimafreundlicheres Mobilitätsverhalten bei den VerbraucherInnen hinweisen.

Neuen Studien zufolge finden 70 Prozent der Befragten, dass die Autoindustrie immer noch zu wenig klimafreundliche, sparsame Modelle anbietet. 40 Prozent wollen in Zukunft ein Auto mit geringerem Verbrauch kaufen, 35 Prozent wollen öfter Radfahren, 30 Prozent das Auto häufiger stehen lassen.

Vor allem bei der Jugend gibt es einen Bewusstseinswandel: Nur noch 31 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sind täglich mit dem Auto unterwegs – ein deutlicher Rückgang gegenüber den letzten Umfragen. Über die Hälfte aller Befragten dieser Altersgruppe geben an, hauptsächlich mit Bus und Bahn zu fahren.

Die VerbraucherInnen haben also längst erkannt, dass Klimaschutz vor der eigenen Haustür beginnt und sich unser Mobilitätsverhalten verändern muss. Doch was machen diejenigen, die beim Thema Verkehrspolitik am Steuer sitzen? Nehmen Autobauer und Abgeordnete die Interessen der KonsumentInnen ernst?

Aus Politik und Wirtschaft gibt es Signale, die Hoffnung machen: Auf der IAA stellte die Autoindustrie wieder neue, spritarme Pkw und Elektroautos vor. Und auch Instrumente wie die EU-CO2-Grenzwerte für Autos zeigen in die richtige Richtung. Doch wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, reicht es nicht, die Diskussion auf das Thema Auto zu beschränken. Auch andere Konzepte wie Verkehrsverlagerungen auf die Schiene und die Förderung des Rad- und Fußverkehrs bei Kurzstrecken müssen bedacht werden.

Gerade beim Thema Verkehr herrscht viel Unsicherheit und Klärungsbedarf: Elektroauto oder Ausbau des ÖPNV? CO2-Kfz-Steuer oder Biokraftstoffe? Was ist die beste Lösung? So viel ist sicher, beim Klimaschutz im Verkehrsektor gibt es keinen Königsweg. Damit wir Mobilität in Deutschland in Zukunft nachhaltiger und umweltfreundlicher gestalten können, müssen wir viele neue Wege beschreiten. Nur wenn wir ein ganzes Bündel an Maßnahmen umsetzen, wird es uns gelingen, aus der CO2-Sackgasse beim Verkehr herauszukommen. In dieser Ausgabe von eco@work wollen wir Ihnen unsere Konzepte dafür vorstellen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr

Michael Sailer
Sprecher der Geschäftsführung im Öko-Institut

m.sailer@oeko.de

Lesen Sie auch das Interview mit Michael Sailer auf Seite 14.

Impressum


eco@work – Januar 2010
ISSN: 1863-2017

Herausgeber:
Öko-Institut e.V.

Redaktion:
Christiane Rathmann (cr)
Katja Kukatz (kk)
David Siebert (ds)

Verantwortlich:
Christian Hochfeld

Weitere AutorInnen:
Dierk Bauknecht, Katharina Hien (kh), Natalie Jäger, Matthias Koch, Norma Schönherr (nos), Franziska Wolff (fw)

Gestaltung/Layout:
Tobias Binnig, www.gestalter.de

Technische Umsetzung:
Markus Werz, Öko-Institut e.V.
Brita Berger, Wilhelm Innovative Medien

Redaktionsanschrift:
Postfach 50 02 40, 79028 Freiburg,
Tel.: 0761/452 95-0, Fax: 0761/452 95-88
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BIC: FRSPDE66,
Spenden sind steuerlich abzugsfähig.

Bildnachweis:
Titel © olly - Fotolia.com
S.2 © VCD/Marcus Gloger
S.5 oben: © Mihai Musunoi - Fotolia.com; Mitte: © Urbanhearts - Fotolia.com; unten: © Rob Bouwman - Fotolia.com
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