20.04.2006
Risiko Kernenergie 20 Jahre nach Tschernobyl
Öko-Institut fordert: Ausstieg aus der Atomkraft muss weiter verfolgt werden
Der Ausstieg aus der Atomkraft muss konsequent weitergeführt werden. Zu dieser Einschätzung kommt das Öko-Institut kurz vor dem 20. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl. „Wir verstehen den Atomausstieg gerade jetzt, wo sich Tschernobyl jährt, als eine besondere Mahnung an die nachfolgende Generation“, sagt Veit Bürger, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Energie & Klimaschutz am Öko-Institut Geschäftsstelle Freiburg. „Eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken ist hingegen eine energie- und umweltpolitische Rolle rückwärts“, sagt er.
Keines der Ziele, die von den Protagonisten einer Laufzeitverlängerung formuliert werden, hat in der Realität Bestand. Weder sinken die Strompreise, noch können Kohlenstoffdioxid-Emissionen vermieden werden, wenn die Laufzeit der Kernkraftwerke über den verabredeten Konsens hinaus verlängert wird. Dies klingt zunächst paradox, ist aber Folge der zunehmenden Marktorientierung im Energiesektor und der Umweltpolitik.
Das Argument, dass Atomstrom die Energieversorgung preisgünstiger macht, kann das Öko-Institut entkräften. Der Strompreis richtet sich nach dem teuersten Kraftwerk, das gerade noch herangezogen wird, um den allgemeinen Strombedarf zu decken. Da dies in Deutschland in der Regel Kohle- oder Gaskraftwerke sind, ändern längere Laufzeiten von Atomkraftwerken also nichts an der Höhe der Strompreise. Es steigt lediglich die Gewinnmarge von denjenigen Unternehmen, die an Atomkraftwerken beteiligt sind.
Aber auch die verbreitete Annahme, dass ein längerer Betrieb der Kernkraftwerke CO2-Emissionen vermeiden würde, ist bei näherem Hinsehen brüchig. Denn durch den CO2-Zertifikatehandel sind die für Deutschland „zugestandenen“ CO2-Emissionen zunächst bis zum Jahr 2012 „gedeckelt“. Vermiedene Emissionen aus länger laufenden Atomkraftwerken führen dazu, dass zumindest vor diesem Zeithorizont an anderer Stelle höhere Emissionen erfolgen können. Vielmehr können diejenigen Stromunternehmen, die Atomkraftwerke betreiben, bei einer Laufzeitverlängerung nochmals Geld verdienen, indem sie ihnen zugeteilte Emissionszertifikate an andere Anlagenbetreiber verkaufen. Alternativ können sie Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen in ihren eigenen fossil betriebenen Kraftwerken einfach unterlassen.
Eine Verlängerung der Laufzeiten würde außerdem die fortschreitende Entwicklung der Erneuerbaren Energien behindern. Neue Ideen zur Energieerzeugung und -effizienz würden dabei im Keim erstickt. Doch gerade in der verstärkten Nutzung der Regenerativen Energieträger liegt das Potential zu einer risikofreien, emissionsfreien Energielandschaft.
Der Betrieb eines Atomkraftwerks stellt aufgrund verschiedener Risikofaktoren eine Bedrohung für Menschen und Umwelt dar. Zum einen ist bei allen Reaktoren heutiger Bauart ein schwerer Unfall mit einer massiven Verseuchung weiter Landstriche nicht auszuschließen. Die in unterschiedlichem Umfang und Wirksamkeit vorhandenen Sicherheitssysteme können diesen Falls zwar unwahrscheinlicher machen, aber physikalisch nicht ausschließen. Die Erfahrung zeigt: Schon die Planung eines Atomkraftwerks kann Fehler aufweisen und auch beim Bau, Betrieb und der Wartung der Anlagen können menschliche Fehlleistungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem lassen auch sorgfältig geplante Störfallübungen nicht zu, das Verhalten der Betriebsmannschaft und die Reaktionen der komplexen Anlagen im Ernstfall vollständig vorherzusehen.
Zum anderen gibt es gegen terroristische Angriffe auf kerntechnische Anlagen nur begrenzt Schutz. Außerdem kann durch Weitergabe von Know-how und / oder Materialien ein militärischer Gebrauch erfolgen.
Die Entsorgung radioaktiver Abfälle ist zudem ein drängendes Problem. Einzelne Bestandteile in hochradioaktiven Abfällen verlieren ihre gefährlichen Eigenschaften aufgrund der langen Halbwertszeiten erst im Verlauf von Hundertausenden oder Millionen von Jahren. „Wir halten eine bald mögliche Realisierung der Endlagerung für erforderlich, um die Risiken zu begrenzen“, betont Michael Sailer, stellvertretender Geschäftsführer und Koordinator im Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit am Öko-Institut, Büro Darmstadt. ib
Lesen Sie zum auch den nachfolgenden Artikel „Mythos Atomkraft“. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier.
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Ansprechpartner:
Michael Sailer
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
stellvertretender Geschäftsführer
Koordinator im Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
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Mythos Atomkraft
Öko-Institut hinterfragt Argumente für Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken
Was steckt hinter der Diskussion um Laufzeitverlängerungen und den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ aus der Atomenergie? In erster Linie sind es wirtschaftliche Erwägungen. Mit der Abschaltung der alten Meiler entginge der Atomwirtschaft ein Milliardengeschäft. Die Weiternutzung der bestehenden Anlagen und Infrastrukturen hingegen ist höchst profitabel. Doch in die öffentliche Diskussion werden andere Argumente eingebracht: Laut der Befürworter würden Laufzeitverlängerungen die Strompreise senken, die Brücke für innovative Zukunftstechnologien bilden und könnten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten . Was ist dran an diesen Argumenten? Sie sind „theoretisch und empirisch wenig fundiert“, sagt Dr. Felix Chr. Matthes, Koordinator im Bereich Energie & Klimaschutz am Öko-Institut. Zusammen mit Beate Kallenbach-Herbert hat er im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung alle in der Öffentlichkeit vorgebrachten Argumente für Laufzeitverlängerungen analysiert.
Unter anderem kommt die Analyse zu folgenden Ergebnissen:
Die Diskussionen um Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke sind bei genauerer Betrachtung vor allem Diskussionen um die Eröffnung der Möglichkeit. Denn es ist unklar, ob die in den letzten Dekaden errichteten Atomkraftwerke technisch überhaupt Laufzeiten von 60 Jahren erreichen können.
Laufzeitverlängerungen verhindern, dass die Konzentration auf die vier großen Stromerzeuger, die den deutschen Energiemarkt dominieren, wenigstens zum Teil rückgängig gemacht werden kann. „Potenzielle neue Wettbewerber hätten ohne die Kraftwerkslücke, die mit der Abschaltung der Atomkraftwerke entsteht, wesentlich schlechtere Möglichkeiten, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen“, meint Felix Chr. Matthes zu dieser Problematik.
Die Annahme, dass verlängerte Laufzeiten die Strompreise sinken lassen, ist nicht tragfähig. Denn die Großhandelspreise für Elektrizität orientieren sich an den Kraftwerken mit den höchsten Kosten für die Stromproduktion. Und das sind im Normfall Anlagen, die mit fossilen Energieträgern betrieben werden.
Dem längeren Betrieb der alten Anlagen wird oft eine Überbrückungsfunktion zugeschrieben: Während des fortlaufenden Betriebs der AKWs könnten neue Möglichkeiten zur Energieerzeugung gefunden und umgesetzt werden. „Wenn überhaupt, kann der Atomkraft eine solche Funktion nur unter der Annahme äußerst fragwürdiger Spekulationen zugesprochen werden“, sagt Felix Chr. Matthes, „Zum Beispiel müsste die Technik zur CO2-Abtrennung und -Speicherung sehr bald so ausgereift sein, dass sie kommerziell genutzt werden kann.“
Ein immer häufiger in die Diskussion eingebrachtes Argument ist außerdem, dass der längere Betrieb von Atomkraftwerken dazu beitragen kann, den globalen Klimawandel zu mindern. Doch wie stark müsste die Nutzung der Atomenergie ausgeweitet werden, um wirklich Einfluss auf die Treibhausgasemissionen nehmen zu können? Dem Thema „Atomenergie und Klimawandel“ widmet Dr. Felix Chr. Matthes in dem ebenfalls von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben Buch „Mythos Atomkraft. Ein Wegweiser“ ein eigenes Kapitel.
Im Jahr 2004 erzeugten weltweit 442 Atomkraftwerke insgesamt 368,8 Gigawatt Strom,den weit überwiegende Teil davon in Leichtwasserreaktoren. Der Anteil der Atomenergie an der weltweiten Stromproduktion lag im Jahr 2003 bei 15,7 Prozent. Soll die Atomkraft die CO2-Emissionen positiv beeinflussen, müsste die Kapazität, laut einer Studie der Wissenschaftler Pacala und Socolow, veröffentlicht 2004 im Science Magazine, um mindestens das Dreifache erhöht werden. Rechnet man den Ersatz alter Anlagen mit ein, müssten hierfür jährlich drei bis vier große Kraftwerke neu in Betrieb genommen werden. Andere Szenarien gehen sogar von einer Verzehnfachung der Kapazität aus. „Diese Szenarien sind kaum realisierbar“, sagt Dr. Felix Chr. Matthes. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 80 Prozent, das ehrgeizige Ziel für Deutschland bis zum Jahr 2050, lässt sich nur mit einem Energiemix erreichen. Ohne erneuerbare Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz geht in Zukunft nichts mehr. Die Nutzung der Atomenergie ist nur eine Variante von mehreren, und auch ohne sie lässt sich die 80 Prozent-Marke erreichen – bei zumutbaren Kosten, verglichen mit den Kosten der globalen Erwärmung.
Für das Buch „Mythos Atomkraft. Ein Wegweiser“ hat die Heinrich-Böll-Stiftung das Öko-Institut e.V., die Deutsche Umwelthilfe e. V. sowie internationale Experten um umfassende Analysen zur Kernenergienutzung gebeten. Auf 380 Seiten beleuchten sie die Atomenergie aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Wie müsste eine „Neubewertung“ der Atomenergie nach den Drohungen islamistischer Extremisten gegen kerntechnische Anlagen aussehen? Was bedeutet eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken für deren Sicherheit, für den Klimaschutz, für die Strompreise, für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland – und was für die Bilanzen der Reaktorbetreiber? Wozu haben sich die großen Energieversorger verpflichtet, als sie im Juni 2000 mit der rot-grünen Bundesregierung den Atomausstieg besiegelten? Die Gesamtpublikation „Mythos Atomkraft. Ein Wegweiser“ können Sie hier kostenlos aus dem Internet herunterladen. ka/ib/kk
Weitere Informationen und Downloads:
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Ansprechpartner:
Dr. Felix Chr. Matthes
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Koordinator Bereich Energie & Klimaschutz
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Die Katastrophe von Tschernobyl: Was genau geschah vor 20 Jahren?
Fachliche Hintergrund-Informationen zum Reaktorunfall in der Ukraine
Der Unfall im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl am 26. April 1986 war der bisher schwersten in der Geschichte der zivilen Kerntechnik. Durch einen massiven Anstieg der nuklearen Leistungsfreisetzung wurde der Reaktor zerstört und ein großer Anteil des radioaktiven Inventars weiträumig in die Umwelt freigesetzt. Was genau ist damals geschehen?
Lesen Sie dazu die fachlichen Hintergrund-Informationen, die das Öko-Institut e.V. in einem fünfseitigen Dokument zusammengestellt hat.
Ansprechpartner:
Christoph Pistner
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
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Neue Chancen für die Siedlungsentwicklung
Stadt Freiburg und zehn Partnerkommunen wollen mit wissenschaftlicher Unterstützung nachhaltiges Flächenmanagement in der Region fördern
Die fortlaufende Flächeninanspruchnahme einzuschränken und Baupotenziale im Siedlungsbereich zu ermitteln, ist das Ziel des neuen BMBF-Forschungsprojekts „Kommunales Flächenmanagement in der Region“ (komreg). Darin kooperieren die Stadt Freiburg und die zehn Partnerkommunen Au, Ballrechten-Dottingen, Breisach, Emmendingen, Hartheim, Herbolzheim, Merzhausen, Titisee-Neustadt, Schallstadt und Umkirch. Wissenschaftlich begleitet werden sie vom Öko-Institut e.V., das die Projektleitung übernimmt, dem Umwelt- und Landschaftsplanungsbüro Baader Konzept GmbH aus Mannheim sowie dem Institut für Stadt und Regionalentwicklung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen (IfSR). „Mit komreg haben wir die Chance, die Siedlungsentwicklung insgesamt auf eine neue, wissenschaftlich fundierte Datengrundlage zu stellen. Daraus eröffnet sich für Planungsprozesse eine ganz neue Qualität,“ sagt Projektleiter Dr. Matthias Buchert vom Öko-Institut, Büro Darmstadt.
Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen die Baupotenziale in der Innenentwicklung, d.h. auf Brachen, Baulücken etc. ermittelt werden. Mit Hilfe der vom Öko-Institut erstellten Szenarien können verschiedene Entwicklungspfade für die Region bis 2030 aufgezeigt werden. Außerdem werden die Kosten der Innen- und Außenentwicklung („Grüne Wiese“) für Freiburg und die zehn Partnerkommunen modelliert. In Fragen der Kostenermittlung unterstützt Prof. Dr. Ruther-Mehlis vom IfSR das Projektteam. Die Baader Konzept GmbH wird zudem einen aktualisierten Katasterplan zur Innenentwicklung erarbeiten, der den Partnerkommunen in Form eines digitalen Geographischen Informationssystems (GIS) zur Verfügung gestellt wird. komreg wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement REFINA“ gefördert.
Hier erfahren Sie mehr zu komreg:
Ansprechpartner:
Dr. Matthias Buchert
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Koordinator Bereich Infrastruktur & Unternehmen
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Gutes Klima dank Green GoalTM
Klimaneutralität der Fußball-WM in Deutschland ist gesichert
Trotz aller Bemühungen um den Umweltschutz in Fußballstadien und WM-Städten: Etwa 100.000 Tonnen Treibhausgase werden nach orientierenden Berechnungen des Öko-Instituts während der Fußball-WM zusätzlich innerhalb Deutschlands entstehen. „Diese Emissionen lassen sich nicht gänzlich vermeiden, auch wenn wir die Energieeffizienz und die öffentlichen Verkehre sowie den Einsatz erneuerbarer Energieträger fördern“, sagt Dr. Hartmut Stahl, Green GoalTM-Projektleiter am Öko-Institut. „Aber sie können an anderer Stelle ausgeglichen werden, und zwar durch Investitionen in Klimaschutzprojekte in Schwellen- oder Entwicklungsländern mit höchsten ökologischen und sozialen Standards.“
Nachdem bereits im vergangenen Jahr die südostindische Region Tamil Nadu ökologische und soziale Unterstützung erhielt, wurde nun Südafrika – der Austragungsort der WM 2010 – für zwei weitere Projekte ausgewählt. Diese Projekte erfüllen den sogenannten „Gold Standard“ und damit die höchsten Qualitätsanforderungen der globalen Umweltschutzverbände für Projekte, die den flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls entsprechen. Green GoalTM, das vom Öko-Institut erarbeitete Umweltkonzept der FIFA Fussball-WeltmeisterschaftTM, hat somit sein wohl ehrgeizigstes Ziel gesichert: Die Fußball-WM in diesem Frühsommer in Deutschland wird klimaneutral ausgetragen – ein Novum in der Geschichte der WM.
Mitte März stellte das Organisationskomitee der FIFA zusammen mit Partnern und Unterstützern die zwei neuen Klimaschutzprojekte in Südafrika der Öffentlichkeit vor: Die Kläranlage im Sebokeng Township bei Johannesburg reinigt täglich 65 Millionen Liter Abwasser. Dabei entstehen Klärgase mit einem hohen Methangehalt. Diese klimaschädigenden Abgase werden sollen nun nicht mehr einfach in die Atmosphäre geblasen werden, sie werden aufgefangen und zur Stromerzeugung für das nah gelegene Township genutzt. Das Projekt, bei dem jährlich 5.800 Tonnen Treibhausgase eingespart werden, hilft der Umwelt und schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze für lokale Techniker.
Das zweite Projekt unterstützt eine Zitrus-Farm in Letaba im Krüger-Nationalpark mit Energie aus Biomasse. Der alte Kohlekessel der Farm wird ersetzt durch eine neue Anlage, in der Sägemehl verfeuert wird. Dieses Sägemehl gibt es ausreichend in der Region, es entsteht bei der Papierherstellung und wird bisher lediglich deponiert. Das Projekt hilft dem Klima also in doppelter Hinsicht: Nicht nur das CO2, das bei der Kohlefeuerung entsteht, wird vermieden, sondern auch die methanhaltigen Deponiegase. Daraus ergeben sich eine Einsparung von 19.000 Tonnen Treibhausgasen pro Jahr.
Bereits 2005 finanzierte der DFB ein Klimaschutzprojekt im südostindischen Tamil Nadu. Das Projekt „Family Clean Energy Packages“, das von der indischen NGO „Women for Sustainable Development“ gemeinsam mit der Basel Agency for Sustainable Development (BASE) und dem Öko-Institut konzipiert wurde, sorgt dort für ökologische und soziale Hilfe. Der DFB unterstützt mit 500.000 Euro bis zu 1.000 Familien, die im Dezember 2004 Opfer des Tsunamis wurden. Sie erhalten Biogas-Anlagen für die Vergärung von Kuh-Dung, die eine nachhaltige Energiebereitstellung zum Kochen ermöglichen. Etwa ein Drittel der WM-Emissionen, gut 30.000 Tonnen CO2, können auf diese Weise ausgeglichen werden.
Der Deutsche Fußballbund (DFB), der Weltfußballverband FIFA, Partner und unterstützende Unternehmen brachten insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro für den Ausgleich der Treibhausgasemissionen während der WM und damit für die Umsetzung der Green GoalTM-Ziele auf. ka
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Weitere Informationen:
www.oeko.de/greengoal
http://greengoal.fifaworldcup.yahoo.net
Ansprechpartner:
Dr. Hartmut Stahl
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Bereich Infrastruktur & Unternehmen
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REACH: Hilfe bei der Emissionsabschätzung
Vorhandene Emissionsdaten neu und übersichtlich strukturiert / unterstützendes Internet-Tool
Die EU Chemikalienverordnung REACH stellt Hersteller, Importeure und Anwender von chemischen Stoffen vor neue Aufgaben. Unter anderem müssen sie abschätzen, wie hoch die Emissionen eines bestimmten Stoffes sind, die in verschiedenen Verarbeitungsschritten auftreten. Aus Sicht der Unternehmen ein schwieriger Job. Im Auftrag des Umweltbundesamtes haben das Öko-Institut, Ökopol und ChemieDaten daher verschiedene Hilfsmittel erarbeitet, die die betriebliche Umsetzung erleichtern. Dazu gehört auch ein kostenloser, branchenspezifischer Emissions-Rechner im Internet.
Mit diesem Internettool können exemplarisch die Emissionen von Kunststoffadditiven und Photochemikalien in verschiedenen Lebenszyklus-Abschnitten der Wertschöpfungskette abgeschätzt werden. Der Emissions-Rechner befindet sich derzeit in der Testphase und ist so konzipiert, dass er perspektivisch auch zur Emissionsschätzung in anderen Branchen angewendet werden kann. Das Internettool wurde im Rahmen des so genannten OECD-Matrix-Projekts entwickelt.
Das Projekt hat zum Ziel, die branchen- und produktbezogene Emissionsabschätzung nach dem REACH- System für Stoffhersteller, Importeure und nachgeschaltete Stoffanwender zu vereinfachen. Der Hintergrund: Für registrierungspflichtige Stoffe sieht REACH die Erstellung einer Stoffsicherheitsbeurteilung, ein so genanntes Chemical Safety Assessment, CSA, vor. Zu einer solchen Sicherheitsbeurteilung ist jedes Unternehmen verpflichtet, das registrierungspflichtige Substanzen in einer Menge von mehr als zehn Jahretonnen herstellt oder importiert. Falls es sich um gefährliche Stoffe handelt, muss das CSA auch eine Expositionsbeurteilung und eine Risikocharakterisierung umfassen.
Doch wie lässt sich die Sicherheit eines registrierungspflichtigen Stoffes in der Praxis beurteilen? In einem ersten Schritt müssen dazu die Emissionen beschrieben werden. Diese Beschreibung schätzen die meisten Unternehmen als sehr schwierig ein. „Dabei mangelt es in vielen Fällen nicht an Emissionsdaten“, sagt Dr. Dirk Bunke, REACH-Experte am Öko-Institut, „Aber den wenigsten Unternehmen sind diese Datenquellen bekannt oder sie wissen nicht, wie sie richtig genutzt werden können.“ So hat die OECD für typische Anwendungen branchenspezifische Emissionsszenariodokumente, so genannte Emission Scenario Documents ESD, erstellt. Eine weitere Datenbasis sind die so genannten Technical Guidance Documents der EU zur Risikobewertung von Alt- und Neustoffen. Doch diese Dokumente wurden für die Stoffbewertung durch Behörden entwickelt. Sie können nicht eins zu eins als Unterstützung für einzelne Wirtschaftsunternehmen verwendet werden.
Hier setzt das OECD-Matrix-Projekt an. „Wir haben vorhandene Emissionsdaten spezifisch für verschiedene Industriebranchen ausgewertet, neu und übersichtlich strukturiert und in einer Matrix zusammengestellt,“ erläutert Bunke, „Dadurch wird der Zugang zu den relevanten Emissionsdaten für Unternehmen jetzt viel leichter.“ Die Daten sind dabei nach unterschiedlichen Lebenszyklusabschnitten gegliedert. So wird zum Beispiel zwischen Produktion und Formulierung, zwischen industriellem und privatem Gebrauch, zwischen Lebensdauer, Rückgewinnung und Entsorgung unterschieden.
Zusätzlich hat das niederländische Gesundheits- und Umweltministerium Rijksinstituut voor Volksgezondheit en Milieu, Bilthoven RIVM einen technischen Leitfaden entwickelt. Damit können Unternehmen die für ihre Verwendung relevanten Emissionsdaten und Module auswählen.
Den vollständigen Endbericht zum OECD-Projekt inklusive der Matrix (Supplement 3) können Sie hier kostenlos aus dem Internet herunterladen. Den technischen Leitfaden finden Sie hier. Zum Emissionsrechner geht’s hier. kk
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Ansprechpartner:
Privatdozent Dr. Dirk Bunke
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
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Computermonitore bei EcoTopTen: platzsparend, strahlungsarm, energieeffizient
Neue Marktübersicht zu Flachbildschirmen
Während vor wenigen Wochen die CEBIT wieder Geschmack auf die neuesten technischen Errungenschaften der IT-Branche machte, schauen zahlreiche Menschen bei ihrem eigenen Computer immer noch in die alte, sperrige Röhre. Dabei ist jeder, der häufig am Computer sitzt, froh über einen Monitor, der wenig Platz einnimmt, das Arbeiten durch eine hohe Bildqualität erleichtert und die Gesundheit durch geringe Strahlungswerte schont. Drei wichtige Kriterien, warum EcoTopTen in seiner neuesten Marktübersicht ausschließlich Flachbildschirme empfiehlt. „Ein weiterer Vorteil ist, dass diese gegenüber Röhrenmonitoren rund 70 Prozent weniger Energie verbrauchen“, sagt Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut und möchte Verbraucher, die vor der Neuanschaffung stehen, dazu anregen, einen Flachbildschirm zu wählen. Welche Geräte besonders strahlungsarm und energieeffizient sind, weniger Schadstoffe enthalten und besser recycelt werden können, lesen Sie hier.
EcoTopTen empfiehlt acht Flachbildschirme mit Bildschirmgrößen zwischen 17 und 21 Zoll. Alle gelisteten Geräte besitzen das Energy Star Label und sind daher sowohl während des Betriebs als auch im Stand-by-Modus besonders energieeffizient: Im Stand-by-Modus verbrauchen sie zum Beispiel weniger als zwei Watt, im ausgeschalteten Zustand sogar weniger als ein Watt. Zum Vergleich: Ein typischer Röhrenmonitor ist in der Anschaffung zwar günstiger als ein Flachbildschirm, verbraucht aber auch mehr als doppelt so viel Energie.
Alle von EcoTopTen empfohlenen Geräte sind zudem mit dem aktuellen TCO`03-Siegel zertifiziert, wodurch weitere Mindestanforderungen an eine gute Bildqualität, geringere Strahlungswerte und die Recyclingfähigkeit garantiert sind. Sie erfüllen darüber hinaus bereits heute die EU ROHS Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances), mit der ab dem 1. Juli 2006 bestimmte Schadstoffe wie zum Beispiel Blei, Chrom oder bromierte Flammschutzmittel bei der Herstellung und Verarbeitung von Elektrogeräten gesetzlich ausgeschlossen werden. Da die Herstellung von Computern und Monitoren fast ebenso umweltrelevant ist wie ihre Nutzungsphase, können durch eine Verlängerung der Lebensdauer, zum Beispiel durch Reparatur statt Kauf eines neuen Gerätes oder durch Weiternutzung als Gebrauchtgerät, bis zu 50 Prozent an Umweltbelastungen eingespart werden. Bei den von EcoTopTen empfohlenen Flachbildschirmen garantieren die Hersteller daher eine Reparaturfähigkeit der Geräte für fünf Jahre ab dem Kaufdatum.
Die vollständige Marktübersicht, Tipps und weitere Informationen rund um das Thema Computermonitore lesen Sie im Internet unter www.ecotopten.de/produktfeld_monitore.php, weitere interessante Downloads finden Sie unter www.ecotopten.de/download.php. Übrigens: Über empfehlenswerte PCs, Notebooks und Drucker informiert EcoTopTen voraussichtlich im November 2006.
EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf www.ecotopten.de unter der Rubrik „Produktempfehlungen“. Bis Ende 2006 folgen neun weitere Marktübersichten, die nächste – rechtzeitig vor der Fußballweltmeisterschaft – zu Fernsehern.
Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Medienpartner ist das Monatsmagazin „natur&kosmos“, das kontinuierlich über EcoTopTen und die neuesten Marktübersichten berichtet. Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung(at)ecotopten.de. kk
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Ansprechpartnerinnen:
Projektleiterin Kathrin Graulich
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
Dr. Dietlinde Quack
Öko-Institut e.V.
Geschäftsstelle Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
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Öko-Institut lädt zur Jahrestagung nach Berlin
Thema „Wettbewerb für Nachhaltigkeit“
Nachhaltiger Umweltpolitik wird oft ein negativer Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung nachgesagt. Doch sind Wettbewerb, Innovation und Nachhaltigkeit in Hinblick auf eine funktionierende Zukunft nicht viel mehr zwei Seiten ein und derselben Medaille?
Diesem Thema widmet sich das Öko-Institut e.V. auf seiner diesjährigen Jahrestagung am Freitag, 22. und Samstag, 23. September 2006 in Berlin unter dem Motto „Wettbewerb für Nachhaltigkeit“.
Ziel der Konferenz ist es, Wege zu finden, umweltpolitische Aufgaben, Verbraucherschutz und soziale Gerechtigkeit im nationalen und internationalen Wettbewerb zu verankern. WissenschaftlerInnen des Instituts und zahlreiche ReferentInnen betrachten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln und stellen positive Beispiele vor. Bei Vorträgen, in Diskussionsforen und Workshops ist Gelegenheit, Meinungen auszutauschen, sich zu informieren und einen eigenen Beitrag zum Thema zu leisten.
Aktuelle Informationen finden Sie hier. In Kürze können Sie dort auch das vollständige Programm der Veranstaltung abrufen. Veranstaltungsort ist das Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 110-114, 10623 Berlin. Eine Anmeldung ist erforderlich. Vormerkungen nimmt Romy Klupsch unter Telefon 0761/452 95-24, per Fax 0761/452 95-88 entgegen.
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Neu: Öko-Institut veröffentlicht Jahresbericht 2005
Aktueller Überblick über Forschungsprojekte
Auf 28 Seiten gibt das Öko-Institut im Jahresbericht 2005 einen ausführlichen Überblick über aktuelle Arbeitsgebiete und Forschungsprojekte, mit denen sich die rund 70 WissenschaftlerInnen am Institut beschäftigen. Schwerpunkt ist das Thema „Wettbewerb für Nachhaltigkeit“. Bereits im Editorial widerlegen Geschäftsführung und Vorstand die These, dass eine nachhaltige Entwicklung den Prinzipien des Wettbewerbs widerspricht. Zur Untermauerung dienen die vorgestellten Projekte aus dem Jahr 2005, darunter zum Beispiel „RARE Rhetoric an Realities – Analysing Corporate Social Responsibility in Europe“ oder das Forschungsvorhaben „Ernährungswende“.
Über die Projekte hinaus erhalten Sie im Kapitel zum Leitbild einen Überblick über die neu ausgeloteten Ziele und Prinzipien des Öko-Instituts und im Kapitel zum Sonnenschiff Einblicke in das neue, ökologische Bürogebäude, in dem die Freiburger Geschäftsstelle seit Sommer 2005 ihren Sitz hat.
Der Jahresbericht 2005 kann als pdf-Version heruntergeladen werden oder Sie können ihn direkt bei uns anfordern. Wie bereits im vergangenen Jahr, ist als Anhang zu dem gedruckten Bericht im Internet eine Online-Version der Referenzliste veröffentlicht, die alle Projekte, Publikationen und Vorträge aus 2005 auflistet.
Hier finden Sie die pdf-Version.
Hier finden Sie die Referenzliste mit Projekten, Publikationen und Vorträgen aus 2005.
Wünschen Sie eine Druckversion? Schicken Sie einfach eine E-Mail an Romy Klupsch, rufen Sie an unter Telefon 0761/45295-24 oder faxen Sie uns Ihre Bestellung: Fax: 0761/ 452 95-88
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Ansprechpartnerin:
Pressesprecherin Christiane Rathmann
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Referat Öffentlichkeit & Kommunikation
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Neu: Tagungsband zur Konferenz „Epigenetics, Transgenic Plants & Risk Assesment“
Gentechnik bisher nicht sicher für die kommerzielle Nutzung
Im Dezember lud das Öko-Institut in Gemeinschaftsarbeit mit Greenpeace zur Fachkonferenz „Epigenetics, Transgenic Plants & Risk Assesment“ nach Frankfurt. Rund 70 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Umweltverbänden diskutierten den Stand der Wissenschaft zu epigenetischen Effekten in transgenen Pflanzen und ihre Bedeutung für die kommerzielle Nutzung der Gentechnik. Deutlich wurde, dass Hersteller und Wissenschaftler viel zu wenig über die zahlreichen unbeabsichtigten Nebeneffekte von genetischen Veränderungen bei Pflanzen wissen. Die ExpertInnen forderten deshalb die stärkere Berücksichtigung dieser Erkenntnisse bei der Herstellung und Zulassung transgener Pflanzen. Im neu erschienenen Tagungsband sind die verschiedenen Beiträge und Forderungen der ReferentInnen jetzt veröffentlicht.
Darin lesen Sie unter anderem
Den Tagungsband zur Konferenz können Sie als pdf-Datei kostenlos aus dem Internet herunterladen. Mehr zum Thema erfahren Sie auch im Beitrag „Gentechnik: Hersteller wissen kaum, was sie eigentlich tun“ im Newsletter 06/05.
Diesen Beitrag lesen Sie auch auf Englisch.
Ansprechpartnerin:
Katja Moch
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
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Neu: Tagungsband zum Workshop Risikomanagement
Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen in der Störfallvorsorge: Grenzen und Vorteile
Welche Risiken gehen von Chemieanlagen aus? Wie können sie minimiert werden und wie lassen sich Störfälle zuverlässig vermeiden? Im Rahmen der Störfallvorsorge werden diese Fragen in einigen europäischen Ländern und in Nordamerika auch mit Wahrscheinlichkeitsaussagen beantwortet. In Deutschland ist die Einführung so genannter probabilistischer Methoden jedoch umstritten. Die gemeinsame Diskussion mit Vertretern unterschiedlicher Standpunkte zu fördern, war daher Ziel eines Fachworkshops, den das Öko-Institut e.V. im letzten Herbst gestaltet hatte. Die Diskussionsbeiträge sind jetzt in einem umfassenden Tagungsband veröffentlicht.
Darin lesen Sie unter anderem:
Den ausführlichen Tagungsband können Sie hier als pdf-Datei kostenlos aus dem Internet herunterladen. Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag „Workshop Risikomanagement in Chemieanlagen“ im Newsletter 6/05.
Ansprechpartner:
Stephan Kurth
Werner Kunz
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
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Hintergrund: Ernährungswende
Gastbeitrag von Ulrike Eberle in der bwWoche
Der Mensch isst, solange er ist. Doch was er da zu sich nimmt, ist nicht immer wirklich klar. Die Kunst besteht darin, zu unterscheiden – zwischen Lebensmitteln, die in erster Linie satt machen und solchen, die für Umwelt und Gesundheit langfristig gut sind. Ulrike Eberle, Wissenschaftlerin am Öko-Institut in Freiburg, plädiert für eine Ernährungswende. Umweltverträgliche und gesunde Ernährungsangebote, die man mit Appetit und gutem
Gewissen verzehren kann, müssen ihrer Auffassung nach überall leicht erhältlich sein.
Den vollständigen Beitrag von Dr. Ulrike Eberle in bwWoche, Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, vom 18. April 2006 lesen Sie hier.
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Berliner Energietage: Energieeffizienz in Deutschland
Öko-Institut lädt am 3. Mai zum Fachworkshop über europäischen Emissionshandel
Die Nachfrage nach kostengünstiger Energie wächst weltweit, gleichzeitig müssen die klimaschädlichen Emissionen auf ein verträgliches Maß reduziert werden. Auch der Ruf nach höherer Sicherheit bei der Energieversorgung wird immer lauter. Die Konsequenz dieser Anforderungen an Politik und Wirtschaft: der effiziente Umgang mit Energie muss vorangetrieben werden. Doch mit welchen Instrumenten können die Effizienzpotenziale am besten umgesetzt werden? Wie können öffentliche Haushalte ihre Energiekosten durch energieeffiziente Bürogeräte senken? Und wie sehen Projekte aus, die mit hochinnovativer Technik Energieeffizienz im Gebäude- und Industriebereich umsetzen? Mit diesen und anderen Fragen zur Energieeffizienz beschäftigen sich die diesjährigen Berliner Energietage von Dienstag, 2. bis Donnerstag, 4. Mai 2006 im Ludwig Erhard Haus in Berlin-Charlottenburg.
Im Rahmen der Tagung lädt das Öko-Institut am Donnerstag, 3. Mai 2006 von 9.30 bis 12.30 Uhr zu dem Workshop „Emissionshandel – Der zweite Nationale Allokationsplan in der heißen Phase“ ein. Moderator ist Dr. Felix Chr. Matthes, Koordinator des Bereichs Energie & Klimaschutz am Öko-Institut, Büro Berlin. Der Workshop soll als Plattform dienen, um aktuelle Ergebnisse, Trends und Perspektiven des zweiten Nationalen Allokationsplans für Deutschland zu diskutieren.
Die Beiträge
Bereits am Dienstag, 2. Mai referiert Matthes im Rahmen des Workshops „Energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden“ über den Anstieg der Energiepreise. Veranstalter ist Berliner ImpulsE, los geht’s um 13.30 Uhr, das Ende ist auf 17 Uhr angesetzt.
Beide Workshops sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Veranstaltungsort:
Ludwig-Erhard-Haus
Fasanenstraße 85
10623 Berlin
Tel.: (0 30) 31 80 63 - 74
Fax: (0 30) 31 80 63 - 78
www.berlin.ihk24.de/share/leh-berlin/
Anmeldung:
Für den Workshop zum Emissionshandel:
Julia Repenning
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Tel: 030/ 280 486 –84
Fax: 030/280 486 –88
Für den Workshop zur Sanierung von Wohngebäuden:
online unter www.berliner-impulse.de/40.0.html
Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den Berliner Energietagen lesen Sie im Internet unter www.berliner-energietage.de.
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I M P R E S S U M
Herausgeber
Öko-Institut e.V.
Institut für angewandte Ökologie
Redaktion
Referat Öffentlichkeit & Kommunikation
Christiane Rathmann
Katja Kukatz
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