05.12.2007

Novartis verleiht zum vierten Mal die Energy Excellence Awards

Jurymitglied Dr. Joachim Lohse, Geschäftsführer des Öko-Instituts, begrüßt die Idee, mit einem unternehmensinternen Wettbewerb, Energie und Kosten einzusparen

Zum vierten Mal in Folge verleiht die Novartis AG heute in Basel die Energy Excellence Awards. Mit den Preisen zeichnet das Pharmaunternehmen weltweit MitarbeiterInnen aus, die mit ihren kreativen Projektideen dazu beitragen, Energie, Treibhausgasemissionen und Kosten im Unternehmen zu reduzieren. Eine international besetzte Jury aus internen und externen Energie- und Klimaexperten, darunter auch Vertreter der ETH Zürich, der Weltbank und des World Resources Institute, hat 46 eingereichte Projekte bewertet und kommentiert. „Es ist sehr begrüßenswert, dass sich Novartis eigene CO2-Minderungsziele auferlegt.“ sagt Jurymitglied Dr. Joachim Lohse, Geschäftsführer des Öko-Instituts. „Die Idee, dies mit einem attraktiven Anreizsystem zu erreichen, mit dem die eigenen MitarbeiterInnen zum Energiesparen und zum umweltbewussten Verhalten motiviert werden, ist außerordentlich gut. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Konzept auch in anderen Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann.“

Die Energy Excellence Awards würdigen Kreativität, Innovation und Verhaltensänderungen als Mittel, um Energie zu sparen und die Umweltleistung zu verbessern. Für die Auszeichnung wurden insbesondere Projekte berücksichtigt, die auf technologischen Fortschritt und Umdenken setzen. Ziele sind messbare Ergebnisse wie „Niedrigerer Energieverbrauch“, „Weniger CO2-Ausstoß in Tonnen“ und „Geringere Energiekosten“ bei gleichzeitigem Geschäftswachstum. Die besten Erfolgsaussichten hatten Projekte, die maximale Einsparungen und eine rasche Amortisierung versprechen.

In diesem Jahr hat die Jury Projekte an Standorten in England, USA und Italien mit den Awards bedacht. Alle drei Projekte zeichnen sich durch einen integrierten Ansatz aus, bei dem die Energiebilanz des jeweiligen Standortes durch eine Fülle von aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen systematisch verbessert wird. Allein das siegreiche Projekt aus dem pharmazeutischen Werk im britischen Grimsby wird nach seiner Vollendung im Jahr 2008 voraussichtlich 7.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, das entspricht 15 Prozent der Standort-Emissionen. Mit einem Investitionsaufwand von 625.000 Dollar werden auf lange Sicht Kosteneinsparungen von jährlich rund 2,8 Millionen Dollar realisiert werden. Aus Sicht von Dr. Joachim Lohse sind parallele Informations- und Aufklärungsmaßnahmen für die Belegschaft dabei besonders positiv zu  bewerten.

Alle 46 eingereichten Projekte werden in einer unternehmensinternen Fallbeispiel-Datenbank eingestellt, um zur Verbreitung von Best Practices innerhalb des Unternehmens beizutragen. Novartis geht davon aus, dass die eingereichten Projekte im Laufe der nächsten fünf Jahre Einsparungen in Höhe von rund 40 Millionen US-Dollar ermöglichen werden. Das sind rund drei Prozent der gesamten Energieausgaben des Unternehmens. Gut die Hälfte der Projekte wird sich in weniger als zwei Jahren amortisieren. Die Energy Excellence Awards werden auch 2008 wieder ausgeschrieben. „Es wäre interessant, den Wettbewerb perspektivisch um Aspekte zum nachhaltigen und intelligenten Umgang mit Ressourcen zu erweitern“, regt Dr. Joachim Lohse an.