Suche
NavigationselementNavigationselement
Seite 16
Seite 17
NavigationselementAn das Ende
NavigationselementNavigationselement

Umweltfreundlicher Sport

Pro Jahr gibt es in Deutschland rund 150 große Sportveranstaltungen, die von Millionen Menschen besucht werden. Gesellschaftlich haben diese daher einen hohen Stellenwert. Auch wirtschaftlich gesehen spielen Sportgroßveranstaltungen eine bedeutende Rolle, doch damit verbunden sind immer Beeinträchtigungen für die Umwelt. Aus diesem Grund haben das Öko-Institut und die deutsche Sporthochschule Köln einen Leitfaden erarbeitet, wie Sportgroßveranstaltungen umweltfreundlich organisiert werden können. Der Leitfaden wird vom Bundesumweltministerium und vom Deutschen Olympischen Sportbund herausgegeben und richtet sich an Veranstalter, Verbände und Vereine, an Kommunen und Organisatoren. Er soll zwischen den verschiedenen Ansprüchen vermitteln und einen Überblick über Umweltschutzmaßnahmen geben. Ziel ist es, Vorteile für die Umwelt mit wirtschaftlichen Gewinnen zu verbinden. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Umweltschutz im Sport zu echten Win-Win-Situationen führt. Davon profitieren Umwelt und Veranstalter gleichermaßen. Wer auf die Ressourcen achtet, spart auch Kosten und leistet somit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit”, sagt Gesamtprojektleiter Martin Schmied vom Öko-Institut. sf

info: Martin Schmied

E-TRACK: Woher stammt der Strom im Netz?

Gemeinsam mit zehn internationalen Energie-Instituten hat das Öko-Institut Empfehlungen zu einem europäischen Bilanzierungssystem für Strom veröffentlicht. Im Schlussbericht des so genannten E-TRACK-Projekts machen die Institute Vorschläge, wie standardisiert nachverfolgt werden kann, woher die Energie stammt, die in Europas Stromnetze eingespeist wird. E-TRACK schlägt ein einheitliches System vor, bei dem die Art der Stromerzeugung mit so genannten Herstellungs-Attributen gekennzeichnet wird. Die Attribute beziehen sich beispielsweise auf die verwendete Energiequelle, die Emissionen bei der Energie-Erzeugung oder eine eventuelle öffentliche Förderung. Diese Informationen können für die europaweit verpflichtende Stromkennzeichnung genutzt werden. Damit bekommen VerbraucherInnen mehr Trans- parenz bei ihrer Entscheidung, welchen Strom sie nutzen möchten. Bisher gibt es neben dem einzigen standardisierten Zertifizierungssystem für Elektrizität in Europa, dem EECS (European Energy Certificate System), nur nationale Herkunftsgarantien für erneuerbare Energien oder private Qualitätslabel für „Grüne Energie”. Diese parallelen Systeme können zu Fehlern und Doppelzählungen, vor allem von Strom aus Erneuerbare Energien führen. E-TRACK will auf dem EECS aufbauen und die bestehenden Systeme über kurz oder lang integrieren. Es sollen zwei Möglichkeiten bestehen, zwischen denen die Energielieferanten frei wählen können. Zum einen das standardisierte System, bei dem jede Energie-Einheit einen Herkunftsnachweis erhält. Dieses System funktioniert auf Grundlage elektronisch verwalteter Zertifikate, die eine zuverlässige und eindeutige Bilanzierung ermöglichen. Zum anderen soll es den so genannten „Residual-Mix” für die Energie geben, die nicht mit Herkunftsnachweisen verknüpft werden kann. In diesem Fall weisen die Energielieferanten ihren Kunden Energie-Attribute aus, die auf einem statistischen Mix der Stromerzeugung zum Beispiel eines Landes beruhen. Dieser Mix berücksichtigt jedoch die Attribute der bereits ausgestellten Herkunftsnachweise sowie die Im- und Exporte von Energie. Die Kosten eines solchen zuverlässigen Bilanzierungssystems sollen bei einem mittleren europäischen Haushalt mit weniger als 40 Cent im Jahr zu Buche schlagen. VerbraucherInnen, die etwas für die Umwelt tun wollen, empfiehlt das Öko-Institut, Strom möglichst effizient zu nutzen und ein zertifiziertes Ökostrom-Produkt zu wählen, beispielsweise mit dem „ok-power”-Gütesiegel. Das E-TRACK-Projekt wurde von der europäischen Kommission im Rahmen des Intelligent Energy Europe-Programms gefördert. kh

info: Christof Timpe

Drucken Drucken