Das Öko-Institut e.V. überwacht als sogenannter nationaler Issuing Body die Regeln des European Energy
Certificate System (EECS) in Deutschland. Innerhalb des EECS können unterschiedliche Arten handelbarer
elektronischer Herkunftsnachweise für Strom verwaltet werden. Dies sind in Deutschland Herkunftsnachweise
entsprechend der EU-Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen,
Herkunftsnachweise gemäß dem Renewable Energy Certificate System (RECS) sowie EECS Disclosure Certificates. Die
Herkunftsnachweise dienen als Beleg, auf welche Art und Weise eine entsprechende Strommenge erzeugt wurde.
Während die beiden erstgenannten Herkunftsnachweise ausschließlich für Strom aus erneuerbaren Energiequellen
ausgestellt werden, kann durch EECS Disclosure Certificates jede Art der Stromerzeugung bilanziert werden.
Auf europäischer Ebene sind die nationalen Issuing Bodies in der Association of Issuing Bodies (AIB)
zusammengeschlossen. Die meisten der nationalen Issuing Bodies sind Übertragungsnetzbetreiber,
Regulierungsbehörden oder andere staatliche Organe.
Als Issuing Body überwacht das Öko-Institut e.V. die in Form des sogenannten Domain Protocols festgelegten Regeln des EECS in Deutschland. Dies umfasst die folgenden Tätigkeiten:
Durch diese Maßnahmen stellt das Öko-Institut e.V. sicher, dass bei Nutzung des EECS Stromerzeugung aus bestimmten Energien oder Erzeugungstechnologien – insbesondere Strom aus erneuerbaren Energien - nur einmal vermarktet werden kann.
Diese Tätigkeit beinhaltet jedoch keinen aktiven Vergleich der verkauften bzw. verbrauchten Strommenge mit den tatsächlich genutzten Herkunftsnachweisen. Ebensowenig erfolgt hierdurch eine Zertifizierung einzelner Stromprodukte oder Anbieter.
Diese Aufgabe übernehmen Gütesiegel, welche Stromprodukte nach weiterreichenden Kriterien zertifizieren, und dabei EECS-Herkunftsnachweise als sicheres Bilanzierungsinstrument nutzen können. Solche weiterreichenden Kriterien von Gütesiegeln sollten im Sinne des Klimaschutzes und der Erwartungshaltung der Verbraucher insbesondere die aktive Ausbauwirkung auf Erneuerbare Energien umfassen. Als Trägerorganisation des EnergieVision e.V. ist das Öko-Institut e.V. auch an einer solchen Zertifizierung guter Ökostromprodukte mit dem „ok power“-Gütesiegel beteiligt.
Ansprechpartner
Dominik Seebach
Öko-Institut e.V., Institutsbereich Energie & Klimaschutz
Geschäftsstelle Freiburg
Christof Timpe
Öko-Institut e.V., Institutsbereich Energie & Klimaschutz
Geschäftsstelle Freiburg
Tel. +49-761/45295-25
eecs-germany(at)oeko.de
Weitere Informationen
Dokumente für Marktteilnehmer
EECS GoO RES-E Certificates, RECS Certificates and Disclosure Certificates Domain Protocol for Germany, Version 2.1
EECS Domain Protocol für Deutschland als grundlegendes Regelwerk zur Anwendung des EECS in DeutschlandEECS Standard Terms and Conditions between Öko-Institut e.V. and market participants, Version 2.0
Zur Teilnahme am EECS in Deutschland sind neben diesem Vertrag mit dem Öko-Institut e.V. als Issuing Body weitere Verträge notwendig. Bitte setzen Sie sich für weitere Informationen mit uns in Verbindung.Account Application Form, Version 2.1
(EECS Kontoeröffnungsantrag)EECS Contact List Germany, Version 2.0
Kontaktdaten des deutschen Issuing Body sowie des technischen Administrators der deutschen EECS-DatenbankProduction Registrars and Production Auditors, Version 2.1
Liste der registrierten technischen GutachterEECS Fee Structure Germany, Version 2.1
Gebührenstruktur zur Nutzung der deutschen EECS-DatenbankVorlage zur Angabe des vollständigen Entwertungszwecks bei der Entwertung in der deutschen Domain
Association of Issuing Bodies (AIB)
Beschreibung des
European Energy Certificate System
(zusammengestellt durch den RECS Deutschland e.V.)
Übersicht über die Aktivitäten des Öko-Instituts zum Thema
Ökostrom